Ikonen der Spieleindustrie: Die GTA-Erfinder Sam und Dan Houser - Seite 6

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Special Sönke Siemens - Autor Benedikt Plass-Fleßenkämper - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Ikonen der Spieleindustrie: Die GTA-Erfinder Sam und Dan Houser - Seite 6
Quelle: British Academy Film Award

Kaum jemand ist so eng mit der Kultmarke Grand Theft Auto verbunden wie die Brüder Sam und Dan Houser. Wir zeichnen ihren beeindruckenden Werdegang nach.

"Alle versicherten uns, der Wilde Westen sei tot und für die Menschen uninteressant, was uns besonders zuversichtlich machte, dass aus diesem scheinbar toten Thema etwas Neues und Interessantes geschmiedet werden könnte", sagte Dan Houser 2010 in einem Interview mit USA Today. Aber auch mit dem stark auf Verhöre getrimmten Detektiv-Thriller L.A. Noire sowie dem Action-Epos Max Payne 3 (dessen Plot Dan federführend mitentwickelt) kann Rockstar in der PS3- und Xbox-360-Ära unvergessliche Akzente setzen. Was viele nicht wissen: Ein knappes halbes Jahr, nachdem Max Payne 3 fertiggestellt wurde, kauft sich Dan Houser für 12,5 Millionen eine der exklusivsten Villen im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Ein Anwesen mit drei Stockwerken, elf Feuerstellen und 18 Zimmern. Es ist das Haus, in dem zuvor US-Kultautor Truman Capote (In Cold Blood, Breakfast at Tiffany's) über zehn Jahre lang gelebt hatte.

Ihren bisher größten Erfolg bringen die Houser-Brüder jedoch erst im Jahr 2013 zur Marktreife. Die Rede ist vom fünften Hauptteil der GTA-Reihe, der seit seiner Veröffentlichung am 17. September kontinuierlich Rekorde bricht und sich - Stand heute - bereits über 160 Millionen Mal verkauft hat. Zum Vergleich: Minecraft kann mehr als 238 Millionen Einheiten vorweisen. Davon abgesehen gibt es jedoch kein einzelnes Spiel, das so erfolgreich ist.

Mit Red Dead Redemption liefern die Houser-Brüder im Mai 2010 den eindrucksvollen Beweis ab, dass der Wilde Westen als Videospielschauplatz deutlich interessanter ist als sein Ruf. Mehr als 23 Millionen Käufer unterstreichen später ihren richtigen Riecher. Quelle: Rockstar Games Mit Red Dead Redemption liefern die Houser-Brüder im Mai 2010 den eindrucksvollen Beweis ab, dass der Wilde Westen als Videospielschauplatz deutlich interessanter ist als sein Ruf. Mehr als 23 Millionen Käufer unterstreichen später ihren richtigen Riecher. Und was machen die Houser-Brüder heute? Während Sam weiterhin den Präsidentenposten bei Rockstar Games innehat und derzeit vermutlich fieberhaft als ausführender Produzent an GTA 6 arbeitet, sagte Dan Rockstar Games knapp 17 Monate nach dem Release von Red Dead Redemption 2 Lebewohl und kaufte im August 2020 im Westen von Los Angeles eine weitere millionenschwere Villa.

Seit Februar 2021 ist Dan zudem eingetragener Besitzer der Firmen Absurd Ventures LLC sowie Absurd Ventures in Games LLC - beide mit Hauptsitz im US-Bundesstaat Delaware. Was genau Dan damit vorhat, lässt sich zu diesem Zeitpunkt nur mutmaßen. Branchen-Insider vermuten hinter der Formulierung "Ventures" einen Zusammenhang mit dem Begriff Venture Capital, zu Deutsch Risikokapital, und tippen auf ein Konzept, bei dem Dan selbst als Kapitalgeber für andere Games-Firmen auftritt.

Doch egal, was es am Ende wird: Fest steht, dass er und Sam bereits mehrfach Gaming-Geschichte geschrieben haben und mit ihren Werken maßgeblich dazu beitrugen, dass sich das Medium Videospiel über die Jahre hinweg erfolgreich emanzipiert hat.

Und was ist eure Meinung zu Sam und Dan Houser? Welche ihrer Spiele haben euch bisher am meisten imponiert? Was erhofft ihr euch von GTA 6? Und was könnte hinter Dan Housers neuer Firma stecken? Wir freuen uns auf euer Feedback in den Kommentaren!


Was ist eigentlich das Rockstar Loft?

Ikonen der Spieleindustrie: Die GTA-Erfinder Sam und Dan Houser (1) Quelle: Rockstar Games Ikonen der Spieleindustrie: Die GTA-Erfinder Sam und Dan Houser (1) Die Houser-Brüder und viele ihrer Rockstar-Kollegen feiern gerne. Um dieser Leidenschaft zu frönen - und weil sie damals etwas enttäuscht von der New Yorker Clubszene waren - rief Sam 1999 das sogenannte Rockstar Loft ins Leben. Eine exklusive Party, die einmal im Monat veranstaltet wurde und an der man nur teilnehmen durfte, wenn man sich zuvor Tickets über eine auf Flyern beworbene Telefonnummer sicherte. Was die Interessenten nicht ahnten:

Ob sie am Ende auch tatsächlich ausgewählt wurden, hing davon ab, wie sie sieben Fragen beantworteten - darunter auch die Frage nach ihrem Lieblings-DJ, dem besten Film der letzten zwei Jahre und dem bisher besten Moment in ihrem Leben. Zum Release von GTA 2 am 25. Oktober 1999 wurde die legendäre Party dann erstmals auch in London veranstaltet.

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    • Kommentare (4)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von GTAEXTREMFAN Spiele-Kenner/in
        Sehr interessanter und vor allem gut zusammengefasster Artikel Dass die Eckdaten dem GTA-affinen Kreis geläufig sein dürften, ist klar. Es ist aber trotzdem lesenswert und mit dem ein oder anderen Extra gespickt. Sowas kann nicht jeden Tag abgeliefert werden, aber solche Artikel imo ist das der Weg ( zurück ?) zu einer guten Gamingseite.

        GTA III war mit seiner Entscheidung ins 3D Universum zu gehen für mich der "Dosenöffner" zum Erfolg. Vice City hat das Ganze dann einfach unfassbar getoppt.
        GTASA war für damalige Verhältnisse auch sehr geil, hat mich aber nicht so angefasst. Man hat dem Projekt halt auch angemerkt, dass man hier und die Masse der Klasse etwas den Vortritt gegeben hat. Die Story kam halt auch erst nach einigen Stunden ins Rollen, das ist nicht immer jedem leicht zu vermitteln.
        Ohne die anderen GTA-Spiele abwerten zu wollen, sind die drei oben genannten mMm das Fundament auf dem die Serie auch heute noch steht. Da gibts auch Argumente dagegen, gehe ich aber nicht drauf ein ;)
        Die Houser Twins sind für Open World Spiele so ein bisschen das, was Apple im Bereich Technik darstellt. Nicht unbedingt die größten Erfinder, aber große Visionäre die das dann auch umsetzen können.
      • Von GTAEXTREMFAN Spiele-Kenner/in
        Sehr interessanter und vor allem gut zusammengefasster Artikel Dass die Eckdaten dem GTA-affinen Kreis geläufig sein dürften, ist klar. Es ist aber trotzdem lesenswert und mit dem ein oder anderen Extra gespickt. Sowas kann nicht jeden Tag abgeliefert werden, aber solche Artikel imo ist das der Weg ( zurück ?) zu einer guten Gamingseite.

        GTA III war mit seiner Entscheidung ins 3D Universum zu gehen für mich der "Dosenöffner" zum Erfolg. Vice City hat das Ganze dann einfach unfassbar getoppt.
        GTASA war für damalige Verhältnisse auch sehr geil, hat mich aber nicht so angefasst. Man hat dem Projekt halt auch angemerkt, dass man hier und die Masse der Klasse etwas den Vortritt gegeben hat. Die Story kam halt auch erst nach einigen Stunden ins Rollen, das ist nicht immer jedem leicht zu vermitteln.
        Ohne die anderen GTA-Spiele abwerten zu wollen, sind die drei oben genannten mMm das Fundament auf dem die Serie auch heute noch steht. Da gibts auch Argumente dagegen, gehe ich aber nicht drauf ein ;)
        Die Houser Twins sind für Open World Spiele so ein bisschen das, was Apple im Bereich Technik darstellt. Nicht unbedingt die größten Erfinder, aber große Visionäre die das dann auch umsetzen können.
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Die beiden haben in jedem Fall die Open Worlds heutiger Spiele stark beeinflusst. Hätten sie damals mit GTA3 nicht den Sprung in die dritte Dimension gewagt, das Bild weitläufiger Action-Adventures sähe heute vielleicht anders aus.
      • Von thomiGenuss NPC
        Schöner Artikel über zwei der größten Größen der Spielebranche.
        Gerade mit dem GTA Franchise haben die beiden ein Spieleuniversum (mit)erschaffen, die mittlerweile zwei Generationen geprägt hat. Ob man jetzt 2001 oder 2013 in diese Welt erstmalig eingetaucht ist, ist egal. Wir kennen Sprunk, eCola, Pisswasser, Burgershot, CluckinBell und Co. und fühlen uns beim nächsten Spiel sofort heimisch, wenn man eine Reklame beim vorbeifahren sieht. Wir freuen uns bei jedem Cameo eines alten Charackters und sind überwältigt von der Welt und den Geschehnissen, die so stark zusammenhängen.

        Ein paar willkürliche unvergessliche Erinnerungen und Erlebnisse:
        In Vice City habe ich per Zufall dieses Motelzimmer im Süden der ersten Insel gefunden, wo man im Blutüberströmten Bad eine Kettensäge aufsammeln kann. Ich habe die Scarface Referenz erst Jahre Später so richtig Verstanden. Umso mehr hat mich das begeistert.
        In San Andreas habe ich erst in der Mobile Version (nach über 15 Jahren) erst herausgefunden, dass man in der Einbruchs Minimission, die man mit dem Einbruchsvan starten kann, in fast jedes Gebäude im ganzen Spiel eintreten kann. Im Villenviertel waren es dann wirklich große Villen mit einzigartigen Interior. In der PS2 Zeit, als meine Freunde und Ich noch dumme Kinder waren, hatten wir die Videos auf Youtube geglaubt und wirklich versucht Bigfoot am Fuße des Mount Chilliad zu finden. Bis in die Nacht haben wir gesucht. Wir haben nichts gefunden aber die Zeit blieb unvergessen.
        In Vice City Stories, haben sie Phil Collins im Spiel eingebaut!!! Das reicht schon. Durch dieses Spiel habe ich erst seine Musik kennen gelernt. Ich wurde zum Fan und habe letzten Endes sogar Konzerte von ihm besuchen können.
        Die Todesschaukel in GTA 4 ist nur ein Glitch, von Rockstar (wahrscheinlich) nicht gewollt, aber dennoch haben wir dort Stunden verbracht. An einem regnerischen Tag, bin ich mal einfach ins Internetcafe Tw@t gegangen und dachte mir ich schaue mal was es so im Internet gibt. Es gab offenbar noch eine weitere Datingseite, die versteckt in den Tiefen des Internets verborgen war. Am Ende bin ich auf irgend einen Link gestoßen und hatte warum auch immer 5 Sterne bekommen.
        Mit GTA 5 und insbesondere dem Online Part, habe ich mit meinen Freunden das Maximum an Spieleerlebnissen herausholen können. Hunderte Stunden an Spielzeit, über 40 Kostenlose DLCs und eine Menge verrückter Glitches haben die letzten Jahre wirklich erträglich gemacht.
        Viele Entscheidungen seitens Rockstar Games der letzten Jahre waren auch fraglich, keine Frage. Auf der anderen Seite verstehe ich diese Entscheidungen auch. Die Einnahmen sprechen dafür. Und dank der finanziellen Unabhängigkeit kann man sich umso mehr auf neue Projekte konzentrieren, die wie der leak letzten Monat schon bestätigte.

        Die Hundertschaft, die bei diesen Projekten mitgewirkt haben, schufen es immer wieder ein Meisterwerk zu zaubern. Und dafür bin ich Rockstar Games so unendlich dankbar. Mit dem Meisterwerk von Red Dead Redemption II in 2018 und der positiven Entwicklung der letzten drei DLCs habe ich kein Zweifel daran, dass auch GTA 6 wieder ein Meisterwerk sein wird das die nächste Dekade und die nächste Generation prägen wird.
      • Von BladeWND Spiele-Enthusiast/in
        Schöner Artikel!
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