Resident Evil - Retro-Special Seite 2

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Special Marco Cabibbo - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Resident Evil - Retro-Special Seite 2
Quelle: PC Games

Vor knapp 22 Jahren lehrte Capcom uns mit Resident Evil erstmals das Fürchten. Wir haben uns für euch ins gruselige Herrenhaus des ersten Spiels begeben und erklären, warum Fans auch heute noch sehnsuchtsvoll auf das Original zurückblicken.

Sämtliche Zwischensequenzen des Spiels sind vollständig vertont worden – die Qualität der englischen Sprecher lässt aber teilweise sehr zu wünschen übrig. Quelle: PC Games Sämtliche Zwischensequenzen des Spiels sind vollständig vertont worden – die Qualität der englischen Sprecher lässt aber teilweise sehr zu wünschen übrig. Diese erweiterte Fassung des Originalspiels brachte nicht nur neue Gegner, Items und Outfits für die Charaktere mit, sondern auch einige veränderte Kamerawinkel und das mit Realschauspielern gedrehte Intro gab es erstmals in Farbe zu sehen. Mit Intro fällt an dieser Stelle ein gutes Stichwort. So ernst Resident Evil durch sein Szenario und seine explizite Gewaltdarstellung auch wirkte, so drittklassig-lächerlich waren das Schauspielvermögen und die Sprachausgabe - Letzteres zumindest für die englischen Muttersprachler.

Anhand der Satzformulierung und den vielen Wortwiederholungen konnte man schnell feststellen, dass die Dialoge des Spiels von Japanern geschrieben wurden, wodurch natürlich alles ziemlich wirr klang. Die legendär schlechte Vertonung brachte aber auch so manch Gutes mit sich, darunter zum Beispiel so kultverdächtige Begriffe wie "Jill Sandwich". Bereinigt wurde die Sprachausgabe des Originals allerdings nie. Erst beim Remake ließ Capcom in Sachen Vertonung die Professionalität walten, die dem Spiel auch gerecht wurde.

Mobiles Grauen

Auch bei der Umsetzung von Resident Evil für den Nintendo DS, zeitlich abgestimmt auf das zehnjährige Jubiläum, beließen es die Entwickler bei der fast schon liebgewonnenen Originalvertonung. Dafür statteten sie das erstmals portable Horror-Adventure mit zahlreichen neuen Inhalten aus. Neben dem klassischen Modus implementierte Capcom auch einen Rebirth-Modus, welcher dem Touchscreen viel Aufmerksamkeit zukommen ließ. So musstet ihr den Stylus benutzen, um aus der Ego-Perspektive herannahende Gegner mit dem Kampfmesser abzuwehren. Auch diverse Puzzles des Originals wurden für die DS-Portierung, welche übrigens den passenden Untertitel Deadly Silence trug, teilweise komplett ersetzt. Für Nintendo-Fans war es zudem das erste Mal, dass sie mit dem Initialtitel der seitdem gefeierten Serie in Kontakt kamen.

Endlich entkommen: Abhängig von euren Entscheidungen gibt es im Spiel mehrere Abspänne. Es lohnt sich also, Resident Evil mehrfach durchzuspielen. Quelle: PC Games Endlich entkommen: Abhängig von euren Entscheidungen gibt es im Spiel mehrere Abspänne. Es lohnt sich also, Resident Evil mehrfach durchzuspielen. Wenn heute vom ersten Resident Evil gesprochen wird, ist in der Regel die Neuauflage gemeint - und das aus einem guten Grund. Der einst Gamecube-exklusive Titel verpasste dem Spiel nicht nur einen optischen Feinschliff erster Güte, der sich sogar Jahre später noch sehen lassen konnte, auch das Gameplay wurde umfassend verbessert und machte das antiquierte Original fast schon obsolet. In seiner Bedeutung hat das erste Resident Evil aber nichts von seinem Stellenwert verloren, hat es doch wesentlich zum Erfolg des Survival-Horrors beigetragen und Capcom aus den roten Zahlen geholt. Es muss also einen Grund haben, warum die Macher für das 2017 erschienene Resident Evil 7 den ersten Teil als Inspirationsquelle Nummer eins angegeben haben. Ganz gleich, ob man hier nun vom Original oder der Neuauflage spricht. Mit dem Remake von Resident Evil 2 wird demnächst die nächste Neuauflage eines Spiels aus der Frühzeit der Serie erscheinen. Man sieht: Trotz Untoter ist Resident Evil lebendig wie eh und je!

Extrakasten: Resident Evil - das Remake

Die Neuauflage von 2002 zeigte eindrucksvoll, dass ein Remake mehr sein kann als bloß ein halbgares, überteuertes Update.

Resident Evil: Retro-Special zum Horror-Klassiker Quelle: Capcom Resident Evil: Retro-Special zum Horror-Klassiker Mit Resident Evil hatte sich Capcom 1996 aus dem Nichts heraus ein neues Standbein geschaffen, das in den folgenden Jahren erfolgreich ausgebaut wurde und heute zu den wichtigsten Stützpfeilern des Unternehmens zählt. Wie sich bald herausstellen sollte, waren die Macher mit dem Original offenbar aber noch nicht völlig zufrieden. Im Vorfeld der Gamecube-Veröffentlichung ließ Capcom dann die Bombe platzen: Gleich mehrere Resident Evil-Teile sollten exklusiv für Nintendos neue Konsole auf den Markt kommen, darunter auch eine Neuauflage des sechs Jahre zuvor veröffentlichten Originals. Das Remake demonstrierte eindrucksvoll, was der neue Würfel grafisch auf dem Kasten hatte. Lange Zeit war sogar von Fotorealismus die Rede.

Links der Ostflügel des Hauses im Original, rechts die gleiche Stelle des Remakes. Schon damals war der qualitative Sprung der Technik höchst beeindruckend, doch gerade in der Nachbetrachtung ... Quelle: PC Games ... ist es schwer zu glauben, dass zwischen diesen beiden Spielen gerade einmal sechs verschwindend geringe Jahre liegen. Quelle: PC Games

Capcom hatte aber weit mehr in Aussicht als nur eine optische Generalüberholung, denn das Herrenhaus wurde nicht nur um neue Areale erweitert, sondern auch mit frischen Gegnertypen und veränderten Rätselaufgaben. Sogar an der Hintergrundstory hat Capcom etwas verändert, damit sie mit den diversen Fortsetzungen inhaltlich einhergeht. Dabei spielte man gekonnt mit dem Wissen der Fans: Anstelle eines Zombiehundes, der krachend durchs Fenster sprang, knackst an derselben Stelle im Haus nur kurz der Rahmen. Lange Zeit war das Spiel exklusiv nur auf Nintendo-Konsolen spielbar, denn neben der Gamecube-Version setzte Capcom das Remake auch für die Wii um.Dort enttäuschte man die Fans aber mit einer halbgaren, aufgesetzt wirkenden Steuerung. Es sollte noch eine weitere Konsolengeneration ins Land gehen, ehe Capcom das Spiel auch auf einen HD-Standard hievte und den Titel in einer Remastered-Neuauflage für Playstation 4, Xbox One und den PC veröffentlichte. Diesmal sogar mit einer merklich verbesserten Steuerung, bei der ihr den Stick nur noch in die Richtung neigen müsst, in die ihr auch laufen wollt.

Meinung

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    • Kommentare (12)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von stevem Spiele-Enthusiast/in
        Ich habe mir gestern Resident Evil Revelations 2 für die Switch geholt, das ist neben RE2, RE7 und RE1R einer meiner lieblings RE Spiele, aber leider ist der COOP bzw Splittscreen total blöd gemacht und auch die Ladezeiten sind auf der Switch enorm lange.
      • Von stevem Spiele-Enthusiast/in
        Ich habe mir gestern Resident Evil Revelations 2 für die Switch geholt, das ist neben RE2, RE7 und RE1R einer meiner lieblings RE Spiele, aber leider ist der COOP bzw Splittscreen total blöd gemacht und auch die Ladezeiten sind auf der Switch enorm lange.
      • Von Xello1984 Gelegenheitsspieler/in
        Marco Cabibbo du schreibst mir wirklich von der Seele ;) Ich war in ungefähr gleichem Alter wie du, als ich den ersten Teil erleben durfte und da gehörte für mich noch Super Mario World auf dem SNES zum Alltag. Erwachsenen Spiele hatte ich davor nie gehabt oder gespielt, besaß damals keinen PC, sondern nur Konsolen. Da ich einen 4 Jahre älteren Cousin habe, hatte er damals schon immer interessante Dinge anzubieten, die einen 12 Jährigen faszinierten. So hatte er als einer der ersten, den ich kannte, eine PSX mit dem damals nagelneuen Titel Resident Evil. Da für mich damals Street Fighter 2, Donkey Kong und Yoshis Island zur besten Grafik gehörten, hatte ich im ersten Moment nicht richtig realisiert, dass es ein Spiel war, das mein Cousin da gezockt hatte, als ich in sein Wohnzimmer kam, bis mir klar wurde, dass er ein Gamepad in der Hand hielt. Die vorgerenderten Hintergrundgrafiken von Resident Evil waren daran schuld.
        Seit dem hatte ich mir auch eine PSX gewünscht und hatte mir schnell auch Resident Evil zugelegt. Als Kind hatte man schon damals einige Horrorfilme, auch mit Zombies, gesehen, aber nichts war im Vergleich so dermaßen schrecklich und grauenhaft (nicht im negativen Sinne), wie das Herrenhaus von RE1. Übrigens hatte ich als Kind nicht mal verstanden, was Herrenhaus überhaupt ist, so als kleinen Schmunzler nebenbei. Ich dachte, es sei ein Haus, wo ältere Herren wohnen. Also eine Art sehr große WG für ältere Herren :D
        Da ich unzählige Stunden mit dem Spiel verbracht habe, hat für mich und meine persönliche Erfahrung das Spiel definiert, was Angst, Schrecken und Horror überhaupt bedeutet. Als ich das Spiel in und auswenig kannte, hatte ich quasi die Angst besiegt, so hatte ich keine Probleme mehr mit Horrorfilmen oder als Beispiel aus dem Alltag in den dunklen Keller zu gehen.

        Die Schaupspieler und die Sprachausgabe waren grottig und B-Movie like, jedoch war das ein fester Bestandteil von RE. Survival Horror mit B-Movie Elementen. Natürlich kann es sein, dass es unabsichtlich war, aber es war so speziell, dass es dieses Genre für sich neudefiniert hat. Die Dialoge und auch der rote Faden des Storyverlaufs MUSSTE bescheuert sein, damit das Spiel so funktioniert, wie es war: Oh, ein riesengroßes, unheimliches Herrenhaus mit brutal gefährlichen Kreaturen? Da MUSS man sich doch als Crew aufteilen, um den Ausgang schneller zu finden :D Das war die Logik.
        Was mich damals übelst aufgeregt hat, war nicht die Steuerung, die zwar wirklich gewöhnnugsbedürftig war, sondern die Wertungen in den meisten PC Zeitschriften. Ich weiß nicht, welche Wertung PC Games vergeben hatte, aber eine andere bekannte Zeitschrift vergab 64% mit all den negativen und schlechten Aspekten hervorgehoben, wohingegen ein halbes Jahr zuvor das Spiel auf den Konsolen durchschnittlich eine 80er Wertung von den Spielezeitschriften einfuhr. Und das konnte ja nicht sein, dass da eine Differenz von 20% besteht. Man hatte das Gefühl, dass PC-Magazin-Redakteure einfach nur 2 linke Daumen für Konsolenspiele hatten und im Prinzip auch gar keine Konsolenspiele mochten, jedoch dazu verdonnert wurden, eine Konsolenumsetzung zu bewerten. Es wurde alles bemängelt, wie Sprachausgabe, Dialoge, billige Rätsel, schlechte Grafik (angeblich). Ich finde es noch bis heute so unfair. Es gibt 80er Spiele, die spielt man nur ein mal und nie wieder und man vergisst sie (Bulletstorm zb). Aber dann gibt es solche wie RE1, die absolut schlecht bewertet wurden, die jedoch bis heute, 20 Jahre später absolut bestand haben, bei denen man sich gerne zurückerinnert und sich wahnsinnig auf ein Remake freut und sehnsüchtig erwartet. Zu dem gab es auch unzählige Hollywoodverfilmungen, die nicht wirklich gut waren, jedoch zeigt diese Tatsache doch, wie viel Potential RE1 hatte. Es war wie du schreibst für Capcom eine Goldgrube.

        Was vielleicht noch in dem schönen Retro-Artikel fehlt, bzw. erwähnt werden könnte, ist, dass die meisten Schauspieler vom ersten Original bis heute unbekannt sind!
        Ich habe länger recherchiert, als Beispiel wer Jill gespielt hat. Es gibt nur Vermutungen und keine wirklichen Infos darüber. Einige der Schauspieler waren sogar nur 15-18 und High School Schüler. Als Synchronsprecher sind andere Leute eingesprungen. In Interviews von einigen der Synchronsprecher erinnern sie sich gar nicht mehr an die Namen der Schauspieler, können gar selbst nicht mehr sagen, ob sie selbst überhaupt mitgespielt haben.
        Jetzt könnten natürlich welche sagen: Wen interessiert es, wer diese schlechte Schauspielerin von Jill, genannt "Inezh" war?
        Ich sage, ein echter Fan der Serie interessiert es wahnsinnig. Wer z.B. die Filme mit Arnold Schwarzenegger mag, der verfolgt ja auch seine Persönlichkeit. Und ein Fan von RE1 würde auch gern wissen, wer Inezh ist, wo sie lebt, was sie gelernt hat, was sie macht, ob ihr RE1 in irgendeiner Weise in ihrer Karriere geholfen hat etc.

        hier sind dazu noch einige Videos:
        https://www.youtube.com/watch?v=RlEGlUuZeAs
        Jill's actress and voice actress aren't the same person.
        Jill Valentine was played by Inezh, who was a high school student at the time. An actress who played Jill is only known as Inezh, so Resident Evil fans want to know who she is. Please tell us if you know this person.

        Weitere Zusammenfassung:
        https://www.youtube.com/watch?v=D22Ao21Ya6k

        Es bleibt das "Inezh-Mysterium"
      • Von Evolverx Mitglied
        Ach ja, die Bösen Einwohner. Zero und das Remake von Teil 1 waren seinerzeit für mich der entscheidende Kaufgrund für den Nintendo Würfel und ich fand sie toll. Darüber das die Teile 2 und 3 danach aber nur lieblos portiert wurden war ich natürlich bitter enttäuscht.
      • Von linktheminstrel Mitglied
        Zitat von JohnCarpenter
        Die Gamecube-Version war seinerzeit wirklich klasse. Die Hintergründe waren unheimlich liebevoll und detailreich gestaltet und reizten die Möglichkeiten des PAL-Fernsehbildes aus. Ich habe eher den Eindruck, dass die PC-Version in Full-HD dann wieder entlarvend scharf, und dadurch gröber wirkt.
        Die Aussage "Dort enttäuschte man die Fans aber mit einer halbgaren, aufgesetzt wirkenden Steuerung. " Ist unsinnig, die man ja die "Panzersteuerung" lediglich vom Original übernommen hatte; eben genau, wie es "die Fans" kannten.
        An der Urfassung fand ich seinerzeit besonders die etwas "cheesy" wirkenden Videosequenzen rech witzig.
        Das mit der Steuerung bezieht sich auf due Bewegungssteuerung der Wii-Version. Dass es 16:9, höhere Auflösung (480p) und die klassische Variante als Alternative Steuerungsmethode gab, wird hier nicht erwähnt.
        Bei der hd-Versuon stört mich, dass die Videosequenzen nicht in höherer Auflösung daherkommt. Dadurch wirkt die GC-Variante einfach im allgemeinen etwas stimmiger.
        Steuerungsprobleme hatte ich in keiner phase von resident evil und kann mich als Fan der ersten Stunde bezeichnen.
      • Von JohnCarpenter Spiele-Kenner/in
        Die Gamecube-Version war seinerzeit wirklich klasse. Die Hintergründe waren unheimlich liebevoll und detailreich gestaltet und reizten die Möglichkeiten des PAL-Fernsehbildes aus. Ich habe eher den Eindruck, dass die PC-Version in Full-HD dann wieder entlarvend scharf, und dadurch gröber wirkt.
        Die Aussage "Dort enttäuschte man die Fans aber mit einer halbgaren, aufgesetzt wirkenden Steuerung. " Ist unsinnig, die man ja die "Panzersteuerung" lediglich vom Original übernommen hatte; eben genau, wie es "die Fans" kannten.
        An der Urfassung fand ich seinerzeit besonders die etwas "cheesy" wirkenden Videosequenzen rech witzig.
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