Test zu Call of Duty - Black Ops 4: Mehr Multiplayer statt Kampagne - geht die Rechnung auf?
Da war die Aufregung groß: Activison kündigte für dieses Jahr ein CoD ganz ohne Kampagne an - dafür sollten wir mit gleich drei Online-Mehrspielermodi glücklich gestellt werden. In unserem Test klären wir, ob der neue Battle-Royale-Modus namens Blackout das Fehlen wieder kompensiert und sagen euch, wie gut Black Ops 4 schlussendlich geworden ist.
Die einen sehen es als den natürlichen Lauf der Dinge an, die anderen haben sich wiederum bei der Ankündigung von Call of Duty: Black Ops 4 tierisch geärgert. Treyarch - der für den diesjährigen CoD-Ableger verantwortliche Entwickler - hatte entschieden, dass der nunmehr 15. Teil der renommierten Ego-Shooter-Reihe erstmals ohne eine bombastische Singleplayer-Kampagne auskommen soll. Die Entwicklung der sekundengenau getakteten Story war in den letzten Jahren ein Kraftakt sondergleichen, jedoch waren viele der (ehemaligen) Fans der Reihe oftmals unzufrieden mit der Einzelspielererfahrung. Die Charaktere waren den einen zu klischeehaft, die anderen störten sich hingegen an der patriotisch angehauchten Handlung und so manchen schmeckten die stark durchgescripteten, schlauchartigen Levels nicht.
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Laut Statistiken haben die Spieler auch tatsächlich die allermeisten Stunden mit den Mehrspielermodi verbracht und daher können wir - wenn auch mit ein wenig Wehmut - Treyarchs Entscheidung gegen die Singleplayer-Kampagne gut nachvollziehen. Mit den freigewordenen Ressourcen hat das Studio nicht nur den bisher umfangreichsten klassischen Mehrspielermodus der Reihe aufgebaut und die Zombie-Kämpfe kräftig aufgestockt, sondern liefert obendrein die bis dato technisch saubersten Battle-Royale-Gefechte. Ob das neue Trio der etwas angestaubten Reihe genügend frischen Wind in die Segel bläst und der Wegfall der Einzelspielerkampagne durch den Last-Man-Standing-Modus passend kompensiert wird, das wollen wir nun in unserem Test von Call of Duty: Black Ops 4 klären.
Call of Duty - Black Ops 4 im Test: PUBG lässt grüßen
PUBG und Fortnite haben dafür gesorgt, dass Battle-Royale-Gefechte aus dem Online-Shooter-Genre kaum noch wegzudenken sind - auch der große CoD-Konkurrent Battlefield 5 soll über einen entsprechenden Modus verfügen. Während PUBG weiterhin mit einigen technischen Schwierigkeiten, einem holprigen Einstieg und einer eher durchschnittlichen Grafik zu kämpfen hat, ist Fortnites Comic-Optik und die doch recht junge Spielerschaft ein ähnlicher Grund dafür, dass viele (ältere) Genrefans bisher nicht in den Genuss der äußerst spannenden Last-Man-Standing-Gefechte gekommen sind. Genau das möchte Treyarch mit dem neu eingeführten Blackout-Modus ändern. Optisch unterscheidet sich der Modus nicht von den klassischen Mehrspielergefechten und auch das bis heute fast ungeschlagene Gunplay und das rasante Movement-System sind identisch.
Ergo: Uns erwartet in Call of Duty Black Ops 4 (jetzt kaufen 89,95 € ) zwar nicht die Edel-Grafik eines Battlefield, aber dafür ein sehr erprobtes und fein austariertes Spielsystem. Als offensichtliche Inspiration für das Gameplay dient hingegen PUBG: Wir springen von einem Helikopter in einem Wingsuit auf eine riesige Map, sammeln anschließend möglichst viel Loot in Form von Waffen, Visieren, Healthpacks sowie Panzerungen ein und versuchen uns dann gegen die 99 anderen Spieler zu behaupten. Damit die letzten Überlebenden auf der Karte aufeinander treffen, gibt es noch eine Energiekuppel, die sich mit der Zeit immer mehr verkleinert. Wenn wir uns außerhalb der Kuppel befinden, erleiden wir nämlich Schaden und sind so - je nach Anzahl der mitgeführten Healthpacks - in wenigen Sekunden oder Minuten tot.
Quelle: PC Games
Die Blackout-Karte bietet viel Abwechslung und obendrein ein Wiedersehen mit altbekannten Multiplayer-Maps der Reihe. Hier im Bild sehen Nuke Town.
Den Blackout-Modus kann man - wie auch PUBG - entweder alleine, zu zweit oder zu viert bestreiten. So oder so sind die Gefechte höchst nervenaufreibend - aber im positiven Sinne. Mit der Zeit lernt man zwar die Map relativ gut kennen und weiß, in welchen Gebieten es recht wahrscheinlich gute Drops gibt, aber man kann natürlich nie genau voraussehen, was die anderen Spieler vorhaben und auf welche Taktik sie setzen. Es kann durchaus vorkommen, dass man in vier von fünf Partien gleich in den ersten Minuten erschossen wird, weil man in einem Areal angefangen hat, in der zig andere Spieler unterwegs sind und bereits alle Waffen eingesammelt haben. Oder man läuft nichtsahnend durch einen Wald und hört nicht einmal den tödlichen Sniper-Schuss, der einem aus der Partie schleudert. Ebenso kommt es vor, dass man am eigenen Skill scheitert und so etwa zu schlecht auf eine Gruppe von Gegnern zielt oder im Panik-Modus aus Versehen auf die Springen-Taste drückt. Mit etwas Beharrlichkeit lernt man aber von jeder einzelnen Partie und so erhöhen sich auch die Überlebenschancen. Ob man aber schlussendlich in einer Runde als letzter übrig bleibt, hängt oftmals auch von Glück ab. Wer zum Beispiel gleich zu Anfang in dem Gebiet landet, wo die Energiekuppel am Ende ihren kleinsten Radius hat, kann sich in aller Ruhe verschanzen und mit einem Sniper-Gewehr die anrückenden Feinde aus einer sicheren Stellung aufs Korn nehmen. Der Glücksfaktor hat uns aber nicht davon abgehalten, es bis spät in die Nacht immer wieder aufs Neue zu versuchen - hier könnte man fast schon einen suchterzeugenden Spielmodus sprechen.
Call of Duty - Black Ops 4 im Test: Die feinen Unterschiede
Der Blackout-Modus wirkt also auf den ersten Blick fast wie eine dreiste Kopie von PUBG - nur eben in technisch sauberer Form. Doch gibt es auch viele kleine Unterschiede, die dafür sorgen, dass die Gefechte in mancher Hinsicht schneller ablaufen und andererseits mehr taktische Optionen bieten als die Mutter aller Battle-Royale-Spiele. So werden einige PUBG-Fans sich recht wahrscheinlich über die relativ einfache Ballistik und die am Ende eher geringen spielerischen Unterschiede zwischen den einzelnen Sturm-, Maschinen- und Sniper-Gewehren beschweren. Ebenso ist die Blackout-Karte im Vergleich zu Erangel von PUBG etwas kompakter und dadurch kommt es recht schnell zu Begegnungen mit anderen Spielern. Uns hat das aber überhaupt nicht gestört, da so die unnötig langen Laufwege entfallen und zudem das Gunplay und das Movement-System sehr gut für Kämpfe aus naher Distanz geeignet sind. Zudem kann man sich nicht wirklich über die Dimensionen der Karte beschweren: Sie ist so groß, dass man gerne mit Fahrzeugen wie Buggies, LKWs und Helikoptern auf der Map unterwegs ist. Insgesamt waren wir einfach begeistert über die Architektur der Karte. So sind die einzelnen Areale leicht voneinander zu unterscheiden, sehen trotz der etwas betagten Grafik-Engine super aus und bieten einen perfekten Raum für heiße Gefechte. Außerdem gibt es noch viele geheime Bereiche auf der Karte, die es zu entdecken gilt. In einer kleinen, in einem Wald versteckten Militärbasis kann man sich zum Beispiel hervorragend ausrüsten und auf einer Baustelle gibt es noch einen unterirdischen Bereich, den man über einen Schalter aufschließt und sich oftmals über einen fettes Scharfschützengewehr als Loot freuen darf.
Quelle: PC Games
Auf der Blackout-Karte sind viele Geheimnisse versteckt. Auf einer Baustelle kann man zum Beispiel einen unterirdischen Bereich öffnen.
Taktischer als PUBG ist der Blackout-Modus von Call of Duty: Black Ops 4 hingegen wegen der Perks und Gadgets. Als Loot sammeln wir nicht nur Ausrüstungsgegenstände, sondern auch Verbesserungen, die uns etwa warnen, wenn auf uns gezielt wird oder mit deren Hilfe wir uns fast lautlos bewegen. Die Perks halten jedoch nicht ewig, man muss sie gezielt in der passenden Situation einsetzen. Manche der Verbesserungen dienen auch dem Teamplay und lassen uns zum Beispiel Squad-Mitglieder schneller wiederbeleben oder wir können unsere Kameraden auch durch Wände sehen. Unserer Erfahrung nach können die Verbesserungen tatsächlich spielentscheidender sein als die sonstige Ausrüstung - wenn man den Feind lange vor ihm hört, hilft ihm seine Stufe-3-Rüstung und seine schnelles Sturmgewehr mit 4X-Zoom auch nicht mehr weiter.
Call of Duty - Black Ops 4 im Test: Nicht nur für die jungen Wilden
In unseren Augen ist der Blackout-Modus im Vergleich zu PUBG besser für Spieler geeignet, die vielleicht nicht die besten Scharfschützen der Welt sind und nicht (mehr) über die Reflexe einer jungen Raubkatze verfügen. Das dürfte ein wichtiger Faktor sein, wenn es um die etwas älteren Spieler geht. Doch auch Fans anderer Battle-Royale-Titel werden mit dem Blackout-Modus zufriedengestellt, zumal der große Konkurrent technisch längst nicht so weit ist wie Black Ops 4. Wir haben während unserer Spielzeit von mehr als 30 Stunden nur zwei Abstürze erlebt, einen Gummiband-Effekt (wie man ihn immer noch aus PUBG kennt) gab es nicht einmal in den ersten Spielminuten einer Partie und zu heftigen Rucklern kam es in keinem der Gebiete auf der Karte. Wer also Lust auf faire und reibungslose Battle-Royale-Gefechte hat, ist unserer Meinung nach mit dem Blackout-Modus aktuell am besten beraten. Wie es schlussendlich um Themen wie Cheater oder zukünftiges Kartenfutter steht, können wir hingegen aktuell nicht beantworten. Während des Tests sind wir jedenfalls nicht auf Spieler gestoßen, die offensichtlich Aimbots oder ähnliches einsetzen - aber das kann sich bekanntlich noch ändern.

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Balck Ops 3 war ich meist immer oben dabei. Hier hab Ich oft Runden wo ich auf den Sack bekomme und hier und da mal ne gute Runde. So richtig gut aber eher selten. Muss hier aber auch öfters spielen und Mapkentniss sammeln. Hier ist es aber auch oft so das viele Seiten offen sind und man aus allen richtungen teilweise abgeschossen werden kann. dazu die Spwans und dann artet das auch mal in richtige Scheissrunden aus :) Ansonsten muss man halt mal mit Leuten zocken die man kennt. Mein Nick ist der gleiche wie hier :)
und leider spiele ich halt besonders gern Herrschaft, da ist das sehr frustrierend...