Achtung Cyberattacke: Hackerwellen 2011-2013
Hacks sind in der Videospielindustrie ein ständiger Begleiter. Von ROM-Hacks, die Games verbesserten, über die bekannten Konsolen-Hacks bis hin zu destruktiven Hacker-Attacken auf Server-Netzwerke und DDoS-Attacken ist die Palette groß. Besonders die Raubzüge von Datendieben sorgen bei vielen Firmen immer wieder für Kopfzerbrechen.
Hackerwelle 2011
2011 gab es eine lange Reihe von Cyberattacken auf große Videospielfirmen. Zu den Betroffenen zählte neben Nintendo (in America sowie Europa) oder Epic Games auch Bethesda Softworks. Im Falle von Bethesda sollen keine persönlichen oder finanziellen Infos erbeutet worden sein, allerdings konnten sich die Hacker der Gruppe Lulzsec Nutzer-Namen, E-Mail-Adressen und Passwörter unter den Nagel reißen. Ende 2011 drangen Hacker in die Datenbanken von Steam ein und erbeuteten sensible Daten. Dabei handelte es sich vor allem um Infos zu Steam-Transaktionen zwischen 2004 und 2008 erbeutet, wozu Usernamen, E-Mail-Adressen, Rechnungs- und Kreditkarteninformationen in verschlüsselter Form zählten.
Hackerwelle 2012
Metal Gear Publisher Konami musste im Juli 2012 einen Cyber-Angriff verzeichnen. Dabei gingen etwas über 35.000 Nutzerkonten ins Netz. Knapp einen Monat später - im August 2012 - wurde mit Blizzards Battle.net die eine der weltgrößten Plattformen für Onlinespiele gehackt. Glück für uns Europäer - Battle.net ist nach Regionen - Realms - unterteilt, weswegen nicht alle Länder gleichermaßen betroffen waren. Die Diebe ergatterten hauptsächlich Kontoinformationen von amerikanischen Spielern sowie Nutzern aus Australien, Neuseeland und Südost-Asien. In unserem Raum mussten sich Spieler lediglich um geklaute E-Mailadressen sorgen. Der Online-Spiele-Anbieter Gamigo bekam 2012 ebenfalls sein Fett weg. Nachdem sich eine Hackergruppe im März illegal Zugang zu über acht Millionen Nutzerdaten verschaffte, landeten die zu allem Überfluss drei Monate später im Internet.
Hackerwelle 2013
Der Hackerwelle von 2013 fiel unter anderem Crysis-Macher Crytek zum Opfer. Das Unternehmen nahm gleich vorsorglich die Webseiten Crytek.com, MyCrysis.com, Crydev.net und MyCryenginge.com für ein Wochenende vom Netz. Bohemia Interactive machte im Juli 2013 kurzfristig das hauseigene Forum dicht. Datendiebe ergaunerten Infos zu Nutzerdaten wie E-Mail-Adressen, Benutzernamen und verschlüsselten Passwörtern. Auch der französischen Entwickler Ubisoft geriet im Sommer 2013 ins Zielfeuer von Cyberkriminellen, die sich Zugang zu einem Server mit Kundendaten verschafften. Unter den kompromittierten Daten befanden sich Nutzernamen, Passwörter und E-Mail-Adressen. Konto- und Zahlungsinformationen sowie Adressen und Telefonnummern seien jedoch nicht betroffen gewesen.

Und das Schlimmste ist, dass deren Schwachsinn regelmäßig Nachahmer findet, siehe Angriffe auf Steam und Origin im Dezember 2013 oder weitere Fälle von Angriffen gegen Twitch-Streamer...