Die ersten zehn Minuten entscheiden, ob Spieler einen Titel auch durchspielen
Die ersten paar Minuten eines neuen Spiels sind ziemlich wichtig, um potentielle Spieler zu überzeugen.
Viele Spiele verlieren in der ersten Stunde einen nicht geringen Anteil ihrer Spielerschaft
An den Erfolgen auf Steam lässt sich gut erkennen, wie viel Zeit Spieler tatsächlich mit bestimmten Titeln verbringen. Viele Spiele vergeben eine Trophäe für den Abschluss des Tutorials oder einer anderen Tätigkeit, die sich meist innerhalb der ersten zehn Minuten abschließen lässt. Das Stealth-Game Styx: Master of Shadows eignet sich wunderbar als Beispiel für dieses Phänomen. Styx besitzt auf Steam derzeit knappe 7.000 Nutzerbewertungen, von denen 83 Prozent positiv ausfallen.
Wenn man sich jedoch die abgeschlossenen Erfolge anschaut, sieht das Ganze anders aus. Das Tutorial haben gerade einmal 43 Prozent der Spieler abgeschlossen, die erste Mission wurde nur von 27 Prozent gemeistert. Spieler, die den Titel komplettiert haben, fanden Gefallen am Abenteuer, was die positiven Reviews erklärt. Doch der Großteil der Spielerschaft hatte wohl einfach keinen Spaß damit. Möglicherweise hätten diese Personen den Titel auch lieben gelernt, wenn sie ein wenig mehr gespielt hätten, doch irgendetwas innerhalb der ersten Spielstunden hat ihnen so missfallen, dass sie den Titel direkt von der Festplatte verbannten.
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Es ist natürlich normal, dass viele Spieler einen Titel nicht bis zum Ende begleiten. Auch das kürzlich veröffentlichte Elden Ring, überall in den höchsten Tönen gelobt, weist ein ähnliches Problem auf: 75 Prozent der Spieler schafften es, den ersten richtigen Boss in From Softwares neuem Geniestreich zu bezwingen.
Bei den imposanten Verkaufszahlen und guten Reviews, die der Titel so einheimsen konnte, ist das im Großen und Ganzen zwar egal. Bei kleineren Studios hingegen kann das schnell zum Problem werden. Wie viele Spieler geben einen Titel direkt zurück, wenn ihnen das Tutorial nicht zusagt? Wie viele Spieler deinstallieren ein Spiel sofort, wenn die ersten paar Minuten nicht ansprechend genug wirken?
Wenn Entwickler ein tolles Produkt liefern, sind Spieler oft begeistert, wenn das Studio ein neues Spiel herausbringt. Fans warten etwa sehnsüchtig auf Hollow Knight: Silksong, den Nachfolger des beliebten Metroidvanias aus dem Jahre 2017. Team Cherry hat bereits einmal überzeugt, weswegen der Kauf von Silksong für viele Spieler längst beschlossene Sache ist. Sehen wir uns nun erneut die Styx-Reihe an: Der Nachfolger Styx: Shards of Darkness, der Schwächen des Vorgängers behob, lockte wesentlich weniger Spieler an.
Quelle: PC Games Hardware
Hey, Entwickler: Die ersten zehn Minuten eures Spiels sind ziemlich wichtig! (3)
Hätte Styx: Master of Shadows mehr Spieler von Anfang an begeistert, wäre Shards of Darkness vielleicht ein größerer Erfolg geworden. Dies war jedoch nicht der Fall, weswegen die Styx-Reihe mit dem letzten Ableger wahrscheinlich ihr Ende fand. Dies ist nur eines von vielen Beispielen, die zeigen, wie wichtig es heutzutage ist, den Einstieg in ein Spiel spaßig zu gestalten.
Es ist schade, wenn Spiele mit Potenzial nicht genug Aufmerksamkeit bekommen, weil sie Spieler nicht sofort fesseln. Solche Titel könnten schon nach 30 Minuten zum besten Spiel der Welt werden, doch eine gewisse Anzahl der Nutzer würde das verpassen, da das Tutorial zu langweilig ist. Habt ihr selbst ein ähnliches Verhalten bei euch erlebt, ein Spiel direkt von der Festplatte geschmissen, nur, weil euch etwa die Intro-Sequenz zu lang war?

Ob zu Beginn langsam oder gleich sofort in die Vollen gehen, es geht beides. Es muss nur spielabhängig Sinn machen.
Zunaechst, Online Spiele sind mir wurscht, die spiel ich nicht und da kann ich nicht wirklich mitreden, insofern geht's mir eher um SP Spiele.
Und hier moechte ich mal eine Lanze fuer den langsamen Einstieg brechen, der sich die Zeit nimmt um mich richtig in ein Szenario und seine Charaktere einzufuehren und mich erstmal mit ihenne vertraut macht, bevor es voll in die Action geht.
Der Grund wieso ich das sage ist, weil ich erst letztens ein sehr kritisches Video zu Deus Ex: Human Revolution gesehen habe, in dem der Autor vom Einstieg genervt ist, in dem man erstmal ein Buero fast wie in einem Adventure erkundet, dann ohne viel Kontrolle durch ein Labor laeuft und Leuten beim labern zuhoert, dann eine Aufzugfahrt mit mehr Gelaber hat, dann seinen Chef trifft und dann erst das Tutroial beginnt, nachdem dann erst das eigentlich Intro kommt ... so ungefaehr. Der Typ in dem Video and das unglaublich oede, ich dagegen fand das unglaublich gut. Das ganze hat vor Atmosphaere nur so grtrieft und ich bekam direkt so viel von der Welt mit, dass - als die Action dann losging - ich schon drin war und wusste, was hier auf dem Spiel steht und wer meine Figur ist und wieso ich tue, was ich tue.
Genauso bei anderen Spielen. Eigentlich alle, die mir gerade in den Kopf kommen, die wirklich tolle Protagonisten hatte haben sich die Zeit genommen diese langsam und mit viel Sorgfalt einzufuehren. Mit Ezio Auditore laufe ich erstmal 1-2 Stunden als junger Nobelmann durch Florenz bevor ich ueberhaupt was von den Assassinen mitbekommen. Als Cmdr. Shepard stapfe ich erstmal durch die Normandy und rede mit Leuten, mach dann eine Tutorial Mission und bin danne rstmal wieder 1-4 Stunden auf der Citadel (vielleicht etwas viel aber passt in's Schema). Als Gordon Freeman bekomme ich mein Brecheisen grundsaetzlich erst im zweiten Level. Als Grey Warden in Dragon Age spiele ich erstmal eine ganze Origin Story bevor die Handlung ueberhaupt erst richtig losgeht.
Der perfekte Gegenvergleich ist mMn immer Assassin's Creed Origin. Ich mag das Spiel wirklich gerne aber der Einstieg ist so mit das seltsamste, was es gibt. Da steht der Typ den ich dann anscheinend mal spielen soll stinksauer vor einem anderen Typ und in eminer ersten Aktion soll ich den umbringen, ich hab aber keine Ahnung wieso und warum. Das wird dann zwar spaeter irgendwie alles aufgerollt aber der Einstieg wird mir trotzdem immer als verstoerend in Erinnerung bleiben.
Ich verstehe ja, dass die Entwickler mit einem Banger einsteigen wollen und auch gleich ihre ganzen tollen Systeme zeigen wollen und so, ist schon klar, aber es muss dann auch wirklich gut gemacht sein und funktioniert nur in den allerseltensten Faellen mMn . Dragon Age 2 war - trotz aller anderen Probleme die das Spiel sonst so hatte - ein Beispiel, wo es gut gemancht war. Hier hat man gleich am Anfang mal einen Kampf mit voll ausgestatteten und super maechtigen Helden gegen einen der staerkeren Gegner, ide man eigentlich erst spaeter im Spiel zu sehen bekommt und den man hier recht einfach in Stueck hackt, bis sich dann rausstellt, dass Varric, der Geschichtenerzaehler alles etwas "ausgeschmueckt" erzaehlt hat und dann nochmal ohne den Bullshit von vorne anfangen muss. :). Aber wie gesagt, sowas von dem Kalliber sieht man recht selten.
Darum bin ich ein Verfechter des langsamen, gemaechlichen Einstiegs. Wer dafuer keine Gedult hat ist selber schuld, der Story und dne Charaktere tut es normalerweise sehr gut, wenn man sich die Zeit am Anfang nimmt.
Es gibt viel zu viele Bücher, als dass man sie alle lesen könnte.
Tja, dann muss man sich halt mal kurz hinsetzen und reinlesen um zu schauen, ob einem was passt, bzw anspielen.
Und manchmal muss man sich halt auch durchkämpfen, durch weniger spannende Kapitel ;)
Ich hatte schon Spiele gehabt wo die ersten 10 Minuten nervig waren und danach gings aber plötzlich los..... Anders herum auch Spiele die mit Kracher gestartet sind und nach spätestens 1 h war die Luft raus. Gibt es auch.
Wo ich 100% mitgehe ist die mittlerweile große Konkurrenz und die große Zahl an Spielen die releast werden. Egal ob Indies oder Triple A-Titel oder dazwischen. Das sorgt natürlich auch dafür, daß einige dann nach 10 Minuten hinwerfen um dann bei Steam einen Refund zu beantragen und sich was anderes für die Kohle holen.
Bei dem Zeitrahmen stünden viele legendäre Serien inkl. GTA, Splinter Cell, FallOut usw. wohl vor einem großen Problem :O
Da halte ich es für wichtiger irgendwann das "Digitale Glutamat Feeling" zu bekommen. " Ja, in diesem Spiel bin ich richtig, gib mir mehr davon"
In den seltensten Fällen kommt das nach oder innerhalb von zehn Minuten...