Plants vs. Zombies: Garden Warfare im Test - Belohnungen und Fazit - Update mit Wertung
Wir spielten den launigen Online-Shooter im Plants vs. Zombies-Universum erst im Rahmen eines Review-Wochenendes und danach auf den Live-Servern. Im Test verraten wir euch, was Garden Warfare kann.
Punkt 3: Das Belohnungssystem
Viele unter euch werden sich jetzt sicher fragen: Und was krieg ich nun dafür, dass ich mich virtuell mit Pflanzen respektive Zombies prügle? Die Antwort ist ganz einfach: Münzen. Die investiert ihr dann im spielinternen Shop, um Boosterpacks zu kaufen. Darin enthalten sind vier unterschiedliche Dinge.
In diesem Artikel
Erstens: Ihr erhaltet Einweg-Karten für die Pflanzen-Töpfe bzw. die Zombie-Gräber. Alle herbeigerufenen Untoten oder Pflanzen in den Mehrspielermodi sind nämlich nach einmaligem Gebrauch weg. Wer keine Karten mehr übrig hat, kann auch keine Unterstützung mehr herbeirufen.
Zweitens: Ihr erhaltet Sticker für euer Sticker-Album. Die Sticker dienen dazu, die oben erwähnten Unterklassen freizuschalten. Wer alle Sticker für einen Charakter gesammelt hat, kann ihn fortan in den einzelnen Matches nutzen. In den teuersten Booster-Packs ist übrigens eine komplette Klasse enthalten – falls ihr das mühselige Sammeln leid seid.
Drittens: Die bis zu drei Upgrades für die einzelnen Klassen schaltet ihr ebenfalls über Booster-Packs frei. Viel Auswahl habt ihr dabei aber wie gesagt nicht. Freigeschaltet ist freigeschaltet, eine Individualisierung ist nicht möglich.
Viertens: Optische Spielereien für eure Klassen: neue Looks für eure Waffen, Hüte, Brillen, Bärte und so weiter – auch das findet ihr in Booster-Packs. Die Optik-Anpassungen sind jedoch lediglich genau das: optisch. Eure Stats oder Fähigkeiten verändert ihr durch die Anpassungen in keinster Weise – auch hier verschenken die Entwickler unserer Meinung nach Potential.
Wer bei all diesen kaufbaren Booster-Packs jetzt bereits Angst bekommt, Garden Warfare käme mit einer Art Free2play oder gar Pay2win daher, kann beruhigt aufatmen. Aktuell gibt es absolut keine Möglichkeit, Echtgeld zu investieren, um sich mehr Booster-Packs zu kaufen. Mehr noch: Die Münzen sind relativ schnell verdient, so dass gar nicht erst der Eindruck entsteht, man müsse ewig viel Zeit investieren. Eine gewonnene Gärten-und-Friedhöfe-Partie etwa bringt euch runde 6.000 Münzen ein, das teuerste Booster-Pack mit einer garantierten Unterklasse kostet 40.000 Coins. Die billigste Variante, in der meist nur Sticker-Teile und Einweg-Einheitenkarten enthalten sind, schlägt mit gerade einmal 1.000 Münzen zu Buche – es geht also äußerst fair und damit auch motivierend zu.
Punkt 4: Das Spielgefühl – unser Fazit
Quelle: PC Games
Den Boss-Modus könnt ihr lediglich auf der Xbox One zocken - hier übernehmt ihr die Rolle des Chefstrategen und unterstützt die Fußtruppen. Battlefields Commander-Modus lässt grüßen. (Bild aus der Xbox-One-Version)
Allem unserer Meinung nach vergebenen Potential und dem für 40 Euro (Xbox One; Xbox 360 = 30 Euro) etwas geringen Umfang zum Trotze: Unter dem Strich zählt hauptsächlich das Spielgefühl – und hier legt Popcap eine Punktlandung hin. Ganz gleich, welchen der Spielmodi ihr spielt (auch wenn Gärten und Friedhöfe unser Favorit ist), Garden Warfare versprüht mit jeder Pore Charme und Humor. Die Grunzlaute der Zombies, singende Vogelscheuchen in den Vorgärten, Knoblauch-Dronen, Mais-Artillerie, Crazy Dave als Auftraggeber, Yeti- und Disco-Zombies als Bossgegner – der Humor und der Stil der Serie sind in jeder Sekunde allgegenwärtig.
Hinzu kommt, dass wir mehrfach laut lachend vor dem Fernseher saßen, obwohl um uns herum die Shooter-Hölle tobte. Wenn der Ingenieur auf seinem Presslufthammer vor euch vorbeirast und ihr dabei nur sein schickes Bauarbeiter-Dekolleté erblickt, wenn eine fleischfressende Pflanze einen Footballer-Zombie verfolgt und ihn schließlich einfach verschluckt, dann ist das einfach so herrlich absurd und lustig, dass man fast vergisst, dass man einen eigentlich recht taktischen Mehrspieler-Shooter vor sich hat. Klar, Battlefield-4-Verhältnisse hinsichtlich Teamplay darf man sicherlich nicht erwarten, eher schon Battlefield Heroes. Aber nichtsdestotrotz ist eine gewisse Zusammenarbeit in Garden Warfare von elementarer Bedeutung, ohne ausreichend Heilung und die Wiederbelebung von Kameraden seht ihr trotz der arcadigen, bunten, kurzweiligen Aufmachung kein Land.
Update nach Release:
Mittlerweile ist PvZ sowohl für Xbox 360 als auch für Xbox One im Handel erhältlich. Wir haben uns auf beiden Systemen in den Online-Modi herumgetrieben und können glücklicherweise nur Positives vermelden: Größere Probleme blieben aus. Lags und Bugs traten bei uns gar nicht auf, Verbindungsabbrüche immerhin in einem absolut vertretbaren Rahmen. Lediglich beim Wechsel von einer Map zur nächsten wurden wir wiederholt aus der Lobby geworfen. Da das Beitreten eines neuen Matches aber kaum Zeit in Anspruch nimmt, ist das verschmerzbar. Auch das Matchmaking funktioniert tadellos, vor allem natürlich deshalb, weil Balancing-Probleme durch das recht arcadige Gameplay von vornherein quasi ausgeschlossen sind.
Für Xbox-360-Besitzer sind trotzdem einige Dinge zu beachten. Dass der Boss- sowie der Splitscreen-Modus fehlen, erwähnten wir ja bereits. Die etwas gröber aufgelösten Texturen hingegen spielen beim bunten Comic-Stil des Spiels kaum eine Rolle: Garden Warfare sieht auf beiden Systemen hübsch und charmant aus. Ärgerlich ist allerdings, dass die 360-Version nicht nur in seltenen Fällen ruckelt, sondern auch mit deutlich längeren Ladezeiten zu kämpfen hat. All dies schlägt sich natürlich in der Wertung nieder, die wir ein paar Punkte unter der der Xbox-One-Variante ansiedeln.
