Paraworld
Grafik und Sound
Optisch muss sich Paraworld vor Konkurrenten à la Age of Empires 3 nicht verstecken. Giganten wie der Brachiosaurier oder Triceratops strotzen vor Details, etwa Panzerungsteilen oder Reitgeschirren. Einige Saurier lassen sich sogar aufrüsten. Der Kampfrhino zum Beispiel ist in der Grundversion nur mit seinem Fell bekleidet. Erforschen Sie aber die entsprechenden Upgrades, bekommt er einen Harnisch und am Nashorn eine riesige Klinge angelegt. Die Spielwelt wirkt lebendig.
Überall nisten verschiedene Saurierarten. Einige sind friedliebende Pflanzenfresser, die bei einem Angriff lediglich zu fliehen versuchen und sich daher als Jagdwild perfekt eignen. Andere wie die Velociraptoren greifen an, sobald sie einen Menschen erblicken. So hinterlassen Dschungel, Wüsten und vulkanische Gebiete einen sehr organischen Eindruck.
Positiv überrascht hat uns der dezente Einsatz von High Dynamic Range - kurz HDR. In einer frühen Beta-Version von Paraworld waren die Levels derart überbeleuchtet, dass nach einiger Zeit die Augen schmerzten. In der Testfassung sind die Lichtverhältnisse dagegen wesentlich angenehmer. Die Soundkulisse und die Hintergrundmusik sind rundum gelungen. Kommt es zu einem Gefecht, dröhnt satter Kampfeslärm aus den Lautsprechern. In ruhigen Phasen überwiegen stimmungsvolle Hintergrundklänge, die selbst nach stundenlangem Hören nicht langweilen.
Während Grafik und Sound brillant sind, haben die Entwickler bei der Wegfindung gemogelt. Zwar gelangen die Truppen immer zum Ziel, allerdings auf Kosten der Übersichtlichkeit und Optik. Es wurde schlicht und ergreifend die Clipping-Abfrage der Einheiten entfernt, sodass an ein und derselben Stelle theoretisch unendlich viele Dinosaurier stehen können.
