Ubisoft, Activision und Co.:Hört doch mehr auf eure Community! - Seite 2

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Kolumne Michael Grünwald - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 17,55 €
Ubisoft, Activision und Co.:Hört doch mehr auf eure Community! - Seite 2
Quelle: Ubisoft

Die Reaktionen auf Skull and Bones fallen eher negativ aus. Schuld daran ist laut Redakteur Michi die Tatsache, dass Entwickler zu selten auf Fans hören.

Außer der Entwicklung eines mittlerweile eingestellten VR-Spiels und eines Remakes von 2002, das noch in diesem Jahr herauskommen soll, hat Ubisoft jedoch nichts in petto. Und das ist wirklich äußerst schade! Stattdessen arbeiteten die Damen und Herren in den letzten Monaten unter anderem an einem weiteren Teil der Ghost-Recon-Reihe. Dieses Mal sollte der Open-World-Shooter ein Battle-Royale-Spiel namens Frontline werden, auf das wirklich niemand gewartet hat. Und naja, was soll ich sagen: Mittlerweile stellte Ubisoft die Entwicklung daran ein.

Nach Titeln wie den Shooter XDefiant und Skull and Bones sehnen sich vermutlich deutlich weniger Leute als nach einem neuen Splinter Cell. Der Release des letzten Teils liegt beinahe neun Jahre zurück. Ich könnte bei Ubisoft ewig so weitermachen. Die Entwicklungsgeschichten des Remakes von Prince of Persia: Sands of Time und die Siedler verdienen definitiv ebenfalls eine Erwähnung. Gerade bei Letztgenanntem bewiesen die Entwickler einmal mehr, dass sie keinen Wert auf die Wünsche ihrer Community legen.

Bis zum Verderben

Soldat mit Gewehr in der Hand im Vordergrund auf einem Schlachtfeld Quelle: Activision Ubisoft, Activision und Co.: Hört doch einfach mehr auf eure Community! (4) Wie es laufen kann, wenn man die Erwartungen der Fans nicht berücksichtigt, wissen auch Activision und die Entwicklerstudios der Marke Call of Duty. Lange Zeit hielten Spielerinnen und Spieler ihrem geliebten Shooter die Stange, mittlerweile geht es mit den Verkaufszahlen stetig bergab.

Das Problem fing Mitte der 2010er an, als die Community von Weltkriegs-Schießbuden und Zukunfts-Szenarien übersättigt war. Dennoch brachte Activision die Titel Advanced Warfare, Black Ops 3, Infinite Warfare, World War 2 und Black Ops 4 innerhalb von fünf Jahren auf den Markt.

Völlig egal, wie gut oder schlecht diese Spiele waren und welche Gameplay-Entscheidungen getroffen wurden - die Zeitspanne, in der Fans nicht ansatzweise das bekommen haben, was sie wollten, dürfte meiner Meinung nach bis heute Auswirkungen auf die Verkäufe haben.

Natürlich spielt beim Rückgang der Spielerzahlen bei Call of Duty auch das von vielen gehasste Skillbased Matchmaking eine Rolle. Eine weitere Entscheidung der Entwickler, die bei einer Mehrheit der Community nicht gut ankommt. Schließlich wird die skillbasierte Spielersuche so intransparent gehandhabt, dass niemand weiß, wie Lobbys in CoD zusammengestellt werden. Community-freundlich sieht anders aus!

Hauptsache, der Geldbeutel wächst

Ubisoft, Activision und Co.: Hört doch einfach mehr auf eure Community! (5) Quelle: EA Ubisoft, Activision und Co.: Hört doch einfach mehr auf eure Community! (5) Auffällig ist, dass es häufig die großen Entwickler und Publisher sind, die strikt ihr Ding durchziehen. Neben Ubisoft und Activision fällt mir da direkt Electronic Arts ein. Mit der riesigen Enttäuschung Battlefield 2042 wurden sie im letzten Jahr zusammen mit Entwickler DICE ordentlich abgestraft.

Viele Entwicklungsentscheidungen sind nach wie vor nicht nachvollziehbar. Dass beispielsweise die Klassen den Spezialisten weichen mussten, geht mit Sicherheit nicht auf das Feedback langjähriger Fans zurück. Natürlich beleben Abwechslung und neue Features alteingesessene Reihen, doch Neuerungen in anderen Abschnitten wären sinnvoller gewesen.

Stattdessen, und das behaupte ich jetzt einfach mal, ging es für EA in vielen Bereichen einmal mehr um den Profit mit dem Ingame-Shop, Charakter-Anpassungen und mehr. Ähnlich sieht das derzeit beim offiziellen Formel-1-Spiel von Codemasters F1 22 aus.

Hauptaugenmerk liegt auf dem neueingeführten F1-Life-Modus und den Supercars. Kein Fan der Reihe, und auch kein Fan der Formel 1 hat nach diesen Features gefragt, dennoch lässt sich das eigene Zuhause nun nach Belieben einrichten - Mikrotransaktionen inklusive. Dass sich die Community seit etlichen Jahren die volle Kontrolle über das Fahrzeug in der Boxengasse und häufiger aktualisierte Streckenführungen wünscht, scheint für EA dagegen egal zu sein.

Natürlich kommen aus der Community auch immer wieder schlechte oder nicht ganz ernst gemeinte Ideen. Aber ich denke, dass sich viele Fans gut genug auskennen, um ein Spiel mit ihrer Meinung verbessern zu können. Und für diese Vorschläge sollten Entwickler ein offenes Ohr haben.

Ausnahmen in der Spielebranche, bei denen die Community direkt in die Entwicklung miteingebunden ist, gibt's aber auch. Gerade bei Crowdfunding-Projekten haben die Finanzierer beispielsweise Mitspracherecht. Auch The Binding of Isaac ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit ablaufen kann. Bis heute gibt die Community des Spiels immer wieder positives oder negatives Feedback an das Entwicklerteam weiter und diese setzen viele Ideen zur Freude der Fans um.

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    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1705533002 Mitglied
        Toller Aritkel, danke dafür. Hier in den Kommis spricht mir [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] aus der Seele. Grundsätzlich habe ich höchstens hinzuzufügen, das ich die künstlerische Freiheit der Entwickler stets respektiere und immer offen für neues bin. Bestes Beispiel, das mir spontan einfällt, ist TLoZ The Wind Waker.

        Seinerzeit hatte ich mir auch ein Zelda im OoT-Stil gewünscht, letzten Endes hat mich Wind Waker aber mit seinem gewagten Stil richtig abholen können. All die selbsternannten "Fans" insbesondere im Netz würden doch am liebsten bis zum Sanktnimmerleinstag stets alten Wein in neuen Schläuchen präsentiert bekommen. Wobei ja dann auch die Keulen ausgepackt werden, weil ihnen die Innovation fehlt.

        Als Entwickler würde ich in Sachen Feedback auch das meiste sicherlich ausblenden. Abseits der lauten Stimmen im Netz kommt da sicher auch viel gutes Feedback per Mail bei den Devs an, welches konstruktiv und gesetzt ist. Und wenn ein Dev meint seine eigene Vision um jeden Preis durchsetzen zu müssen, dann ist es sein gutes Recht. Ob das auch von Erfolg gekrönt wird, wird sich ja dann zeigen.

        Das neue Monkey Island ist dabei gleich ein gutes Beispiel im Hinblick auf The Wind Waker. Letzteres wurde ja im Vorfeld auch verteufelt und als Untergang des Abendlandes von den "Fans" verschrien. Wie wir heute wissen, waren diese (vor)lauten Stimmen wieder einmal nur ganz wenige der breiten (schweigenden) Masse.

        Fazit: Das Internet war ein Fehler und ich freu mich riesig auf Return to Monkey Island ;-)
      • Von Gast1705533002 Mitglied
        Toller Aritkel, danke dafür. Hier in den Kommis spricht mir [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] aus der Seele. Grundsätzlich habe ich höchstens hinzuzufügen, das ich die künstlerische Freiheit der Entwickler stets respektiere und immer offen für neues bin. Bestes Beispiel, das mir spontan einfällt, ist TLoZ The Wind Waker.

        Seinerzeit hatte ich mir auch ein Zelda im OoT-Stil gewünscht, letzten Endes hat mich Wind Waker aber mit seinem gewagten Stil richtig abholen können. All die selbsternannten "Fans" insbesondere im Netz würden doch am liebsten bis zum Sanktnimmerleinstag stets alten Wein in neuen Schläuchen präsentiert bekommen. Wobei ja dann auch die Keulen ausgepackt werden, weil ihnen die Innovation fehlt.

        Als Entwickler würde ich in Sachen Feedback auch das meiste sicherlich ausblenden. Abseits der lauten Stimmen im Netz kommt da sicher auch viel gutes Feedback per Mail bei den Devs an, welches konstruktiv und gesetzt ist. Und wenn ein Dev meint seine eigene Vision um jeden Preis durchsetzen zu müssen, dann ist es sein gutes Recht. Ob das auch von Erfolg gekrönt wird, wird sich ja dann zeigen.

        Das neue Monkey Island ist dabei gleich ein gutes Beispiel im Hinblick auf The Wind Waker. Letzteres wurde ja im Vorfeld auch verteufelt und als Untergang des Abendlandes von den "Fans" verschrien. Wie wir heute wissen, waren diese (vor)lauten Stimmen wieder einmal nur ganz wenige der breiten (schweigenden) Masse.

        Fazit: Das Internet war ein Fehler und ich freu mich riesig auf Return to Monkey Island ;-)
      • Von fud1974 Mitglied
        Zitat von MichaelG
        Meine Wünsche

        -weniger GaaS-Titel
        -weniger MP-Zwang mehr SP-Titel
        -aus AC kein Portal mit zig MP-Teilen machen
        -keine Fokussierung auf Mobile Titel
        -gute Ips (Splinter Cell, Prince of Persia) nicht vergessen
        -kein copy&paste selbst über Ip-Grenzen hinweg (Ghost Recon/FC z.B.)
        -keine Spielemonster mit 150-200 h Spielzeit (speziell mittlerweile bei AC), es reichen da oft auch schon 40-50 h für ein intensives Erlebnis
        Tja, alles Wünsche die direkt aus der Horrorliste der meisten großen Publisher kommen die man heute eben NICHT mehr machen will befürchte ich...
      • Von MichaelG Mitglied
        Meine Wünsche

        -weniger GaaS-Titel
        -weniger MP-Zwang mehr SP-Titel
        -aus AC kein Portal mit zig MP-Teilen machen
        -keine Fokussierung auf Mobile Titel
        -gute Ips (Splinter Cell, Prince of Persia) nicht vergessen
        -kein copy&paste selbst über Ip-Grenzen hinweg (Ghost Recon/FC z.B.)
        -keine Spielemonster mit 150-200 h Spielzeit (speziell mittlerweile bei AC), es reichen da oft auch schon 40-50 h für ein intensives Erlebnis
      • Von AlBundyFan Hobby-Spieler/in
        ich sage "auf fans hören" ist einfach falsch ... denn fans sind keine homogene masse. d.h. 100 leute haben 200 ideen von denen sich ein paar überschneiden, andere nicht, manche gegensätzlich sind. wie soll man da "auf fans hören"?
        auch stellen sich manche irgendwelche features vor aber verstehen die ganze interaktion mit den restlichen features eines spiels nicht.

        außerdem ist "meckern" beliebter als zustimmen. und die leser von magazinen wie pcgames und anderen sind anscheinend nicht die mehrheit denn ansonsten würden sich manche spiele kaum verkaufen so viel kritik wie man auf solchen portalen wie hier liest.

        99% der spieler schreiben übrigens nie irgendetwas auf irgendeinem spieleportal auch wenn sie ein spiel spielen.
        man braucht ja nur mal bei z.b. steam schaun wie groß der unterschied ist zwischen der anzahl der käufer und der anzahl der bewerter mit text. und wenn man mehr als 10 wörter erwartet dann sind nochmal die hälfte der bewertungen abzuziehen.
      • Von ZgamerZ Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Zybba
        Geht mir eher weniger so.
        Ich hab gerade mal geschaut, mein letztes gekauftes Ubisoft Spiel ist Rainbow Six Siege.

        The Division 2 hatte ich noch geschenkt bekommen, das hat mir auch einige Zeit Spaß gebracht.

        Fairerweise muss ich aber sagen, dass Ubisoft außer Far Cry wenig für mich im Angebot hatte. AC hat mich nie groß interessiert.

        Ich wollte nach dem Gamebreaker in Watch Dogs Legion eigentlich NIE WIEDER ein Ubischrottspiel anfassen. Aber naja, dann lag da in dieser Grabbelkiste Farcry 6 herum für 20 Öcken, ich hab`s mitgenommen, installiert und ganz aus Versehen ziemlichen Gefallen daran gefunden. Ein Meisterwerk ist es beiweitem nicht, technisch in ein paar Punkten sogar ein Rückschritt zu 5 und New Dawn.

        Aber es spielt sich auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad, mit ausgeschaltetem Hirn wunderbar vor sich hin. Und das mag ich aktuell einfach. Die Cutscenes in denen die guten vorkommen, drücke ich weg, die in denen die Schurken vorkommen, lasse ich laufen. Um der Story zu folgen reicht das völlig aus. Der Rest wird halt einfach ignoriert.

        In meiner Spielesammlung kommt Ubisoft mittlerweile auch nur noch in Form von Farcry vor. Watch Dogs wurde inzwischen erfolgreich aus meiner Bibliothek entfernt. Alles andere, was die so produzieren, nehme ich meistens nicht mal mehr wahr.
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