Söldner: Entwickler-Interview
Hostage Rescue: Ganz klassisch, ein Team muss Geiseln gefangen halten, das andere muss diese befreien.
Bomb Run: Ein Team muss ein Gebäude in die Luft jagen, ein anderes muss dies verhindern
Capture the Flag: Man kann sich gegenseitig eine Flagge klauen. Bringt man diese ins Basis-Lager zurück, punktet man. Dazu muss aber unbedingt die eigene Flagge im Lager sein.
Capture the Vehicle: Genau wie bei Capture the Flag, nur diesmal fährt man statt der Flagge ein Fahrzeug zurück in seine Basis.
Team Deathmatch: Zwei Teams kämpfen gegeneinander. Das Team, das als letztes übrig ist, gewinnt.
Deathmatch: Genau wie beim Team Deathmatch, nur solo. Derjenige mit den meisten Punkten gewinnt."
PC Games: Auf welches Feature bist du bei Söldner besonders stolz?
Weidemann: "Auf kein einzelnes. Ich bin wahnsinnig stolz drauf, mit dem kleinen Team etwas geschafft zu haben, was auch die großen Publisher in Zugzwang gebracht hat."
PC Games: Die optionale 3rd-Person-Perspektive ist für einen Ego-Shooter relativ ungewöhnlich. Wie kam es zu dieser Idee? Und was meinst du: Werden mehr Spieler Ego- oder 3rd-Person spielen?
Weidemann: "Söldner war ursprünglich nur auf 3rd Person designt. Das birgt enorme Vorteile, gerade bei den riesigen Landschaften. Das Problem liegt in der eingeschränkten Sicht durch die Begrenzung des Monitors. In engen Räumen hat dies Nachteile, und in einem solchen Fall ergibt eine Ego-Perspektive mehr Sinn. Die Fans haben uns überzeugt, optional First-Person einzubauen. Nun schalten Spieler jederzeit nach Gusto hin und her. Laut unserer Erfahrung spielen die meisten in Söldner 3rd Person, wenn sie die Vorteile einmal ¿erspielt haben'"
PC Games: Ihr habt eng mit einigen der besten Onlinespieler und -clans zusammengearbeitet. Würdest du sagen, das war eine absolut fruchtbare Kooperation? Oder hat es im Nachhinein die Arbeit eher erschwert?
Weidemann: "Die Kooperation war sehr gut! Wir haben viel darüber gelernt, wie Clans Multiplayer-Spiele sehen, auch über einen längeren Zeitraum hinweg. Umgekehrt lernten einige Clans die Realität der Spiele-Entwicklung näher kennen und liefern nun im Gegenzug effektiveren Input als zuvor."
PC Games: Werdet ihr die Community auch über den Release hinaus supporten?
Weidemann: "Ja. Wir planen unter anderem:
- Beta wird weiterlaufen für Add-on und Updates
- Monatliche Updates mit neuen Waffen, Einheiten etc.
- Mod Community-Support inklusive Zugriff auf Source-Codes und Tools.
Das ist aber bei weitem nicht alles, wir haben noch mehr in petto."
PC Games: Seid ihr gerüstet für den Spieleransturm?
Weidemann: "Bei der ersten Beta nicht, der Ansturm überstieg bei weitem unsere Planung und Erwartung. Wie sollten wir ahnen, dass Söldner in aller Welt als Online-Spiel schon so bekannt war? Das wollten ja erst durch die Demo erreichen. Mittlerweile sind wir aber bestens gerüstet."
PC Games: Battlefield 1942 und Vietnam, Counter-Strike, Unreal Tournament 2004 (dt.) sind die Platzhirsche auf dem Feld der Online-Shooter. Was bietet Söldner - gerade in Bezug auf Battlefield - um sich im Revierkampf behaupten zu können?
Weidemann: "Ich denke, dass genug Platz im Taktik-Shooter-Bereich ist. Denn schließlich muss man beachten: Shooter ist nicht gleich Shooter. Counter-Strike ist ein gänzlich anderes Spiel als Battlefield oder Söldner. Unreal Tournament lässt sich kaum vergleichen, das ist ein anderes Genre. Nur weil Ego-Shooter draufsteht, heißt es noch lange nicht, dass alle Ego-Shooter gleich sind."
PC Games: Was wirst du am Tag des Releases machen?
Weidemann: "Mit meinen vier Kindern spielen und erst zwei bis drei Tage danach ins Netz schauen. Dann hat sich die Flut an Eindrücken vermutlich schon ein wenig gelegt."
