Soundkarten und Audio-Interfaces: Wann was Sinn macht - Kaufberatung und Marktübersicht

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Soundkarten und Audio-Interfaces: Wann was Sinn macht - Kaufberatung und Marktübersicht
Quelle: Creative

Wir erklären euch, wann eine Soundkarte heutzutage noch Sinn machen kann. Außerdem gibt es eine Marktübersicht, auch mit sogenannten Audio-Interfaces.

In unseren regelmäßigen Specials zum Thema Sound für den PC haben wir uns in den letzten Jahren stets auf die Themen Lautsprecher und Kopfhörer konzentriert. Soundkarten hingegen waren nur ein Randthema, und zwar aus vielerlei Gründen, die wir gleich noch etwas ausführlicher erläutern wollen. In unserem heutigen Special stehen Soundkarten allerdings wieder mehr im Mittelpunkt, hinzu kommen sogenannte Audio-Interfaces. Beides natürlich inklusive einer Marktübersicht. Aber auch um Anschluss- und Übertragungsarten kümmern wir uns, da dies nicht unwichtig ist, um einzuschätzen, ob der Kauf einer Soundkarte überhaupt Sinn macht. Hierfür müssen wir erst ausführlich erklären, was analoger Sound bedeutet - und damit beginnen wir unser Special auch.

Sound analog übertragen

Bei der analogen Übertragung von Sound werden vereinfacht gesagt Stromschwankungen zu den Boxen oder einem Endgerät, an dem die Boxen angeschlossen sind, gesendet. Für Kopfhörer gilt dasselbe, sofern es sich um Modell mit Klinkenstecker handelt. Über analog genutzte Audiokabel fließen dabei schwache Stromstärken, die nur für Kopfhörer oder sehr kleine Boxen ausreichen würden. Daher ist ab einer gewissen Boxengröße zwingend ein Verstärker nötig, der bei aktiven PC-Boxensets in einer der beiden Boxen steckt. Je nach Modell hat auch jede Box einen eigenen Verstärker.

Im Hi-Fi-Bereich kommt ein separater Verstärker oder AV-Receiver zum Einsatz. Egal, ob dieser den Sound analog oder digital empfängt: Er versorgt die an ihm angeschlossenen Boxen wiederum analog. Man nennt passende Boxen auch passiv, da der Verstärker sie über Lautsprecherkabel mit so großen Stromspannungen versorgt, dass selbst bei vielen Metern Kabelweg kein Verstärker in der jeweiligen Box nötig ist.

Stecker für analoge Soundübertragung

Immer dann, wenn ihr Klinkenstecker aus Metall verwendet, um den Sound vom PC zu den Boxen oder zu einem zwischenschalteten Verstärker zu senden, handelt es sich um eine analoge Soundübertragung. Dabei sind 3,5mm-Stecker seit Jahrzehnten der Standard für PCs - diese Steckergröße kennt ihr auch beispielsweise von vielen Smartphones oder tragbaren MP3- oder CD-Playern.

Bei Hi-Fi-Kopfhörern oder bei Geräten in der Musikproduktion wird beim Stecker meistens das 6,35mm-Format verwendet. Einige Boxensets haben auch Cinch-Anschlüsse, die sicher jeder kennt, der einen Verstärker oder AV-Receiver hat.

An alle Geräte mit 3,5mm-Buchse, so wie bei diesem Sony-Smartphone,  kann man alle Lautsprecher oder Kopfhörer anschließen, die einen 3,5m-Klnkenstecker haben ()per Adapter auch 6,35mm-Stecker). Quelle: Sony (Pressemitteilung) An alle Geräte mit 3,5mm-Buchse, so wie bei diesem Sony-Smartphone,  kann man alle Lautsprecher oder Kopfhörer anschließen, die einen 3,5m-Klnkenstecker haben ()per Adapter auch 6,35mm-Stecker). Wichtig zu wissen ist dabei: Cinch-Stecker (auch RCA genannt) sind immer nur mono - daher gibt es bei Verstärkern oder auch entsprechenden Boxensets stets zwei Buchsen pro Stereo-Audioquelle. Die eine Buchse empfängt die Soundinformationen für den linken Kanal, die andere die für den rechten Kanal.

Zwei Ausnahmen gibt es: Bei aktiven Subwoofern und Center-Lautsprechern fließt nur ein Mono-Signal - es wird also nur 1x Cinch genutzt. Und: Bei der digitalen "koaxialen" Übertragung verwendet man Cinch, aber nur einen einzigen Stecker, da es sich um einen einzelnen Datenstrom für alle Kanäle handelt.

Bei den Klinkensteckern, egal ob 3,5mm oder 6,35mm, reicht ein einziger Klinkenstecker für Stereosound aus, bei Headsets sogar noch zusätzlich für das Mikrofon. Es gibt aber auch Mono-Klinkenstecker.

Zu erkennen ist die genaue Art an der Anzahl an Segmenten im metallischen Bereich respektive den Ringen, die für die Segmentierung sorgen. Ein Segment ist immer für die Masse da. Hat ein Stecker also nur einen Ring und somit zwei Segmente, kann er analogen Sound nur in Mono übertragen. Bei zwei Ringen handelt es sich um Stereo, und die Headset-Stecker haben drei Ringe.

Wollt ihr den Sound von einem gängigen Onboard-Sound zu einem Boxenset oder Verstärker mit Cinch übertragen, braucht ihr ein Adapterkabel mit einem Stereo-3,5mm-Stecker am einen und zwei Cinch-Steckern am anderen Ende. Um 5.1-Sound analog zu übertragen, was bei einigen wenigen Surround-PC-Boxensets noch möglich ist, braucht ihr drei Stereo-Klinkenstecker oder sechs Cinch-Stecker, denn es sind ja 6 Kanäle, die übertragen werden müssen.

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  1. Seite 1 Soundkarten: Analoge Soundübertragung und Steckerformate
  2. Seite 2 Soundkarten: Wann sie keinen Sinn machen und ein Fehlkauf sind
  3. Seite 3 Soundkarten: Audio-Interfaces und Nahfeld-Monitore
  4. Seite 4 Soundkarten: Kauftipps und Marktübersicht
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von AntonioFunes Freier Autor
        Zitat von x2k
        "Der zweitgrößte Fehler: Ihr kauft eine gute Soundkarte, habt aber nur mäßige Boxen oder Kopfhörer. Die Kombination aus einer 100 Euro-Soundkarte mit einem 40 Euro-Boxenset wird am Ende schlechter sein, als wenn ihr ein Boxenset für 100 Euro direkt an einem modernen Mainboardsound verwendet."
        Da hat sich ein fehler eingeschlichen. Wenn die Quelle schon kein gutes Signal liefert wird auch der teuerste und beste Kopfhörer keinen Hauch besser sein. Anders herum kann aber eine Soundkarte mit einem vernünftigen verstärker mehr energie in die Übertragung leisten und somit eher schwächere Kopfhörer besser antreiben als ein billiges codec vom Mainboard.
        Das ist zum großen Teil falsch. Mit guten Boxen hast Du auch bei einem mäßigen Ausgang einen besseren Sound als mit schlechten Boxen. Damit Du trotz guter Boxen keinen Unterschied zu schlechten Boxen hörst, müsste die Quelle schon ENORM mies sein, was bei Onboardsound schon seit Jahren nicht der Fall ist.

        Und alle Erfahrung zeigt, dass der Qualitätsgewinn mit guten Boxen höher ist als wenn du schlechte Boxen hast und eine gute Soundkarte dazukaufst.

        Ich rede hier natürlich nicht davon, dass man sich Boxen für 400€ kauft und vorher welche für 200€ hatte. Sondern viele haben Boxen für 20, 30 vielleicht 50 Euro (oder bei 5.1 für 40, 50 oder maximal 100 Euro). Und wenn man dann 100 Euro in eine Soundkarte investieren würde, wird der Qualitätsgewinn geringer sein als wenn man sich stattdessen ein neues 100 Euro-Stereo-Boxenset kauft.

        Bei Kopfhörern kann das anders aussehen, WENN man sich gute Kopfhörer kauft, die hochohmig sind. Den Ohm-Wert erfährt man oft beim Hersteller, manche bieten sogar Modelle in zwei Varianten an, zB gibt es einige Beyerdynamic-Modelle mit 32 Ohm für mobile Geräte oder Onboardsound/Laptops sowie mit 250 Ohm für HiFi-Verstärker, Audio-Interfaces oder Soundkarten mit Kopfhörerverstärker.

        Für Kopfhörer mit hohen Ohm-Werten kann manch ein Mainboardsound in der Tat einfach nur zu schwach sein - vlt. hätte ich im Zitat das "oder Kopfhörer" einschränken sollen. Allerdings haben selbst viele separate Soundkarten keine besseren Kopfhörer-Ausgänge, erst ab 80 Euro für eine Soundkarte gibt es eine extra Kopfhörer-Verstärkung.

        Zitat von x2k
        Im übrigen geht es nicht nur darum wie etwas Übertagen wird, sondern auch wieviel.
        Pchg hatte damals ein vergleich zwischen soundkarte und codec gemacht. Dabei wurde eine Szene aus einem spiel zweimal hintereinander gezeigt einmal mit Soundkarte einmal mit codec. Man hat bei der Soundkarte deutlich mehr gehört.
        Meine Kombination aus Kraken und einer AE-5 ist selbst den teuren und achso tollen gaming headsets Haushoch überlegen.
        Was meinst du mit "codec" ? Direkt aus dem Spiel per Graka-HDMI? Oder umgewandelt in einen DTS-Stream via Toslink? Das muss du mal genauer erläutern, sonst sagt das nichts aus. Was genau haben die da wie und wo angeschlossen?
      • Von AntonioFunes Freier Autor
        Zitat von x2k
        "Der zweitgrößte Fehler: Ihr kauft eine gute Soundkarte, habt aber nur mäßige Boxen oder Kopfhörer. Die Kombination aus einer 100 Euro-Soundkarte mit einem 40 Euro-Boxenset wird am Ende schlechter sein, als wenn ihr ein Boxenset für 100 Euro direkt an einem modernen Mainboardsound verwendet."
        Da hat sich ein fehler eingeschlichen. Wenn die Quelle schon kein gutes Signal liefert wird auch der teuerste und beste Kopfhörer keinen Hauch besser sein. Anders herum kann aber eine Soundkarte mit einem vernünftigen verstärker mehr energie in die Übertragung leisten und somit eher schwächere Kopfhörer besser antreiben als ein billiges codec vom Mainboard.
        Das ist zum großen Teil falsch. Mit guten Boxen hast Du auch bei einem mäßigen Ausgang einen besseren Sound als mit schlechten Boxen. Damit Du trotz guter Boxen keinen Unterschied zu schlechten Boxen hörst, müsste die Quelle schon ENORM mies sein, was bei Onboardsound schon seit Jahren nicht der Fall ist.

        Und alle Erfahrung zeigt, dass der Qualitätsgewinn mit guten Boxen höher ist als wenn du schlechte Boxen hast und eine gute Soundkarte dazukaufst.

        Ich rede hier natürlich nicht davon, dass man sich Boxen für 400€ kauft und vorher welche für 200€ hatte. Sondern viele haben Boxen für 20, 30 vielleicht 50 Euro (oder bei 5.1 für 40, 50 oder maximal 100 Euro). Und wenn man dann 100 Euro in eine Soundkarte investieren würde, wird der Qualitätsgewinn geringer sein als wenn man sich stattdessen ein neues 100 Euro-Stereo-Boxenset kauft.

        Bei Kopfhörern kann das anders aussehen, WENN man sich gute Kopfhörer kauft, die hochohmig sind. Den Ohm-Wert erfährt man oft beim Hersteller, manche bieten sogar Modelle in zwei Varianten an, zB gibt es einige Beyerdynamic-Modelle mit 32 Ohm für mobile Geräte oder Onboardsound/Laptops sowie mit 250 Ohm für HiFi-Verstärker, Audio-Interfaces oder Soundkarten mit Kopfhörerverstärker.

        Für Kopfhörer mit hohen Ohm-Werten kann manch ein Mainboardsound in der Tat einfach nur zu schwach sein - vlt. hätte ich im Zitat das "oder Kopfhörer" einschränken sollen. Allerdings haben selbst viele separate Soundkarten keine besseren Kopfhörer-Ausgänge, erst ab 80 Euro für eine Soundkarte gibt es eine extra Kopfhörer-Verstärkung.

        Zitat von x2k
        Im übrigen geht es nicht nur darum wie etwas Übertagen wird, sondern auch wieviel.
        Pchg hatte damals ein vergleich zwischen soundkarte und codec gemacht. Dabei wurde eine Szene aus einem spiel zweimal hintereinander gezeigt einmal mit Soundkarte einmal mit codec. Man hat bei der Soundkarte deutlich mehr gehört.
        Meine Kombination aus Kraken und einer AE-5 ist selbst den teuren und achso tollen gaming headsets Haushoch überlegen.
        Was meinst du mit "codec" ? Direkt aus dem Spiel per Graka-HDMI? Oder umgewandelt in einen DTS-Stream via Toslink? Das muss du mal genauer erläutern, sonst sagt das nichts aus. Was genau haben die da wie und wo angeschlossen?
      • Von AntonioFunes Freier Autor
        Zitat von TheRattlesnake
        Was heißt denn "die wenigen die noch ein 5.1 Boxensystem nutzen"?
        Was hat man denn sonst heutzutage? Haben mittlerweile etwa alle Kopfhörer am PC? :B
        Die weitaus meisten haben Stereo (2.0 oder 2.1) oder Kopfhörer, aber eben kein 5.1-Boxenset - daher gibt es auch fast gar keine 5.1-Sets mehr im Handel, da kaum mehr jemand so was für die PC nutzen will.

        Das heißt ja nicht, dass keiner mehr ein solches Set von früher hat. Ich schrieb ja auch, dass ein Grund für den Soundkartenkauf sein kann, dass eben noch ein solches Set hat - dann lohnt sich der Kauf einer Soundkarte aber nur, wenn man eine analoge Verbindung herstellt oder aber wenn der Onboardsound den Sound nicht digital als 5.1 senden kann und man daher eine Karte zwingend braucht, die auch bei Games ein DTS- oder DD-Signal erzeugen kann.
      • Von Sbf93 Gelegenheitsspieler/in
        Für mich sind Sound-Karten schon seit Jahren obsolet.
        Für den Monitor reicht mir ein USB-Headset und fürs Heimkino geht ein HDMI-Kabel zum AVR.
      • Von x2k NPC
        "Der zweitgrößte Fehler: Ihr kauft eine gute Soundkarte, habt aber nur mäßige Boxen oder Kopfhörer. Die Kombination aus einer 100 Euro-Soundkarte mit einem 40 Euro-Boxenset wird am Ende schlechter sein, als wenn ihr ein Boxenset für 100 Euro direkt an einem modernen Mainboardsound verwendet."
        Da hat sich ein fehler eingeschlichen. Wenn die Quelle schon kein gutes Signal liefert wird auch der teuerste und beste Kopfhörer keinen Hauch besser sein. Anders herum kann aber eine Soundkarte mit einem vernünftigen verstärker mehr energie in die Übertragung leisten und somit eher schwächere Kopfhörer besser antreiben als ein billiges codec vom Mainboard.

        Im übrigen geht es nicht nur darum wie etwas Übertagen wird, sondern auch wieviel.
        Pchg hatte damals ein vergleich zwischen soundkarte und codec gemacht. Dabei wurde eine Szene aus einem spiel zweimal hintereinander gezeigt einmal mit Soundkarte einmal mit codec. Man hat bei der Soundkarte deutlich mehr gehört.
        Meine Kombination aus Kraken und einer AE-5 ist selbst den teuren und achso tollen gaming headsets Haushoch überlegen.
      • Von Shotay3 Hobby-Spieler/in
        Ich würde sagen ich spiele zu 98% mit Kopfhörern, die meisten Games die ich spiele sind aber auch kompetitiver Natur und benötigen Kopfhörer. Allerdings bin ich immer wieder erstaunt auch dort Spieler anzutreffen, die das bis heute nicht wissen :-D

        Wer CS, Valorant, Apex, Hunt: Showdown, Escape From Tarkov o.ä. Titel nicht mit Kopfhörern spielt hat entweder die Kontrolle über sein Leben verloren oder ist ein Masochist :B
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