Two Point Museum: Noch nie war der Zeitpunkt so gut, um auf der Switch 2 durchzustarten
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Für die Switch 2 erschien Two Point Museum erst einige Monate nach der PC-Version. Inzwischen ist der Preis für die humorvolle Wirtschaftssimulation so deutlich gesunken, dass ihr jetzt zuschlagen solltet, falls ihr bisher gezögert habt.
Two Point Museum ist eine humorvolle Wirtschaftssimulation, in der die Spieler mehrere Museen aufbauen, erweitern und wirtschaftlich führen. Das Spiel stammt vom britischen Entwickler Two Point Studios, das die zugängliche Managementformel bereits mit Two Point Hospital und Two Point Campus etabliert hat. Statt Krankenhäusern oder Universitäten stehen diesmal Ausstellungen, Expeditionen und der Museumsbetrieb im Mittelpunkt. Trotz zahlreicher gleichzeitig anfallender Aufgaben bleibt das Spiel übersichtlich und vergleichsweise entspannt, weil Informationen verständlich aufbereitet werden und akute Probleme klar erkennbar sind.
So günstig war das Spiel für Switch 2 noch nie
Wir vergaben einen Hit-Award und eine Wertung von 9 von 10 Punkten für die PC-Version, welche wir im PC-Games-Test von Two Point Museum als "Meisterwerk" betitelten. Mittlerweile ist das Spiel auch für Switch 2 erhältlich und in dieser Variante stark im Preis gefallen: Bei Amazon könnt ihr euch die Explorer Edition von Two Point Museum für nur noch 24,99 Euro sichern. Das ist der niedrigste Preis, zu welchem das Spiel bisher jemals bei einem Händler im PCGH-Preisvergleich gelistet war. Falls ihr bisher mit dem Kauf gezögert habt, ist also jetzt die beste Gelegenheit seit dem Launch, sich den Titel für die aktuelle Nintendo-Konsole zu sichern. Was die Switch-2-Fassung von der PC-Version unterscheidet, haben wir weiter unten für euch zusammengefasst.
Die Explorer Edition des Titels erweitert das Basisspiel um eine Reihe von Deko-Objekten, Wandmustern, Bank-Varianten und mehr, mit denen ihr euer Museum ausstatten könnt. Auch ein exklusiver Kartenstandort mit einem einzigartigen Ausstellungsstück und ein Pop-Up-Museum als Herausforderung gehören zu den Dreingaben dieser Version. In der Erstauflage sind zudem spezielle Sonic-Objekte zum Verschönern enthalten.
Nach der Kampagne lockt die Sandbox
Die Kampagne übernimmt zugleich die Rolle eines ausführlichen Tutorials. Auf fünf Schauplätzen werden die wichtigsten Systeme schrittweise eingeführt und anhand konkreter Aufgaben werden eure Fähigkeiten bei der Entwicklung der Museen geschult. Zeitlich begrenzte Einsätze sorgen gelegentlich für Abwechslung, etwa wenn eine Ausstellung gegen Einbrecher abgesichert oder kurzfristig eine Marketingkampagne gestartet werden muss. Mit einer Spielzeit von etwa 15 bis 20 Stunden fällt die Kampagne ordentlich aus, die größte Langzeitmotivation bietet jedoch der Sandbox-Modus. Dort lassen sich die Karte, Startbedingungen und Ziele frei bestimmen, wodurch ihr euer ganz persönliches Traummuseum erstellen könnt.
Auch wenn Two Point Museum aufgrund seines Humors immer wieder zum Erkunden des Museums verleitet, wo ihr immer wieder neue Gags entdecken könnt, ist der Titel im Kern eine Wirtschaftssimulation. Ihr baut also Räume, platziert Exponate, beschäftigt Personal und müsst die Einnahmen und laufenden Kosten im Blick behalten. Geld lässt sich nicht nur aus Eintrittskarten und Souvenirs, sondern auch aus Spenden, Werbung, Sponsorenverträgen und gelegentlichen Verkäufen an Sammler gewinnen. Das Wirtschaftssystem ist eher gutmütig: Finanzielle Schwierigkeiten entstehen vor allem durch zu hohe Personalkosten, lassen sich aber meist durch eine vorsichtige Personalplanung oder notfalls durch Kredite auffangen.
Jagd nach Ausstellungsstücken motiviert
Das Personal besteht unter anderem aus Assistenten, Hausmeistern, Sicherheitskräften und spezialisierten Experten. Letztere sind für bestimmte Themengebiete wie Urgeschichte, Botanik, Wissenschaft, Unterwasserwelt oder Übernatürliches zuständig. Sie restaurieren und analysieren Ausstellungsstücke, betreuen lebende Exponate, führen Besuchergruppen durch das Museum und nehmen an Expeditionen teil. Mit steigender Erfahrung können Angestellte weitergebildet werden, verlangen anschließend aber auch höhere Gehälter. Besonders im späteren Spielverlauf entsteht dadurch ein interessanter Balanceakt zwischen motiviertem Personal und wirtschaftlichem Betrieb.
Eine der größten Stärken sind die Expeditionen. Über eine Weltkarte werden Teams beispielsweise zu Ausgrabungsstätten, Seen oder sogar in den Weltraum geschickt. Von dort bringen sie neue Exponate und Fundstücke mit. Größere Ausstellungsstücke wie Dinosaurierskelette müssen häufig über mehrere Expeditionen hinweg vervollständigt werden. Dabei stehen immer wieder Entscheidungen an, welche den Ausgang der Expedition beeinflussen. Obwohl sich dieser Ablauf im Laufe des Spiels oft wiederholt, bleibt er durch die große Bandbreite der Exponate motivierend. Das Spektrum reicht von Fossilien und eingefrorenen Urmenschen bis zu außerirdischen Artefakten und Geistern.
Dekoration und Forschung sorgen für zufriedene Besucher
Besonders gelungen ist wie schon bei früheren Two-Points-Spielen der eigentliche Aufbaupart. Räume lassen sich leicht erstellen, erweitern und dekorieren. Gegenstände rasten sinnvoll ein, fehlerhafte Platzierungen werden verhindert und Engstellen deutlich markiert. Dadurch macht selbst das nachträgliche Umbauen großer Museumsbereiche nur selten Mühe. Dekorationen erfüllen außerdem einen spielerischen Zweck, weil sie das Erlebnis der Besucher verbessern und dadurch höhere Spenden ermöglichen. Führungsrouten, Türen und Durchgänge erlauben es, die Besucherströme gezielt zu lenken. Mit Kameras, Wachpersonal und Sicherheitsräumen lassen sich wertvolle Exponate vor Diebstahl schützen.
Forschung ermöglicht es, die Attraktivität eurer Ausstellung weiter zu erhöhen: Exponate können untersucht und mit zusätzlichen Attributen versehen werden, die beispielsweise die Begeisterung oder Verweildauer der Besucher steigern. Unterschiedliche Gästetypen wie Kinder, Professoren oder Goths besitzen eigene Interessen und Bedürfnisse, wobei das Management nie unnötig kompliziert wird. Die wichtigsten Informationen vermittelt das Spiel nämlich direkt über seine Benutzeroberfläche, sodass das Wälzen von Statistiken meistens vermieden werden kann.
Der Humor gefällt, doch nicht alles ist perfekt
Ein wesentlicher Teil des Charmes entsteht durch den typischen Two-Point-Humor. Radiosendungen, Durchsagen, skurrile Objekte und kleine visuelle Gags laden dazu ein, das Treiben im Museum genauer zu beobachten. Die Präsentation der eigentlichen Handlung fällt dagegen schwächer aus. Storyfiguren bleiben stumm und kommunizieren überwiegend über Textfenster. Zwischensequenzen gibt es zwar, doch diese sind eher unspektakulär inszeniert.
Auch bei der Dekoration bleibt etwas Potenzial ungenutzt. Für den Spielwert ist häufig nur entscheidend, dass passende Gegenstände innerhalb eines markierten Bereichs stehen. Ob ihre Anordnung optisch sinnvoll ist, spielt kaum eine Rolle. Wand- und Bodenbeläge haben ebenfalls wenig Einfluss. Dadurch belohnt das Spiel funktionales Platzieren stärker als wirklich stimmige Ausstellungsgestaltung.
Die deutlichsten Schwächen zeigen sich beim Umgang mit lebenden Exponaten. Besonders Aquarien sind schwerer zu verwalten als andere Museumsbereiche. Das Verhalten der Tiere wird nicht immer verständlich erklärt, beispielsweise wenn Raubfische andere Fische fressen. Auch die Pflege von Pflanzen und anderen lebenden Ausstellungsstücken wirkt stellenweise unübersichtlicher und weniger komfortabel als das übrige Management.
Habt ihr Two Point Museum bereits gespielt, vielleicht sogar auf Switch 2, und welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Nutzt gerne die angebotene Kommentarfunktion und teilt uns eure Meinung zum Thema mit. Beachtet beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln und die allgemeine Netiquette im Internet. Solltet ihr noch keinen Account haben, könnt ihr über eine Registrierung nachdenken, die viele Vorteile mit sich bringt. Unsere Video-Inhalte findet ihr bei Youtube, Instagram und Tiktok.
