Borderlands: Take-Two-CEO erklärt die 50-Millionen-Dollar-Entscheidung
Borderlands hätte laut Take-Two-CEO Strauss Zelnick beinahe gewöhnlicher ausgesehen. Erst eine teure Artstyle-Überarbeitung machte den Loot-Shooter zur markanten Marke.
Borderlands gehört heute zu den Spielen, die man sofort erkennt. Die kantigen Figuren, die überzeichneten Waffen, der Comic-Look und die staubige Chaos-Welt sind längst Teil der Identität der Reihe. Laut Take-Two-CEO Strauss Zelnick war genau dieser Wiedererkennungswert am Anfang aber alles andere als sicher.
Take-Two gab 50 Millionen Dollar für einen neuen Look aus
In einem Interview mit David Senra sprach Strauss Zelnick über eine der wichtigsten Entscheidungen in der Geschichte von Borderlands. Die frühe Version habe laut ihm nicht eigenständig genug gewirkt. Zelnick erklärte sinngemäß, dass Take-Two damals "Mist gebaut" habe. Der Artstyle sei nicht passend und nicht klar genug von anderen Spielen abgegrenzt gewesen. Statt das Projekt einfach weiterlaufen zu lassen, entschied sich das Unternehmen für einen drastischen Schritt. Borderlands wurde optisch umfassend überarbeitet.
Laut Zelnick erinnerte der ursprüngliche Look stärker an andere große Spiele der damaligen Zeit, darunter Gears of War oder Fallout. Anscheinend hätte das Borderlands womöglich daran gehindert, aus der Masse herauszustechen. Die Entscheidung kostete Take-Two rund 50 Millionen Dollar. Für die späten 2000er war das ein enormes Risiko, gerade weil ein solches Rework vor Release alles andere als selbstverständlich war. Zelnick denkt, dass dieser Move trotzdem entscheidend war. Ohne diese Überarbeitung wäre Borderlands seiner Ansicht nach kein Hit geworden.
Borderlands ist ein riesiges Franchise ohne Spielerhaltung
Das Risiko zahlte sich damals aus. Aus Borderlands wurde eine große Shooter-Marke, die bis heute weitergeführt wird. Trotzdem zeigt gerade Borderlands 4, dass ein starker Name allein nicht automatisch langfristige Bindung garantiert. Der vierte Teil erreichte auf Steam einen bisherigen Peak von über 300.000 gleichzeitigen Spielern. Das Interesse zum Start war also enorm. Inzwischen liegen die Zahlen dort aber deutlich niedriger. Seit etwa einem Monat bewegen sich die gleichzeitigen Spieler meist nur noch im Bereich von rund 3.000 bis 6.000.
Ein häufiger Kritikpunkt in den Steam-Wertungen ist offenbar die Performance. Kurz nach Launch lag Borderlands 4 im September 2025 öffentlich bekannten Schätzungen zufolge bei etwa 2,5 Millionen verkauften Einheiten beziehungsweise Spielern. Davon entfielen über 1,3 Millionen auf Steam und mehr als eine Million auf Konsolen, wobei PlayStation leicht vor Xbox gelegen haben soll. Inzwischen dürften die Zahlen natürlich höher liegen. Gefällt euch der Stil der Loot-Shooter-Reihe?
Quelle: gamereactor
