Sacred 2 Remaster im Test: Bugs, Fixes und eine Kaufwarnung
Viele Bugs wurden für Sacred 2 Remaster gefixt - behaupten jedenfalls die Entwickler. Die ersten User-Wertungen sprechen eine andere Sprache. Kann zumindest das Gameplay von damals noch begeistern?
Bugfixes: Endlich keine Abstürze mehr?
Immerhin wurde die Spielerfahrung in manchen Details verbessert, etwa beim Balancing. Andere Probleme bleiben aber bestehen. Ihr müsst etwa jedes Mal, wenn ihr von eurem Reittier absteigt, wieder alle Buffs von Hand aktivieren - das war schon damals nervig!
Löblich dagegen, dass die Entwickler laut eigenen Aussagen eine riesige Anzahl von Bugs gefixt haben. Dazu wurde übrigens nicht einfach der Community Patch übernommen - falls ihr den gewohnt seid, werdet ihr hier und da also Unterschiede entdecken. Trotzdem sind einige Fehlerbehebungen in enger Zusammenarbeit mit der Community entstanden und einige Fixes hat man sich direkt aus dem Fan Patch abgeschaut. Richtig so!
Und tatsächlich macht das Spiel auf dem PC einen runderen Eindruck als früher. In unserer 30-stündigen Testzeit ist uns diese Version nicht einmal abgestürzt. Wer das Original kennt, weiß: Das will schon was heißen! Allerdings zeigen die ersten User Reviews auf Steam, dass es auch anders geht: Hier klagen bereits zahlreiche Spieler über Crashes und andere Schnitzer.
Quelle: PC Games
Regelmäßige Levelaufstiege und massenhaft Beute sorgen auch heute noch für Motivation. Leider hapert es in vielen anderen Bereichen.
Stellenweise zeigen sich aber noch Unstimmigkeiten, vor allem bei den NPCs, die sich immer noch ganz gerne in der Spielwelt verhaken. Selten haben wir auch Feinde erlebt, die sich ohne Gegenwehr platt machen ließen. Manchmal ist auch plötzlich die Zielmarkierung für die Hauptquest verschwunden, da musste man dann erst ins Hauptmenü wechseln, damit sie wieder auftaucht. Und mehrmals haben wir beim Händler Items entdeckt, die keinen Tooltip hatten. So richtig rund läuft diese Version also noch immer nicht - und das nach 17 Jahren.
In diesem Artikel
Kaufwarnung: Sacred 2 auf Konsolen
Noch schlechter sieht es auf der PS5 aus. Die basiert nicht auf der alten PS3-Fassung, sondern ist nun fast identisch mit der PC-Version, inklusive Interface. Allerdings zeigen sich hier im Test einige Probleme, zum Beispiel ist uns das Remaster auf einer PS5 Pro und einer normalen PS5 mehrmals innerhalb von drei Stunden gecrasht.
Auf einer weiteren PS5 hatten wir außerdem einen gravierenden Bug, und zwar direkt ab Spielstart: Da waren die Laufanimationen komplett kaputt, es ruckelte erbärmlich und die Steuerung reagierte nur verzögert. Ein Desaster, und zwar mit jeder neu erstellten Spielfigur. Seltsamerweise erlebten wir diesen Bug aber nur auf einer von drei Testkonsolen, er ließ sich weder reproduzieren noch beseitigen - und auch eine Neuinstallation half leider nicht weiter. Solange dieser Bug nicht gefixt ist, ist unsere Meinung darum klar: Finger weg von den Konsolenfassungen!
Quelle: PC Games
Wer die Augen offen hält, entdeckt immer wieder sympathische Details in der Spielwelt. Hier treffen wir einen mit Farbe beschmierten Künstler.
Unverändert: So spielt sich Sacred 2
Die Entwickler wollten das Originalspiel nicht grundlegend verbessern oder modernisieren, sondern es vor allem einer neuen Generation zugänglich machen. Sieht man von den Bugfixes und dem neuen Interface ab, bekommt ihr deshalb exakt das gleiche Spiel wie vor 17 Jahren, neue Inhalte gibt es nicht. Zumindest ist aber auch die Erweiterung Ice & Blood an Bord, die damit zum ersten Mal überhaupt auf den Konsolen spielbar ist.
Dadurch stehen euch sieben unterschiedliche Klassen zur Verfügung, von Seraphim über Dryade bis hin zu Schattenkrieger und Drachenmagier. Mit dem Helden eurer Wahl erkundet ihr eine gigantische offene Welt, entweder zu Fuß oder auf dem Rücken eines Reittieres. Unterwegs erwartet euch das Übliche: Tausende von Monstern totklicken, Beute sammeln, aufleveln, stärker werden. Außerdem füllt sich euer Questlog nach und nach mit mehr als 500 Nebenaufgaben. Ja, richtig gelesen. Fünfhundert! Die Zahl war schon damals ziemlich beeindruckend - und ist es auch heute noch. Wer mag, kann sich da locker 100 Stunden und mehr beschäftigen.
Quelle: PC Games
Die Spielwelt ist auch nach heutigen Maßstäben verdammt weitläufig und geradezu vollgestopft mit Nebenquests. Die langen Laufwege nerven aber mit der Zeit.
Der gewaltige Umfang wird allerdings teuer erkauft: Die Spielwelt ist zwar unglaublich weitläufig, aber nach heutigen Maßstäben auch enttäuschend leer. Klar gibt es massenhaft hübsche, lauschige Dörfer, Höfe, Burgen und kleine Städtchen zu entdecken, dazu Flüsse und Wälder, Wiesen und Täler - doch die Laufwege dazwischen fallen einfach zu lang aus.
Auch die vielen Dungeons haben außer Gegnern und Schatzkisten nix zu bieten, man entdeckt da keinerlei Geheimnisse oder erlebt kleine, denkwürdige Abenteuer. Man geht rein, killt irgendwas, sammelt irgendwas - und geht am Ende schulterzuckend wieder raus. Und so sind leider viele Inhalte gestrickt.
Die Nebenaufgaben zeigen das überdeutlich: Keine zehn Schritte kann man gehen, ohne dass ein NPC am Wegesrand eine kleine Quest parat hat. Der Großteil davon erinnert an MMOs nach der Jahrtausendwende: Sammle zehn Wolfsfelle, finde die Katze vom traurigen Kind, liefere ein Paket aus, beseitige die Rattenplage im Weinkeller. Das war schon vor 17 Jahren ziemlich einfallslos und ist im Laufe der Zeit auch nicht besser geworden.
Weder die Geschichten noch die Belohnungen sind es wirklich wert, um deswegen ellenlange Umwege in Kauf zu nehmen. Und die Hauptquestreihe hat, bis auf ein paar vertonte Dialogzeilen, auch nix zu bieten: keine interessanten Charaktere, keine atmosphärischen Cutscenes, keine Quest-Entscheidungen, keine Überraschungen, kein Endgame außer einem höheren Schwierigkeitsgrad. Auf der nächsten Seite erfahrt ihr, ob zumindest der Multiplayer hier noch etwas herumreißen kann.

Ich fand Path of Exile vor allem deshalb langweilig, weil die Kämpfe jegliches Gefühl für die Wucht hinter Schlägen vermissen liesen. Auch waren die meisten Quests auch nicht besser.
Und genau das wird aber dann bei Sacred 2 im Test kritisiert. Ich habe damals Sacred 2 mehrmals durchgespielt mit verschidenen Klassen und sogar 1x wirklich 100% der Quests gemacht.
Bei Path of Exile hatte ich schon nach 10 h keine Lust mehr.
Und ich weiß nicht, wann du Path of Exile mal ausprobiert hast, aber es gab im Laufe der Zeit viele Updates und mittlerweile hat es deutlich besseres Trefferfeedback.
Was die Quests angeht: Bei Path of Exile ist jeder Questtext vertont (soweit ich weiß) und man wird nicht einfach mit hunderten MMO-Quests überhäuft - so ziemlich jede Quest ist entweder Teil der Story oder hat mit einem wichtigen Charakter zu tun.
Ich fand Path of Exile vor allem deshalb langweilig, weil die Kämpfe jegliches Gefühl für die Wucht hinter Schlägen vermissen liesen. Auch waren die meisten Quests auch nicht besser.
Und genau das wird aber dann bei Sacred 2 im Test kritisiert. Ich habe damals Sacred 2 mehrmals durchgespielt mit verschidenen Klassen und sogar 1x wirklich 100% der Quests gemacht.
Bei Path of Exile hatte ich schon nach 10 h keine Lust mehr.
PRtechnisch gesehen, wir lassen alles weitere vorne weg, ist das großartig.
Hier wurden sich offensichtlich keine Gedanken gemacht, sondern nur ein paar Tools drüber laufen lassen und rudimentär getestet, ob das Game läuft.
Hier wurden sich offensichtlich keine Gedanken gemacht, sondern nur ein paar Tools drüber laufen lassen und rudimentär getestet, ob das Game läuft.
Dass sowas nicht aus dem PSN fällt, wundet mich.