Returnal: Die PC-Version im Test - So müssen Umsetzungen sein!

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Returnal: Die PC-Version im Test - So müssen Umsetzungen sein!
Quelle: Sony

Auf der PS5 war Returnal ein Vorzeigetitel, nun muss sich der Edel-Shooter auch auf dem PC beweisen. Ein bisschen Sorge hatten wir ja: Läuft das überhaupt noch auf normaler Hardware? Doch im Test wird alles gut: Returnal glänzt mit toller Optimierung, zig Optionen, einer blitzsauberen Steuerung - und ist auch mit Mittelklasse-Hardware zufrieden, wenn man ein paar Abstriche macht.

So langsam, aber sicher können wir uns von PS4 und Xbox One verabschieden. Immer mehr Studios konzentrieren sich mittlerweile auf Next-Gen-Plattformen, wer eine PS5 oder Series X besitzt, kann sich entspannt zurücklehnen. Anders sieht es auf dem PC aus: Wer am liebsten am Rechner zockt, wird feststellen, dass die Hardware-Anforderungen seit einiger Zeit wieder spürbar nach oben klettern. Die vielleicht älteste aller Gamer-Fragen ist darum wieder aktueller denn je: "Läuft das Ding noch auf meinem PC?"

Gerade deshalb sind Spiele wie Returnal so spannend. Vor knapp zwei Jahren war das Rogue-like ein echter Showcase für die brandneue PS5. Ein Spiel, das mit fantastischer Optik, modernsten Effekten und blitzschnellem Streaming für Staunen gesorgt hat. Nun hat es Returnal auch auf den PC geschafft und die Portierung muss sich im Test behaupten. Läuft das wirklich flüssig? Sieht es trotzdem gut aus? Und kommt die Fassung an das PS5-Original ran? Nach einem Dutzend Spielstunden (und vielen, vielen Bildschirmtoden...) können wir Entwarnung geben: Die PC-Umsetzung ist erstklassig! Voll aufgedreht, bringt ihr mit Returnal zwar auch Highend-Rechner zuverlässig ins Schwitzen, doch wer auf (unnötige) Features wie Raytracing verzichtet, kann die Bullet-Hell-Action auch auf einem bezahlbaren Mittelklasse-System sehr ordentlich spielen.

Returnal am PC: Gut optimiert, viele Optionen

Da wir die PS5-Fassung bereits in einem großen Test rauf und runter erklärt haben, konzentrieren wir uns zunächst mal ganz auf die PC-Umsetzung. Returnal (jetzt kaufen 44,95 € ) ist ein sehr fordernder Rogue-like-Shooter auf einer feindseligen Alien-Welt. Alle paar Meter werdet ihr da in spektakuläre Bullet-Hell-Kämpfe verstrickt, in denen euch Unmengen an glühenden Geschossen entgegenrasen. Perfektes Ausweichen und hohes Tempo sind hier das A und O - und das bedeutet, ihr braucht auch eine konstant hohe Framerate, um in Returnal richtig Spaß zu haben.

Returnal auf dem PC (Herstellerbild) Quelle: Sony Returnal auf dem PC (Herstellerbild)

Hier die erste gute Nachricht: 60 Fps sind auch auf einem Mittelklasse-System absolut drin. Wir haben das Spiel auf einem Asus ROG Strix G15 Gaming Notebook getestet, die Ausstattung ist heutzutage nichts Besonderes mehr: Ein Intel Core i7-10750H, 16 GB RAM und eine GTX 2070 sind völlig in Ordnung, reißen aber keine Bäume mehr aus. Bei Spielstart begrüßte uns Returnal sogar direkt mit einer Warnung: Unsere Hardware wird nicht unterstützt, das Spiel könnte daher mies laufen. Tat es aber nicht, im Gegenteil! Im Test hatten wir keinen einzigen Absturz. Und die Performance war eine echte Überraschung, denn das Optionsmenü bietet zig Möglichkeiten, um sich die Grafik anzupassen. Mit unserer Test-Hardware konnten wir problemlos mit mittleren bis hohen Grafikdetails spielen, natürlich mit zugeschaltetem Upsampling. Hier habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Methoden wie FSR, DLSS oder XeSS. In unserem Fall brachte uns DLSS im Performance-Mode einen sehr guten Kompromiss aus Leistung und Bildschärfe. Eben wie es sein soll.

Wer entsprechende Hardware im Rechner hat und die Lüfter seiner Grafikkarte gern mal wieder hören will, kann das ebenfalls tun: Returnal bietet Einstellung bis hin zu Ultra-Settings, Breitbild-Formate, schwindelerregende Auflösungen und modernes Raytracing. Letzteres kostet natürlich kräftig Leistung, weshalb die Option für die meisten Normalspieler ins Wasser fallen dürfte. Unsere Empfehlung ist darum eindeutig: Um Returnal richtig zu genießen, müssen es möglichst 60 Bilder pro Sekunde sein, alles andere ist zweitrangig. Wenn ihr also nicht zwingend die maximale Grafikqualität rauskitzeln müsst, tut euch selbst einen Gefallen und regelt die Settings runter. Wir versprechen: Returnal sieht auch auf mittleren Einstellungen sehr gut aus. Der düstere Stil kommt immer noch voll zur Geltung, selbst wenn hier und da mal eine Textur unscharf daherkommt oder ein Grasbüschel aus der Nähe aufpoppt.

Um die Leistung eures Systems richtig einzuschätzen, hat Housemarque netterweise auch gleich einen nützlichen Benchmark eingebaut, der in mehrere Schritte unterteilt ist. Am Ende erhaltet ihr dann eine ziemlich genaue Auswertung und tut euch so hoffentlich etwas leichter, um die idealen Settings zu finden.

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    • Kommentare (19)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Eyisnnurmeinemeinung Anwärter/in
        Der Port hat definitiv Probleme:
        GPU wird nicht korrekt ausgelastet, vermutlich wieder ein Flaschenhals bei der CPU. Und es gibt WIEDER Ruckler, obwohl vorher Shader kompiliert werden. Das Framepacing ist merklich durcheinander (vielleicht vom Asset- oder Map-Streaming). Bin mir sicher, dass das Digital Foundry ebenso bestätigen werden.
      • Von Eyisnnurmeinemeinung Anwärter/in
        Der Port hat definitiv Probleme:
        GPU wird nicht korrekt ausgelastet, vermutlich wieder ein Flaschenhals bei der CPU. Und es gibt WIEDER Ruckler, obwohl vorher Shader kompiliert werden. Das Framepacing ist merklich durcheinander (vielleicht vom Asset- oder Map-Streaming). Bin mir sicher, dass das Digital Foundry ebenso bestätigen werden.
      • Von Gast1712481002 Mitglied
        3000 Euro Rechner... Damit kommt man keinen high end PC mehr...
        Man braucht generell viel mehr Leistung aus jeder Komponente am PC im Verhältnis.
      • Von Gemar Mitglied
        Zitat von Felix Schuetz
        ...

        - Grafikkarten finde ich besonders spannend, weil es da einmal quer durch den Gemüsegarten geht. Von der GTX 1650 bis zur GTX 3080 ist da in den "oberen" Prozenten alles dabei. Natürlich zieht man irgendwann als Entwickler die Grenze, aber wie man sieht, sind die Leistungsunterschiede gewaltig.
        Die 60er Reihe macht satte 28% aus und die 50er immerhin noch 18%.
        Die 70er machen gerade einmal 10% aus und die 80er nur 5%.
        Die 90er Reihe liegt unter 1% und spielt quasie keine Rolle.

        Und es ist fast schon erschreckend wie wenig AMD Grafikkarten vertreten sind und NVidia dort die Liste dominiert.
        Somit, wie viel Gewicht kann man dieser Umfrage zuordnen? Die zahlen wirken doch sehr überraschend.
        Auch ist alles extrem bunt durchgemischt, am meisten ist die 1650 ( 6,04% ) und die 1060 ( 5,1% ) vertreten und überraschend folgt das 3060 Laptop Modell ( 4,3% ), sogar kurz vor der 2060 ( 4,22% ) und 1050 Ti ( 4,2% ).

        Mal schauen wie das in einem Jahr aussieht. %)

        Zitat von sauerlandboy79
        Manch direkte Steam-Info-Quellen sind mir tatsächlich nicht so geläufig... Oftmals weiss ich gar nicht wo genau auf dem Client ich danach suchen soll.

        Und den Titel "Guru" hab ich nicht erfunden. ^^
        Erster Reiter ganz unten. Und dann runter scrollen zur Steam Survey.
        Ich finde die ganzen Informationen die Steam zur Verfügung stellt eigentlich immer recht interessant und schaue dort gern mal vorbei.
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Manch direkte Steam-Info-Quellen sind mir tatsächlich nicht so geläufig... Oftmals weiss ich gar nicht wo genau auf dem Client ich danach suchen soll.

        Und den Titel "Guru" hab ich nicht erfunden. ^^
      • Von Gemar Mitglied
        Zitat von ElvisMozart
        Laut dem Steam-Survey haben auch nur <10% der Steam-User ne bessere GPU verbaut als die PS5.
        Wie hier bereits von jemanden erwähnt, bremst sich der PC eher selbst aus.

        Bin auch der Meinung, dass jede neue Konsolengeneration sogar dafür sorgt, dass die Fortschrittsprünge etwas größer ausfallen. Durch die Konsolen wird eine gewisse Basis mit ner Mindestleistung aufgebaut, die etwas über der des Durchschnitt-PCs liegt.
        Das klingt nach einem Trugschluß.
        Zu Beginn einer Konsolengeneration lag die Leistung einer Konsole meist immer über einen Durchschnitts-PCs und kurbelte damit die Anforderungen hoch.
        Zum Ende hin lag sie aber darunter und bremste die Spiele in ihren Möglichkeiten eher wieder aus. Schau dir einfach mal in 2 Jahren den Durchschnitts-PC an und wie er dann gegen die PS5 abschneidet.

        Aber ja, das ganze hat sich derzeit eher verschärft.
        1. Hardware, vorrangig Grafikkarten, sind zu kostspielig geworden. Wodurch Entwickler gezwungen sind ihre Spiele besser zu optimieren. In einer besseren Optimierung sehe ich keinen Nachteil, im Gegenteil das ist immer besser.
        2. Und die Grafikunterschiede sind von Generation zu Generation nicht mehr so deutlich und liegen nun eher im Detail.
        3. Mit den neueren Konsolen kam es eher auf Features an, z.B. die extrem schnellen Ladezeiten der PS5 oder Sachen wie Bewegungssteuerung oder haptisches Feedback, u.s.w.

        @Features:
        Die wichtigste Entwicklung sehe ich derzeit in DirectStorage (Hardware) und neuen Softwaretechniken wie z.B. Naninte Foliage (Unreal Engine 5). Und mal ehrlich, dann sind wir auf einem grafischen Stand, der kaum Wünsche offen läßt. Außer halt immer noch extrem aufwendige und aktuell oft wenig unterstützte Dinge wie Physik, Wasser, Gegner-Ki, Simulationen, u.s.w.
        Zitat von sauerlandboy79
        Höchst interessante Infos. Danke dafür.
        Du bist hier doch auch ein alter Guru. Ich weigere mich zu glauben, dass Du die Steam Stats nicht kennst. ;)
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