Arbeitsspeicher: Wissenstipps & Marktübersicht
Arbeitsspeicher: wenig spektakulär, aber wichtig. Wir geben euch interessante Wissenstipps zu RAM sowie eine Marktübersicht.
Für die Leistung des PCs ist vor allem die CPU und die Grafikkarte wichtig. Doch auch der Arbeitsspeicher ist ein Faktor, auch wenn er weniger für die Spieleistung verantwortlich ist. Wir haben einiges an Wissen zu RAM vorbereitet und bieten auch eine Marktübersicht zu aktuellem RAM-Riegeln.
Quelle: Corsair
Corsair Vengeance Pro
Was ist RAM / Arbeitsspeicher?
Der Arbeitsspeicher ist sozusagen das Kurzzeitgedächtnis des PCs. Hier werden Daten abgelegt, die von aktuell laufenden Programmen benötigt werden. Diese Daten können dann deutlich schneller abgerufen werden, als wenn man sie erneut von der Festplatte oder einer SSD laden würde. Somit kann der Prozessor die Daten schnell verarbeiten. Die Größe des Arbeitsspeichers legt dabei fest, wie viele Daten im RAM gleichzeitig Platz finden. Für aufwendigere Programme ist mehr Speicher nötig als für simple Tools. Vor allem sehr große Bilddateien oder auch Videos bei einer Videobearbeitung profitieren von einem großzügig dimensionierten Arbeitsspeicher. RAM bedeutet übrigens Random Access Memory, also zufällig beziehungsweise wahlfrei zugänglicher Speicher. Hiermit ist gemeint, dass die Daten nicht in einer festgelegten Reihenfolge im Speicher abgelegt werden müssen, sondern da gespeichert werden können, wo gerade Platz ist. Dies ist zwar an sich auch bei Festplatten der Fall. Trotzdem meint man im Computerbereich mit RAM stets den Speicher, der Daten nur kurzzeitig bereit hält und sie spätestens beim Abschalten des Gerätes verliert.
Lesenswert: RAM-Test und -Bestenliste im PCGH-Ratgeber
RAM und VRAM
In diesem Artikel
- Seite 1 RAM: was ist RAM? Unterschied RAM und VRAM
- Seite 2 RAM: DDR und was der Takt bedeutet
- Seite 3 RAM: DDR3-RAM: welchen Takt nehmen? RAM-Timings (CL-Wert)
- Seite 4 RAM: Wie viele Riegel (Dualchannel) und wie viel Gigabyte nehmen? DIMM und SO-DIMM
- Seite 5 RAM: Marktübersicht mit 36 RAM-Serien
- Seite 6 Bildergalerie
Grundsätzlich muss man den Arbeitsspeicher des PCs klar vom Grafik-Speicher unterscheiden. Der normale Arbeitsspeicher wird in Form von RAM-Riegeln in entsprechende Slots des Mainboard gesteckt. Der Grafik-RAM einer Grafikkarte besteht wiederum aus Speicherchips und nicht aus aufsteckbaren Riegeln. Grafik-RAM von Grafikkarten wird auch als VRAM (Video-RAM) bezeichnet, wobei dies strenggenommen seit einigen Jahren nicht mehr korrekt ist. Denn VRAM war früher eine eigene Sorte von Speicher, die sich klar vom normalen Arbeitsspeicher unterschied. Inzwischen basiert das RAM für Grafikkarten aber technisch auf dem Speicher, der auch für das Mainboard genutzt wird, allerdings wird zumindest für Gaming-Grafikkarten schnellerer RAM genutzt: beim PC-Arbeitsspeicher kennt man aktuell vor allem die Bezeichnung DDR-RAM, der aktuelle Standard ist DDR3. Beim auf einer Grafikkarte verbauten Speicher spricht man von GDDR-RAM, wobei hier aktuell GDDR5 üblich ist, was technisch auf DDR3 basiert. Was wiederum das Kürzel DDR überhaupt bedeutet, klären wir auf der nächsten Seite. Einen Sonderfall gibt es aber beim Arbeitsspeicher: viele moderne CPUs haben eine eingebaute Grafikeinheit, zudem gab es früher auch viele Mainboards mit einem Grafikchip. In diesen Fällen, sofern man keine richtige Grafikkarte nutzt, dient der normale Arbeitsspeicher zu einem Teil als Grafik-RAM. Man spricht hier auch von Shared-RAM. Dieses Prinzip ist derzeit immer noch bei Laptops im Einsatz.
