ParaWorld: Tagebuch #2 - das Szenario, die Story, die Protagonisten

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ParaWorld: Tagebuch #2 - das Szenario, die Story, die Protagonisten Der nächste Schritt bestand darin, die Biografien der Hauptprotagonisten auszuarbeiten. Ursprünglich sollten es wie gesagt Teenager sein. Wir entschlossen uns aber dann, sie älter anzulegen. Was die die äußere Gestaltung angeht, sind die Helden schon mehrfach mehr oder weniger deutlich überarbeitet worden. Das kann man am Beispiel von Anthony Cole ziemlich gut sehen. Von den eigentlichen Charaktereigenschaften her waren sie aber schon von Anfang an klar definiert gewesen. Drei verschiedene Persönlichkeiten, die möglichst verschiedene Spielertypen ansprechen sollen.

Die drei Helden
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Anthony Cole wuchs in New York auf, zog dann aber mit seiner Familie nach San Jose. Aufgrund der Langzeitarbeitslosigkeit und des Alkoholproblems seines Vaters war die Kindheit nicht immer einfach für ihn und er entwickelte sich zu einem Einzelgänger, welcher eher durch sarkastische denn durch konstruktive Bemerkungen auffällt. Und seine Hitzköpfigkeit sorgt dafür, dass es ihm von Zeit zu Zeit schwer fällt, ruhig Blut zu bewahren. Es verwundert nicht, dass er auch schon einen Gefängnisaufenthalt wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt hinter sich hat. Trotz alledem schafft er es, ein Geologiestudium abzuschließen und sogar zu promovieren.

Stina Holmlund stammt aus Stockholm. Dank ihrer Mutter und ihres Großvaters ist sie ausgesprochen naturverbunden. Ihr Biologiestudium schloss sie mit Auszeichnung ab. Einige Zeit später schreibt Stina ihre Doktorarbeit über Tierarten, die trotz ändernder Bedingungen über einen langen Zeitraum hinweg kaum verändert haben. Wegen ihres Sinns für Ironie, ihrer Sturheit und der Abneigung gegen Machos ist es nicht allzu überraschend, dass Stina und Cole gelegentlich aneinander geraten.

Béla András Benedek ist ein junger ungarischer Wissenschaftler. Nachdem er ein Physikstudium an der örtlichen Universität begann, entschloss er sich an die berühmte Lomonosow-Universität in Moskau zu gehen. Nach Abschluss des Studiums und einem kurzen USA Aufenthalt kehrt er zurück und schreibt seine Doktorarbeit über "Zustandsabhängige Anomalien subatomarer Teilchen in mehrdimensionalen Räumen." Béla ist eine eher rationale und introvertierte Person, die aber sofort aufblüht, sobald sich eine interessante Diskussion ergibt. Wie gut, dass er außerdem auch mehrere Sprachen fließend beherrscht.

Dies ist natürlich nur eine kurze Zusammenfassung. Die vollständigen Biografien sind wesentlich ausführlicher und beinhalten mehr Details zu den Personen und ihrer Motivation. Gerade letzteres erachten wir als besonders wichtig. Man kann sich nicht einfach irgendeinen Charakter ausdenken und ihm irgendwelche Eigenschaften zuschreiben, es muss auch etwas geben, was sie antreibt. Ich kann nicht oft genug betonen, dass es essenziell ist darzulegen, warum jemand tut, was er oder sie tut. Meiner Meinung nach wird das oft nicht oder nicht ausführlich genug getan. Das resultiert für gewöhnlich darin, dass der Spieler das Verhalten der Figuren eher schlecht als recht nachvollziehen kann und so keine richtige Beziehung zu ihnen aufbaut.

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