Saros verkauft sich laut Analyse langsamer als Returnal
Saros soll laut einer Marktanalyse bislang einen eher verhaltenen Start hingelegt haben. Aber viele Käufer verbringen dennoch viel Zeit mit dem PS5-exklusiven Roguelike.
Housemarques neues PS5-Spiel Saros geht in komplett zwei verschiedenen Richtungen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Laut einer Analyse von Alinea Analytics verkauft sich das Roguelike offenbar langsamer als manche erwartet hatten. Die Daten zeigen aber auch, dass viele Käufer intensiv am Ball bleiben. Wie gut Saros trotz der Diskussionen wirklich funktioniert, zeigt unser Test.
Saros soll sich bislang eher "lauwarm" verkaufen
Die norwegische Analysefirma Alinea Analytics schätzt, dass sich Saros (jetzt kaufen 68,99 € )in den ersten zwei Wochen mehr als 300.000 Mal verkauft hat. Der Umsatz soll dabei bei über 22 Millionen Dollar liegen. Für viele Spiele wären das solide Zahlen. Laut Berichten soll das Entwicklungsbudget allerdings rund 76 Millionen Dollar betragen haben. Darum glaubt Alinea, dass Saros Schwierigkeiten bekommen könnte, langfristig profitabel zu werden.
Die Analyse ist jedoch kein komplettes Schreckgespenst. Das Engagement der Spieler ist nämlich nicht übel. Rund 40 Prozent der Käufer sollen bereits mehr als 15 Stunden investiert haben. Etwa 30 Prozent spielten laut den Daten sogar länger als 20 Stunden. Alineas Marktanalyse-Leiter Rhys Elliott bezeichnete das als bemerkenswert starkes Engagement, gerade für ein anspruchsvolles Roguelike nur zwei Wochen nach Release.
Obendrein offenbarte er, Housemarque habe Saros zugänglicher gestaltet als Returnal. Trophy-Daten sollen zeigen, dass bereits über 20 Prozent der Spieler Saros abgeschlossen haben. Bei Returnal lag dieser Wert im selben Zeitraum anscheinend nur halb so hoch.
Housemarque kämpft offenbar mit einem schwierigen Umfeld
Laut Elliott erreicht Saros zwar nicht die breite Masse an PlayStation-Spielern, die Sony und Housemarque sich möglicherweise erhofft hatten. Die aktive Community beschäftige sich dafür aber besonders intensiv mit dem Shooter. Gerade solche Spieler könnten später über Mundpropaganda, Empfehlungen oder Streams zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugen. Auch spätere Sales oder eine mögliche PS-Plus-Veröffentlichung könnten dem Spiel langfristig helfen.
Interessant wirkt außerdem der Vergleich zu Returnal. Laut den Daten verkauft sich Saros aktuell etwas langsamer als Housemarques früheres PS5-Spiel, obwohl die PlayStation-5-Spielerbasis inzwischen viel größer geworden ist.
Elliott hält den Vergleich allerdings nur eingeschränkt für fair. Als Returnal 2021 erschien, befand sich die PS5 noch relativ früh im Lebenszyklus. Viele Spieler suchten damals nach neuen First-Party-Titeln. Saros musste dagegen kurz nach Spielen wie Crimson Desert, Resident Evil Requiem, Hades II und Pragmata erscheinen. Überdies erklärte Elliott, dass sich 3D-Bullet-Hell-Spiele mit einem Preis von über 70 Dollar generell schwerer verkaufen lassen, besonders ohne eine riesige Mainstream-Marke. Geht ihr bei seinen Aussagen mit und glaubt ihr, dass sich Saros noch gut verkauft?
Quelle: videogameschronicle
