Payday 2 im Test: Motivierender, aber auch fordernder Koop-Shooter
Test zu Payday 2: Wegen eines geringen Umfangs und des relativ schweren Einstiegs wurde der Vorgänger im Stile von Left for Dead zu Recht kritisiert. Nun haben die Entwickler ihre Hausaufgaben erledigt und an den zwei Kritikpunkten stark gearbeitet. Im Payday 2-Test erfahrt ihr, wie gut der Titel geworden ist.
Payday 2 im Test: Vor rund anderthalb Jahren machte das kleine schwedische Studio Overkill von sich Reden, als der virtuelle Gangsterfilm zum Selberspielen erschien. Payday: The Heist hatte zwar eine originelle Idee und auch die technische Umsetzung war zum größten Teil gelungen, doch wegen des geringen Umfangs und des relativ schweren Einstiegs wurde der Koop-Shooter im Stile von Left for Dead auch zu Recht kritisiert. Nun haben die Schweden ihre Hausaufgaben erledigt und an den besagten zwei Kritikpunkten stark gearbeitet. Ob Payday 2 somit das perfekte Koop-Spiel für alle Möchtegern-Gangster geworden ist, verraten wir euch in unserem Test.
Das hat uns gut gefallen
Viele unterschiedliche Missionen
Im Vorgänger standen uns nur sechs Missionen zur Verfügung. Die waren zwar relativ umfangreich und nahmen zumeist mehr als eine halbe Stunde in Anspruch, doch zum hundertsten Mal dieselbe Bank ausrauben machte auf Dauer keinen Spaß. Im Nachfolger dürft ihr insgesamt zwischen 30 Missionen wählen, die obendrauf noch dynamisch sind (sprich die Safes immer wieder an unterschiedlichen Stellen sind und die Wachen andere Laufwege haben). Ob man für Vlad - den Kopf der russischen Mafia - marodierend durch ein Einkaufszentrum zieht, für den mysteriösen Bain Banken ausraubt oder für einen Drogenkartell Kokain in großen Mengen schmuggelt: Die Missionen sind abwechslungsreich gestaltet, haben eine gute Länge und erfordern für einen möglichst reibungslosen Ablauf auch ein wenig Denkarbeit.
Quelle: PC Games
In jedem Level gibt es eine Planungsphase, in der ihr und eure drei Mitstreiter noch unmaskiert und ohne Waffe durch das Areal laufen.
In jedem Level gibt es eine Planungsphase, in der ihr und eure drei Mitstreiter noch unmaskiert und ohne Waffe durch das Areal laufen. Ihr könnt etwa das Zielobjekt - zum Beispiel eine Bank oder eine Disco - betreten und beobachten, wo die Wachen stehen, wer vielleicht eine Schlüsselkarte hat und wo ein guter Fluchtweg liegt. Sobald ihr eure Maske aufsetzt, geht dann der richtige Auftrag los. Bewaffnete Wachen dürft ihr sorglos umlegen, auf das Wohlbefinden der Zivilisten solltet ihr dagegen achten. Zumeist müsst ihr einen Thermalbohrer an einem Safe anbringen und etwa drei Minuten abwarten, bis ihr an die Moneten gelangt. In dieser Zeit machen dann Wellen von Polizeikommandos euer Leben schwer, die immer zahlreicher und besser gepanzert auftreten. Sobald man das Geld in Taschen verpackt ist, geht es dann zum Fluchtauto und damit zum Ende des Auftrags. Um dort lebendig anzukommen, müsst ihr wohlbedacht mit eurem Team agieren. So sollte zum Beispiel einer Feuerschutz geben, wenn die anderen die schweren Taschen voller Geldscheine transportieren oder einer kümmert sich um die Verletzten, während ein Anderer die SWAT-Teams aufscheucht. Laut den Entwicklern sollten die meisten Aufträge übrigens sogar ohne Schießereien zu schaffen sein - uns ist das aber nie gelungen, trotz vieler Versuche.
Einstieg
Payday 2 bietet diverse Möglichkeiten, wie man Türen aufbrechen oder Safes knacken kann. Im Vorgänger musste man noch die Optionen selbst entdecken und erlernen, jetzt stehen euch Übungsräume in eurem Versteck zur Verfügung, in denen euch beigebracht wird, wie man etwa ein Türschloss mit einer Waffe kaputt schießt oder was man mit Tretminen sonst noch so anfangen kann.
Atmosphäre
Grafisch gehört Payday 2 zwar eher zum alten Eisen, aber dank guter (englischer) Sprecher und einem gelungenem Soundtrack, der ein wenig an die Musik von Hotline Miami erinnert, fühlt man sich ab der ersten Spielminute tatsächlich fast wie Robert De Niro in Heat. Für noch mehr Atmosphäre ist übrigens die Mini-Web-Serie zum Spiel auf Youtube empfehlenswert, inzwischen ist der vierte Teil erschienen.
Motivation durch Levelaufstiege
Quelle: PC Games
Als angehender Meister-Mafiosi sammelt ihr neben Geld auf eurem Offshore-Konto auch Erfahrungspunkte.
Als angehender Meister-Mafiosi sammelt ihr neben Geld auf eurem Offshore-Konto auch Erfahrungspunkte. Nach jedem Levelaufstieg könnt ihr Talente in den Bereichen "Mastermind", "Vollstrecker", "Techniker" und "Geist" freischalten. Der Techniker-Skillbaum lässt euch etwa Fertigkeiten erlenen, mit denen ihr Sentry-Guns aufstellen könnt. Ein Vollstrecker schaltet dagegen Talente frei, die euch mehr Munition tragen oder mehr Schaden ausrichten lässt.
Das hart verdiente Geld könnt ihr ebenfalls sinnvoll verwenden, in dem ihr euch neue Sturmgewehre oder Kevlar-Westen leistet oder die einzelnen Waffen mit neuen Visieren oder Läufen ausstattet. Falls ihr immer wieder mit denselben Leuten spielt, lohnt es sich übrigens auf eine sinnvolle Verteilung der Talente zu achten. Im Team sollte sowohl ein beinharter Vollstrecker dabei sein wie auch ein lautloser Schleicher.

Evt check ichs ja nicht, und hab 20 missionen übersehn. Wär schön, wenn mir der tester des erklähren könnte. Wo die vielen abwechslungsreichen missionen genau zu finden sind.
Gestern wollte ich schon den Rechner zusammentreten vor Wut, weil ich fast in jeder Mission 5x rausgeflogen bin! Hatte vor dem Release die Beta gezockt und da war es nicht so schlimm. Dachte auch ok ist ja ne Beta usw und wird in der Ful gefixt... so so.
Heute ist angeblich ein Patch gekommen, werde es nachher probieren.
Teil 1 lief tadellos, darum wundert es mich warum man ein funktionierendes System nicht übernimmt?!
Der Serverbrowser ist ja wohl die größte Schwachstelle. Wenn man ein Team aus Freunden hat und eine bestimmte Mission spielen will muss man oft ewig warten bis sie endlich einmal auftaucht...
Für Leute die solo unterwegs sind und mit "Randoms" spielen ist der Serverbrowser ok denn dann gibt es viel mehr Auswahlmöglichkeiten.
P.S: Die KI der Polizisten ist immer noch furchtbar. Da verhält sich ja selbst so mancher Left 4 Dead-Zombie schlauer ;)
Ach, so unübersichtlich finde ich den Browser gar nicht mehr. Mit der Zeit weiß man schon, worauf man achten und was man suchen muss. Im Grunde finde ich die Idee dahinter sogar ganz nett. Allerdings funktioniert der Browser nicht immer einwandfrei. Oft kann man leeren Spielen nicht beitreten oder wartet 2 Minuten lange um beizutreten, nur um dann mit der Meldung wieder gekickt zu werden, dass der Server jetzt voll ist. :) Deshalb empfehle ich auf jeden Fall immer ein eigenes Spiel zu erstellen. So läuft man vor allem auch nicht Gefahr, grundlos gekickt zu werden.
Den Job mit der Methküche finde ich auch cool. Da kam uns auch direkt Walter und Jesse in den Sinn. :) Es gibt aber auch einige andere abwechslungsreiche Missionen im fertigen Spiel.
p.s. Die KI ist wirklich schlecht, aber lieber so, als ständige Frustmomente. Das Spiel ist so schon schwer genug. Wober mir weniger, aber dafür schlauere Kontrahenten auch nichts ausmachen würden. ;)