Baldur's Gate 4 & Elden Ring 2: Mut zur Fantasy!

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Kolumne Carlo Siebenhüner - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Baldur's Gate 4 & Elden Ring 2: Mut zur Fantasy!
Quelle: PC Games

Baldur's Gate & Elden Ring legten den Grundstein für eine neue Welle an klassischer Fantasy. Auch 2024 essen Fantasy-Fans gut mit Avowed, Dragons Dogma und mehr. In seiner Kolumne freut sich Carlo Siebenhüner über diese Entwicklung.

Werte Lords, Ladys und alle dazwischen und darüber hinaus. Ich wünsche euch noch ein frohes neues Jahr! Zum neuen Jahr gibt's auch gleich eine Style-Empfehlung von mir: Werft euch den Umhang über und schnallt die Lederstiefel fest! Wir reisen zurück ins Mittelalter!

Genauer gesagt, ins Fantasy-Mittelalter! Mit Schwertern, Bögen, Magie und fantastischen Geschöpfen! Es bedeutet schon was, dass ich das wieder so sagen kann, denn die Mittelalter-Fantasy war eine Zeit lang nicht so angesagt - zumindest im Triple-A-Markt.

Die Hochzeit der Fantasy

Aber das ändert sich gerade. Die klassische Fantasy ist wieder am Start und auch die großen Anbieter springen auf den Zug auf. Ich finde das fantastisch. Aber da geht noch mehr. Mit über 30 bin ich schon etwas älter - und ich weiß, dass einige von euch bei dieser Aussage jetzt vielleicht vor dem Bildschirm schmunzeln. Aber ich erinnere mich noch gut an den Anfang der 2000er, was schließlich auch schon 20 Jahre her ist.

Damals war die klassische Mittelalter-Fantasy voll im Trend. Im Gaming-Bereich hat das schon Ende der 90er mit Baldur's Gate angefangen. Mit den Herr-der-Ringe-Filmen wurde es dann zum Mainstream. Plötzlich waren Mittelalter, Orks, Zwerge und Zauberer in aller Munde. Das hat natürlich auch die Spiele beflügelt.

Die sind damals in eine ihrer größten Wachstumsphasen gestartet. Die PS2 war gerade erschienen und mit der Xbox startete eine ganz neue Plattform. Microsoft hat den eher japanisch geprägten Spielemarkt kräftig durchgeschüttelt und viele westliche Entwickler ins Konsolengeschäft gezogen.

Plötzlich war Morrowind auch auf der Konsole und nicht nur auf dem PC. Das öffnete ein Millionenpublikum und das Spiel mauserte sich zum zweit meistverkauften Titel auf der originalen Xbox. Fable war ebenfalls beliebt und zementierte neben Knights of the Old Republic den Ruf der Xbox als Rollenspielkonsole. Ein Ruf, der sogar heute noch mit hallt.

Der Charakter in Fable schießt einen Bogen Quelle: Microsoft  Apropos Bioware. Klar, die haben auch Star Wars gemacht, aber mit Neverwinter Nights sind sie der Fantasy treu geblieben und natürlich darf ich eine Reihe auf keinen Fall vergessen: Meine geliebte Gothic-Serie! Die Erfolge legten den Grundstein für eine ganze Welle von Mittelalter-Fantasy.

Morrowinds Nachfolger Oblivion war nach dem etwas abgefahrenen Morrowind-Setting dann komplett High Fantasy - inspiriert von Herr der Ringe. Gothic ging auch mehr in Richtung Drachen und klassische Fantasy. Blizzard mit WoW und Diablo dürfen wir natürlich nicht vergessen und erinnert ihr euch vielleicht noch an Two Worlds? Super Spielereihe - zu Unrecht vergessen.

Irgendwann startete Bioware dann mit der hochgelobten Dragon Age Serie und eine kleine Firma namens CD Project RED brachte das erste Projekt The Witcher raus. Was ich sagen will: Gerade in dieser Zeit haben Fans von Mittelalter-Fantasy gut gegessen.

Besonders die Open-World-Spiele, die damals im Kommen waren, sind bis heute toll. Allein zum ersten Mal durch die Berge und Wälder von Skyrim zu streifen, da denke ich noch heute gerne zurück.

Doch Anfang der 2010er ebbte diese Welle dann wieder ab. Die RPG-Entwickler widmeten sich verstärkt anderen Settings. Postapokalypse bei Bethesda zum Beispiel und Sci-Fi bei Bioware. CD Project Red legte zwar noch The Witcher 3 nach, aber danach ging es Richtung Cyberpunk.

Vor allem hat Cyberpunk dann wirklich was losgetreten. Spätestens als der allererste In-Engine-Trailer war es erst mal aus für die Fantasy im Triple-A-Bereich.

Bildergalerie

Der Hype war schon vor Release so groß, dass alle Entwickler irgendwas mit Cyberpunk oder zumindest Science Fiction starteten. Eine Entwicklung, die ich nie so cool fand. Auch solche wilden Mischwesen, wie Elex oder Horizon sind dann entstanden. Doch ich konnte mich mit dem wilden Mix Science-Fantasy nie richtig anfreunden.

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Waldek777 Anfänger/in
        Ich fände nur Mittelalter-Fantasy ganz schön öde und finde es gut, dass es Abwechslung gibt und wir eben zum Beispiel auch Cyberpunk oder Fallout haben. Dieses Hocharbeiten, a la vom Gefangenen zum mächtigen Kämpfer und Erlöser wie bei Skyrim ist doch kein Mittelalter-Fantasy Ding ubd funktioniert bei Fallout und ganz vielen RPG Spielen so ähnlich.
      • Von Waldek777 Anfänger/in
        Ich fände nur Mittelalter-Fantasy ganz schön öde und finde es gut, dass es Abwechslung gibt und wir eben zum Beispiel auch Cyberpunk oder Fallout haben. Dieses Hocharbeiten, a la vom Gefangenen zum mächtigen Kämpfer und Erlöser wie bei Skyrim ist doch kein Mittelalter-Fantasy Ding ubd funktioniert bei Fallout und ganz vielen RPG Spielen so ähnlich.
      • Von General-Lee Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Carlo Siebenhuener
        Ja, ich habs im Artikel ja auch angesprochen. Ich fands im Vorfeld auch eher uninteressant. Ich habe mich letztes Jahr eben eher auf Starfield gefreut.
        Jetzt hatte ich aber eben doch die Möglichkeit mal reinzuspielen und wurde angenehm positiv überrascht. Ich hätte zwar auch schon eine Liste an Dingen, die das Spiel für Anfänger noch sehr viel angenehmer machen würden. :-D
        Aber die Welt und das Worldbuilding halten mich echt gut bei der Stange - bisher. Kann natürlich sein, dass mich das auch irgendwann verliert.
        Drei Mal angefangen und 3 Mal wieder abgebrochen, leider muss ich sagen.
        Je länger das Spiel geht, umso mehr schwindet die Lust bei mir. Kann aber nicht wirklich sagen, warum das so ist.
      • Von Garfield1980 Mitglied
        Zitat von Nevrion
        Also wenn sie Baldurs Gate 4 machen, dann bitte ohne Origin-Charaktere. Das sorgt vor allem im Multiplayer für Unmut, wenn man mit 4 eigenen Chars dann die Quests und Romanzen der Origin-Charaktere nicht machen kann, weil a) 4 das Gruppenlimit ist und b) man nicht mit einem anderen Charakter weiterspielen kann.
        Ich liebe aber die Party Mitglieder
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Also wenn sie Baldurs Gate 4 machen, dann bitte ohne Origin-Charaktere. Das sorgt vor allem im Multiplayer für Unmut, wenn man mit 4 eigenen Chars dann die Quests und Romanzen der Origin-Charaktere nicht machen kann, weil a) 4 das Gruppenlimit ist und b) man nicht mit einem anderen Charakter weiterspielen kann.
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Zitat von General-Lee
        Sowas kommt vor, kein Ding.
        Für mich ist Mass Effect immer noch der Goldstandard, was Charkterzeichnung angeht.
        Dafür kann ich mit Baldurs Gate 3 nicht allzu viel anfangen. Finde das Spiel nicht sonderlich gut, das sehen auch viele ganz anders, ich weiß. ;)
        Ja, ich habs im Artikel ja auch angesprochen. Ich fands im Vorfeld auch eher uninteressant. Ich habe mich letztes Jahr eben eher auf Starfield gefreut.
        Jetzt hatte ich aber eben doch die Möglichkeit mal reinzuspielen und wurde angenehm positiv überrascht. Ich hätte zwar auch schon eine Liste an Dingen, die das Spiel für Anfänger noch sehr viel angenehmer machen würden. :D
        Aber die Welt und das Worldbuilding halten mich echt gut bei der Stange - bisher. Kann natürlich sein, dass mich das auch irgendwann verliert.
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