Plants vs. Zombies: Garden Warfare - Update mit Infos und Wertung zur PC-Version
Wir spielten den launigen Online-Shooter im Plants vs. Zombies-Universum erst im Rahmen eines Review-Wochenendes und danach auf den Live-Servern. Im Test verraten wir euch, was Garden Warfare kann.
Ziemlich genau vier Monate sind nun ins Land gezogen, seit die Xbox-Versionen von Plants vs. Zombies: Garden Warfare erschienen sind, und endlich hat das Warten ein Ende: Der Zombie-Pflanzen-Krieg findet nun auch auf dem PC statt. Wir haben uns die letzten beiden Tage auf den Online-Servern herumgetrieben und – soviel nehmen wir vorweg – das Warten hat sich tatsächlich gelohnt.
Der spielerische Aspekt:
In diesem Artikel
Vor allen Dingen in Sachen Umfang bietet die PC-Version deutlich mehr als die Xbox-Versionen zum Zeitpunkt des Releases. Der Grund ist ein einfacher: Alle (kostenlosen) DLCs, die in den letzten Monaten auf der Konsole erschienen, sind von Anfang an in der PC-Version enthalten. Neben neuen Maps, neuen Klassen-Varianten, einem höheren Maximal-Level und hunderten Optik-Accessoires sind hier vor allem zwei neue Spielvarianten für den kompetitiven Mehrspieler-Part erwähnenswert.
Mit "Gartenzwergbombe" gesellt sich beispielsweise eine komplett neue Spielart hinzu, die an den Obliteration-Modus von Battlefield 4 erinnert. Zwei Teams stehen sich gegenüber und müssen eine an einem zufälligen Ort auftauchende Bombe einsammeln. Mit dieser gilt es dann, nacheinander drei Detonationspunkte des gegnerischen Teams zu sprengen – was die Kontrahenten logischerweise verhindern wollen. Vor allem zum Ende dieser Begegnungen, wenn eines der Teams nur noch einen einzigen Detonationspunkt verteidigen muss, entbrennen wirklich tolle, auf positive Art und Weise chaotische Gefechte. Schade ist allerdings, dass "Gartenzwergbombe" nicht Teil der zweiten Neuerung ist: dem gemischten Modus. Hier wechseln sich die Spielarten "Teamsieg" und "Gärten und Friedhöfe" nämlich ab – optimal für alle, die sich nicht auf einen einzelnen Modus konzentrieren und auch nicht nach jedem Match einen neuen Server suchen wollen.
Ansonsten bleibt jedoch alles beim Alten: Garden Warfare ist auch auf dem PC ein extrem unterhaltsamer, sympathisch-chaotischer Mehrspieler-Shooter, der sich zu keiner Sekunde Ernst nimmt und auch für Einsteiger geeignet ist. Und der "Gärten und Friedhöfe"-Modus hat auch vier Monate nach Release der Konsolenversion nichts von seinem Unterhaltungswert eingebüßt. Wer also von all den bierernsten Multiplayer-Vertretern nach zig Call of Dutys und Battlefields langsam die Nase voll hat, sollte einen Blick auf Garden Warfare riskieren.
Der technische Aspekt:
Erscheint ein Spiel zuerst für eine Konsole, ist es umso wichtiger, den PC-Port auf Herz und Nieren zu prüfen. Im Falle von Garden Warfare waren jegliche eventuelle Sorgen jedoch unbegründet – man merkt dem Spiel seine Konsolenherkunft zu keinem Zeitpunkt an.
Die Grafikeinstellungen erlauben Feintuning ganz nach euren Vorstellungen, die Maus-und-Tastatur-Steuerung ist frei belegbar, die Aim-Hilfe ist Gamepad-Nutzern vorbehalten und sogar deaktivierbar – vorbildlich. Hinzu kommen sehr moderate Hardware-Anforderungen. Laut Entwickler reichen bereits ein Zweikern-Prozessor, 4 GB RAM sowie eine Geforce 8800 GT bzw. eine Radeon HD 5750. Auf unseren etwas "schwächer" bestückten Test-Systemen mit Karten der Geforce 500er-Reihe lief PvZ mit maximalen Einstellungen flüssig und ohne jede Einschränkung – der relativ simplen, aber nicht weniger charmanten Comic-Grafik sei Dank. Auch der Netzcode funktioniert tadellos, Lags traten während unserer Testphase nicht auf, Verbindungsabbrüche ebenfalls keine. Mehr noch: Das Beitreten von Matches nimmt auf dem PC noch weniger Zeit in Anspruch als auf den beiden Xboxen, selbst vormittags oder spätnachts finden sich volle Server innerhalb von wenigen Sekunden.
Zwei Haken hat die Sache allerdings. Erstens: Als Betriebssystem wird ein 64-Bit-Windows 7 oder 8 vorausgesetzt. Wer eine 32-Bit-Variante nutzt oder gar noch auf Vista und XP setzt, schaut leider in die Röhre. Zweitens: Garden Warfare setzt als reiner Online-Titel auf EAs Vertriebsplattform Origin, die zwar mittlerweile genauso unbedenklich (oder bedenklich?) ist wie Valves Steam, in ihren Anfangstagen mit fragwürdigen AGBs und Zusatz-Tools allerdings viele Zocker dauerhaft verprellte. Origin-Verweigerer bleiben also ebenfalls außen vor.
