Achtung Cyberattacke: Hacks in Videospielen - World of Warcraft
Hacks sind in der Videospielindustrie ein ständiger Begleiter. Von ROM-Hacks, die Games verbesserten, über die bekannten Konsolen-Hacks bis hin zu destruktiven Hacker-Attacken auf Server-Netzwerke und DDoS-Attacken ist die Palette groß. Besonders die Raubzüge von Datendieben sorgen bei vielen Firmen immer wieder für Kopfzerbrechen.
Hacks in Videospielen am Beispiel von World of Warcraft
Jedes populäre Videospiel wird früher oder später gehackt. Das muss keine negativen Folgen haben, kann aber im Falle eines Falles ein Spiel auch lahm legen. World of Warcraft ist lange Zeit eines der Lieblings-Opfer für Hacker gewesen. Einer der wohl spektakulärsten Hacks ereignete sich im Oktober 2012. Nach dem üblichen Mittwochs-Neustart nutzten einige Hacker offenbar einen Exploit aus und es gelang ihnen in kürzester Zeit tausende Spieler und nicht spielbare Charaktere zu töten und damit ganze Städte in verschiedenen Reichen auszulöschen.
Einen weiterern Coup stellt die Goldverkäufer-Affäre dar. Obwohl sie den Videospieleunternehmen ein Dorn im Auge sind, sind Goldverkäufer per se sind keine Besonderheit. Die gibt es auch nicht nur in WoW, sondern jedem großen Online-Game. Meist findet man sie in Hauptstädten, wo sie ihre Dienste und Angebote im Chat spammen. Aber zurück zu WoW. Dort griffen die Goldverkäufer im Jahr 2007 zu ausgefallenen Methoden, um noch auffälliger und aggressiver zu werben. Mit einem Hack erstellten sie sich jede Menge Stufe-1-Charaktere, die über der Hauptstadt schwebten, schließlich gleichzeitig hinunterfielen und starben. Das makabre an der Sache: Das Muster der Leichen ergab den Link zu einer Webseite oder den Namen des Goldverkäufers.

Und das Schlimmste ist, dass deren Schwachsinn regelmäßig Nachahmer findet, siehe Angriffe auf Steam und Origin im Dezember 2013 oder weitere Fälle von Angriffen gegen Twitch-Streamer...