Fast alle Entwickler nutzen KI - und Gen Z liebt den "AI Slop"?

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Fast alle Entwickler nutzen KI - und Gen Z liebt den "AI Slop"?
Quelle: Embark Studios/Steam

Ein ehemaliger Square-Enix-Direktor sieht den entscheidenden Moment gekommen. Trotz öffentlicher Kritik an KI-Technologien spiele die große Mehrheit der Nutzer unbeirrt weiter, während die Branche generative Systeme bereits tief in ihre Entwicklungsprozesse integriert hat.

Jacob Navok, ehemaliger Director of Business Development bei Square Enix, sorgt mit klaren Worten für Diskussions-Impulse. Seiner Ansicht nach hat die Spieleindustrie den entscheidenden Kipppunkt überschritten. KI sei nicht nur akzeptiert, sondern werde von vielen Konsumenten ignoriert oder sogar begrüßt. Während Call of Duty: Black Ops 7 und Arc Raiders wegen KI-generierter Assets kritisiert werden, bleiben die Spielerzahlen hoch, besonders bei Arc Raiders. Für Navokgeht die Debatte an der Realität vieler Spieler vorbei. Übrigens ist generative KI bei Ubisoft auch immer wichtiger.

"Die Gen Z liebt den KI-Schrott"

Navok spricht offen aus, was viele in der Branche leise denken. "Bei all der Anti-KI-Stimmung scheint es den Konsumenten im Allgemeinen völlig egal zu sein", schreibt er auf X. Seine zugespitzte These: Gen Z stört sich nicht an KI-Inhalten, eher im Gegenteil, sie akzeptiere sie problemlos. Dass Activision und Embark trotz Kritik Reichweiten erzielen, stützt seine Wahrnehmung.

Dabei geht es ihm nicht nur um sichtbare KI-Assets oder synthetische Stimmen. Navok betont, dass KI längst die frühe Entwicklungsphase prägt. Studios setzen generative Tools in der Konzeptarbeit ein, während andere sich bereits mit Modellen wie Claude beim Programmieren unterstützen. Für viele Teams bedeutet das schnellere Iterationen, geringere Kosten und kürzere Produktionszyklen. Das sind Vorteile, die im Wettbewerb zählen.

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Kreativität versus Effizienz: Wohin steuert die Branche?

Gleichzeitig bleibt der Widerstand laut. Ein Teil der Community fordert Transparenz und den Schutz klassischer Künstlerarbeit. Sie sehen die Gefahr, dass "AI Slop" Qualität verwässert und die kreative Handschrift verdrängt.

Navoks Position legt nahe, dass KI künftig fester ein Bestandteil des Entwicklungsprozesses wird, unabhängig vom moralischen Diskurs. Studios wägen ab, wo Effizienz gewinnt und wo die Handarbeit unverzichtbar bleibt. Was sagt ihr zu diesem Thema? Neuerdings wird es immer mehr von Entwicklern, Spielern und Studios aufgegriffen.

Quelle: gamereactor

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    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von McTrevor Mitglied
        Grundsätzlich kann KI da sicher sehr helfen beim Erstellen von Assets. Man lässt den Grundentwurf von der KI zimmern und kümmert sich dann in Handarbeit um die Feinheiten und das Individuelle. Aber wie hier bereits gesagt wurde muss dringend eine Entlohnung für die Urheber der Datenbasis mit der die KI trainiert wurde (rückwirkend) stattfinden. Das ist sonst nichts anderes als Diebstahl geistigen Eigentums und der ist nicht ok, nur weil KI gerade ein hippes Thema ist.
      • Von McTrevor Mitglied
        Grundsätzlich kann KI da sicher sehr helfen beim Erstellen von Assets. Man lässt den Grundentwurf von der KI zimmern und kümmert sich dann in Handarbeit um die Feinheiten und das Individuelle. Aber wie hier bereits gesagt wurde muss dringend eine Entlohnung für die Urheber der Datenbasis mit der die KI trainiert wurde (rückwirkend) stattfinden. Das ist sonst nichts anderes als Diebstahl geistigen Eigentums und der ist nicht ok, nur weil KI gerade ein hippes Thema ist.
      • Von LOX-TT Mitglied
        Würde ja schon helfen wenn KI "Werke" immer ein sichtbares Wasserzeichen haben müssten, sowol bei Bildern als auch Videos
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Neawoulf
        . Gerade auch, was das Trainingsmaterial von KI Bild- und Videogeneratoren angeht. Ich finde, da müsste mal was in Sachen Copyright geregelt werden. z. B. dass man kommerziell nur KI-Modelle nutzen darf, die mit Material gefüttert wurden, wo die originalen Ersteller des Trainingsmaterials auch für entlohnt werden.

        Seh ich auch als ein Problem.
        Eigene Kreativität soll unterstützt werden.
        Künstler haben nur dieses Einkommen und haben schon viele fantastische Dinge produziert.

        Wenn ihre Arbeit jetzt einfach benutzt wird um "Plagiate" zu generieren...
      • Von Orkhammer Hobby-Spieler/in
        Musste erstmal googeln, was das ist…AI Slop.
      • Von Neawoulf Mitglied
        In Sachen "AI Slop" hab ich selbst sehr gemischte Gefühle: Einerseits liebe ich es mit Bildgeneratoren für mich privat rumzuspielen, z. B. individuelle Grußkarten usw. zu erstellen. Und auch viele Kurzvideos finde ich sehr unterhaltsam, die anders nur mit extrem viel Aufwand zu machen wären, was aber die Zeit und das Geld nicht wert wäre für einen kurzen Witz, der nach ein paar Tagen nie wieder von irgendwem angeschaut wird.

        Aber wenn KI beginnt bezahlte Künstler zu ersetzen, dann wird es schwierig. Gerade auch, was das Trainingsmaterial von KI Bild- und Videogeneratoren angeht. Ich finde, da müsste mal was in Sachen Copyright geregelt werden. z. B. dass man kommerziell nur KI-Modelle nutzen darf, die mit Material gefüttert wurden, wo die originalen Ersteller des Trainingsmaterials auch für entlohnt werden.

        So könnte man als professioneller Künstler z. B. Trainings-Pakete für KI-Modelle verkaufen, die dann an bestimmte Bedingungen gebunden sind (dürfen nur für Anzahl x Projekte genutzt werden etc.).
      Direkt zum Diskussionsende
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