Xbox: Insider enthüllt - Dunkelziffer der Entlassungen ist deutlich größer
Als wären die Entlassungen bei Xbox nicht schon schlimm genug, verrät ein Insider jetzt, dass die Dunkelziffer deutlich größer ist.
Nach den Entlassungen bei Microsofts Gamingsparte Xbox zeichnet sich eine Woche nach dieser Ankündigung ein noch verheerenderes Bild ab. Dass fünf Studios betroffen sind und bis Anfang 2027 vieles in der Schwebe hängt, war bereits klar. Die Umstrukturierung bei Xbox hat noch mehr Kollateralschäden, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind.
Enthüllungs-Journalist Jason Schreier beschreibt in seinem neuesten Video die weiteren Auswirkungen der Entlassungen bei Xbox (jetzt kaufen ), die unter anderem externe Dienstleister und Agenturen, aber auch Gaming-Projekte betrifft, über die betroffene Entwickler aktuell nicht reden dürfen.
Xbox-Entlassungen sind viel umfangreicher als gedacht
In der Realität wird es im Gesamtbild nicht bei diesen 3.200 Entlassungen bleiben. Um die wahren Auswirkungen der Xbox-Entlassungen zu verdeutlichen, beschreibt Jason Schreier die Situation rund um das eingestampfte Spiel Perfect Dark.
Genau wie im Fall der jüngsten Entlassungswelle wurde pünktlich zu Microsofts Budget-Planung Anfang Juli 2025 verkündet, dass aufgrund von Entlassungen die Arbeit an Perfect Dark eingestellt wurde. Das 2018 gegründete Studio "The Initiative" arbeitete lange Zeit an Perfect Dark und holte sich als Co-Entwickler "Crystal Dynamics" (Tomb Raider, Marvels Avengers Online) ins Boot.
Was der Öffentlichkeit meist verborgen bleibt, ist, dass an Perfect Dark auch das Schwesterstudio von Crystal Dynamics, Eidos Montréal, sowie weitere kleine Entwickler für Auftragsarbeiten beteiligt waren. Nach dem Aus für Perfect Dark mussten also nicht nur Entwickler von The Initiative entlassen werden, sondern auch Crystal Dynamics, Eidos Montréal und einzelne Entwickler mussten ihre Konsequenzen daraus ziehen.
Warum diese Infos meist nie ans Tageslicht gelangen, ist der Tatsache geschuldet, dass die Entwickler aufgrund von NDAs (Verschwiegenheitsverträgen) nicht einmal in ihr Resümee schreiben dürfen, dass sie an Perfect Dark gearbeitet haben. Für die Betroffenen ist die Situation rund um die NDAs besonders belastend. Denn nach ihrer Kündigung werden sie auf den kriselnden Gaming-Jobmarkt geworfen, sie können aufgrund der NDAs jedoch keine neuen Referenzen vorzeigen.
Es kommt nicht selten vor, dass große und mittelgroße Studios Teile ihres Projekts an Co-Developer auslagern, die beispielsweise einzelne Level designen. Wenn mehrere Co-Developer ebenfalls Aufträge verlieren, löst das einen Domino-Effekt aus, der größere Bereiche der Gaming-Branche betrifft als vorher angenommen. Wie im Fall von Perfect Dark werden diese Fälle - wenn überhaupt - erst Jahre später bekannt.
Die größte Zahl hat kaum jemand auf dem Schirm
Aktuell leidet vor allem ZeniMax unter der Entlassungswelle, wodurch die Roadmap von The Elder Scrolls Online angepasst werden musste. Welche Roadmaps und Projekte noch beschnitten wurden, werden wir wohl erst nächstes Jahr erfahren, zumal bis April 2027 die andere Hälfte (1.600 Mitarbeiter) der Xbox-Entlassungen stattfinden wird.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, gibt es einen womöglich noch größeren Domino-Effekt der Xbox-Entlassungen, der bei Gamern kaum diskutiert wird. In der Rundmail von Xbox-CEO Asha Sharma erwähnt die Chefin von Microsofts Gamingsparte zudem, dass Xbox seine sogenannten "Verkäuferausgaben" um 50 % senken will. Dabei handelt es sich um Dienstleistungen wie PR und Marketing sowie Software externer Anbieter.
Genau wie die Streichungen bei Co-Entwicklern zählen auch diese externen Jobs nicht direkt zu den 3.200 Entlassungen bei Xbox, haben jedoch große Auswirkungen. Die Zahl der Entlassungen bei Xbox ist also deutlich größer als bisher angenommen.
Über welche eingestampften Projekte wir aufgrund der jüngsten Entlassungswelle wohl erst nächstes Jahr erfahren werden? Was denkt ihr über die Situation? Wir sind auf eure Kommentare gespannt. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle | Jason Schreier (Youtube)
