PlayStation: Warum Sonys Fehlen auf den Messen unübersehbar ist

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Kolumne Carlo Siebenhüner - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 17,55 €
PlayStation: Warum Sonys Fehlen auf den Messen unübersehbar ist
Quelle: Sony

In seiner Kolumne fragt sich Carlo Siebenhüner, wo Sony in diesem Sommer eigentlich war? Während Xbox auf der E3 und Gamescom eigene Showcases abgehalten hat, fehlte von PlayStation fast jede Spur. Dieses Fehlen ist mittlerweile ziemlich auffällig.

Es ist Ende August, die gamescom ist schon fast vorbei und mit ihr die Zeit der großen Sommerpräsentationen! Auch, wenn dieses Jahr wieder alles ausschließlich digital stattfand, haben sich viele große Hersteller dennoch an die Sommermonate gehalten, um ihre großen Showcases zu veranstalten. Dort werden traditionell die neuen Triple-A-Spiele gezeigt, die in den nächsten Monaten auf die Spieler zukommen.

Doch es gab auch einige Hersteller, die sich sehr zurückgehalten haben und einer dieser Kandidaten ist Sony. Die Japaner haben sich bereits in den vergangenen Jahren von den Messen distanziert, doch dieses Jahr ist es besonders aufgefallen. Gerade dieses Jahr war Sonys Schweigen so ohrenbetäubend laut, dass man es meiner Meinung nach nicht ignorieren kann.

Sony, wo bist du?

Dieser Gedanke hat auch mit dem großen Konkurrenten Xbox zu tun. Microsoft war diesen Sommer nämlich umso präsenter mit ihren Showcases im Zeitraum von E3 und Gamescom. Zugegeben, der Gamescom-Showcase war eher unspektakulär, aber gerade die E3 war ein absolutes Feuerwerk für Microsoft und Xbox. Starfield, Stalker, Replaced, Redfall, Somerville, Forza Horizon 5 und noch einige mehr wurden vorgestellt. Ein paar davon sind exklusiv, fast alle sofort im Game Pass.

Unter anderem mit dem ersten Trailer zu Starfield konnte Microsoft überzeugen.  Quelle: Bethesda Unter anderem mit dem ersten Trailer zu Starfield konnte Microsoft überzeugen.  Das Lineup trifft natürlich nicht jedermanns Geschmack, mich hat es dabei aber abgeholt und hört man in die verschiedenen Ecken des Internets, scheine ich damit nicht allein zu sein.
Der Showcase kam grundsätzlich sehr gut an und nicht selten hört man, Xbox hätte die E3 dieses Jahr gewonnen. Das kommt natürlich auch davon, dass andere Publisher nicht unbedingt das stärkste Lineup hatten. Meiner Meinung nach kommt dieser Eindruck aber vor allem davon, dass Sony nur abwesend vom Seitenrand zugschaut hat.

Ich versteh dabei die Taktik von der PlayStation-Front. Man will sich nicht mehr den Trubel von den Messen geben, wo zahlreiche Publisher ihre Spiele vorstellen und man dort selbst vielleicht untergeht. Deswegen macht man lieber eigene Showcases, die dann die maximale Aufmerksamkeit erhalten. Bis auf einen Indie-Showcase kam aber nicht mal das. Vor allem im Hinblick auf letztes Jahr, wo Sony richtig abgeräumt hat, ist das enttäuschend. Dieses Jahr schmuggelt man die Verschiebung vom Flaggschiff Horizon Forbidden West schon fast verschämt in die Opening Night der Gamescom. Das suggeriert und verstärkt das Bild, dass Sony aktuell nichts entgegenzusetzen hat und das obwohl sie dieses Jahr schon große Titel geliefert haben.

Es geht um die Außenwirkung

Und die kann Sony auch ganz anders. Schauen wir ein paar Jahre zurück ins Jahr 2013, sehen wir Sony und Microsoft noch ganz regulär auf der E3. Xbox One und PlayStation 4 waren frisch angekündigt. In dieser Zeit hat Microsoft schon sehr viel Vorarbeit geleistet, um den eigenen Ruf zu vernichten. Die Strategie zu diesem Zeitpunkt war noch, selbst Spiele auf Disc an den Account zu binden, die Konsole stetig mit dem Internet verbunden zu haben und obendrauf noch 100€ teurer zu sein, als die Konkurrenz.

In einem ironischen Video zeigt Sony, wie man auf der PlayStation 4 seine Spiele ausleihen kann. Eine volle Breitseite gegen Microsofts damalige Strategie. Quelle: Sony In einem ironischen Video zeigt Sony, wie man auf der PlayStation 4 seine Spiele ausleihen kann. Eine volle Breitseite gegen Microsofts damalige Strategie. Die nutzt das auch gleich aus, denn noch am selben Tag verwandelt Sony diese Steilvorlagen und zerstört die Xbox One im Grunde schon vor Release. Sony reagiert nämlich und baut in kurzer Zeit ganz klare Seitenhiebe auf die Xbox-Vorstellung in seine Präsentation. Sie betonen, dass man mit Disc-Spielen machen kann, was man will, sie unterbieten die Xbox im Preis und stellen sogar noch ein ironisches Video ins Netz, wie schwer oder einfach es ist, ein PlayStation 4 - Spiel von einem Freund auszuleihen.

Das war clever, souverän und vor allem für uns Spieler als Außenstehende unterhaltsam anzuschauen. Obendrauf zeigte dieses Verhalten Wirkung. Die PlayStation 4 ist Sonys zweitbeliebteste Konsole mit 115 Millionen verkauften Exemplaren. Da Microsoft keine Verkaufszahlen mehr meldet, schätzt man die Zahlen im grünen Lager auf ca. 50 Millionen und kommt damit nicht mal auf die Hälfte von Konkurrent Sony. Ein großer Ausschlag vor allem am Anfang war dabei sicherlich Sonys souveränes und sympathisches Auftreten.

Doch sind diese kleinen Schlagabtausche immer weniger geworden und spätestens dieses Jahr geht man jeder Konfrontation aus dem Weg. Sony hält die Füße still, während Microsoft die Sommerpräsentationen abräumt und gefeiert wird. PlayStation-Besitzer schauen dabei ein bisschen in die Röhre.

Über den Tellerrand

Andererseits geht es auch um die Außenwirkung, denn die großen Messen sind ebenfalls die Kontaktpunkte außerhalb des Videospielkosmos.
Wenn E3 oder Gamescom ist, dann berichten auch Medien darüber, die sonst nichts mit Gaming am Hut haben, wie die New York Times oder die Tagesschau. Die Reichweite wird also massiv gesteigert, vor allem, wenn man als "Gewinner" aus solchen Veranstaltungen auserkoren wird.

Da kann man jetzt natürlich dagegenhalten, dass die Marke PlayStation so groß ist, dass sie keine Hilfestellung für die Außenwirkung brauchen und das ist auch korrekt. Lässt PlayStation einen Tweet los, rasten alle aus und berichten darüber. Ich persönlich werde da aber nie das Gefühl los, dass Sony mal das Fenster vom Elfenbeinturm öffnet, um gönnerisch zu winken, denn mehr haben sie ja nicht nötig.

Produktbild der PlayStation 5 Quelle: Sony Die PlayStation 5 erreichte zuletzt 10 Millionen verkaufte Einheiten, während Xbox auf 6,5 Millionen Konsolen kam. Damit macht Xbox etwas Boden wieder gut.  Gerade was die Messen angeht, lassen sie Xbox damit außerdem freien Lauf, die das dankend ausnutzen. Schaut man sich die geschätzten Verkaufszahlen an, liegt die PS5 aktuell bei 10 Millionen verkauften Stück und die Xbox Series bei 6,5 Millionen. Die Xbox hat also an Beliebtheit aufgeholt und den Abstand verkleinert - mit Sonys ungewollter Hilfe durch Abwesenheit.

Im Endeffekt ist das Ergebnis nicht schlecht. Im Gegenteil ist es sogar sehr schön für Xbox-Fans und allgemein für Spieler. Schließlich belebt Konkurrenz das Geschäft und vielleicht steht Sony schon in den Startlöchern für einen starken Showcase in den nächsten Tagen. Nur fehlen mir die kleinen Sticheleien und Reaktionen aufeinander, denn die sind wunderbar unterhaltsam und sie haben durchaus auch ihre Wirkung.

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    • Kommentare (130)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von FeralKid Spiele-Kenner/in
        Zitat von TheRattlesnake
        Das denke ich mir bei dir auch die ganze Zeit. ;) Siehe Metacritic.
        Aber ich spekuliere nur. Du versuchst spekulationen als Fakten zu verkaufen. ;)
        Sry wenn ich da lachen muss! :D :D
      • Von FeralKid Spiele-Kenner/in
        Zitat von TheRattlesnake
        Das denke ich mir bei dir auch die ganze Zeit. ;) Siehe Metacritic.
        Aber ich spekuliere nur. Du versuchst spekulationen als Fakten zu verkaufen. ;)
        Sry wenn ich da lachen muss! :D :D
      • Von TheRattlesnake Spiele-Kenner/in
        Zitat von FeralKid
        Du drehst dir die Dinge einfach so zurecht wie sie dir in dein Bild passen?
        Das denke ich mir bei dir auch die ganze Zeit. ;) Siehe Metacritic.
        Aber ich spekuliere nur. Du versuchst spekulationen als Fakten zu verkaufen. ;)
      • Von McTrevor Mitglied
        Zitat von FeralKid
        Letztlich gehts dir hier scheinbar nur noch darum nicht nachzugeben. Argumentativ ist die Luft doch längst raus.
        Höret, höret!
      • Von FeralKid Spiele-Kenner/in
        Zitat von TheRattlesnake
        Das habe ich mitbekommen. Nichts anderes habe ich gesagt. Aber war ja alles "frei erfunden" und "aus der Luft gegriffen".
        Wie das Spiel heute aussieht weiß ich nicht da man von dem Spiel kaum noch was gehört hat und mich das Spiel auch Null interessiert.
        Fragt sich nur wie du nun zu der festen Überzeugung kommst dass das Spiel durch den Gamepass erfolgreich wurde wenn es jetzt so viel bei Steam gekauft wird?
        Vielleicht verkauft es sich ja auch einfach weil es jetzt genug Content bietet?
        Du hast was anderes geschrieben, aber lass uns bitte nicht noch alberner werden...
        Von dem Spiel hört man auch noch regelmässig. Ich denke auch dass man mitbekommen konnte, dass die Pirates of the Caribbien Brand als DLC verfügbar ist.
        Und wo schließt sich denn der GamePass Erfolg durch den Steamerfolg aus? Du drehst dir die Dinge einfach so zurecht wie sie dir in dein Bild passen? Die 20 Mio Spieler kommen ja aus sämtlichen Quellen, Steam wie auch dem GamePass. Das ist einfach naheliegend, alles andere wäre seltsam.

        Letztlich gehts dir hier scheinbar nur noch darum nicht nachzugeben. Argumentativ ist die Luft doch längst raus.
      • Von TheRattlesnake Spiele-Kenner/in
        Zitat von FeralKid
        Nimm Sea of Thieves - unser Beispiel. Das Spiel kam mit zu wenig Content auf den Markt und verfolgt einen starken GaaS Ansatz. Zurecht waren da anfangs Wertungen und Usercritic nicht gut.
        Das habe ich mitbekommen. Nichts anderes habe ich gesagt. Aber war ja alles "frei erfunden" und "aus der Luft gegriffen".
        Wie das Spiel heute aussieht weiß ich nicht da man von dem Spiel kaum noch was gehört hat und mich das Spiel auch Null interessiert.
        Fragt sich nur wie du nun zu der festen Überzeugung kommst dass das Spiel durch den Gamepass erfolgreich wurde wenn es jetzt so viel bei Steam gekauft wird?
        Vielleicht verkauft es sich ja auch einfach weil es jetzt genug Content bietet?
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