ParaWorld: Tagebuch #2 - das Szenario, die Story, die Protagonisten

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ParaWorld: Tagebuch #2 - das Szenario, die Story, die Protagonisten Von Thomas Langhanki, Lead-Designer
Im ersten Artikel habe ich etwas über das SEK, unser erstes Spiel (Wiggles) und die Hintergrundgeschichte des aktuellen Projektes erzählt. Allerdings bin ich noch nicht wirklich näher auf das Setting, die Story und die in Paraworld vorkommenden Charaktere eingegangen. Es versteht sich von selbst, dass diese Elemente einer weitergehenden Erläuterung bedürfen damit der Leser erstmal ein Gefühl für die Spielwelt entwickeln kann bevor wir über das Gameplay oder technische Details reden.

Die Story des Spiels ist in Zusammenarbeit mit Nico Nowarra, Daniel Finger und Sven Oswald von Men in Text entstanden. MiT ist eine Firma, die unter anderem auf das Schreiben von Geschichten, Drehbüchern, Charakterentwicklung und Lokalisierung spezialisiert ist. Wir haben schon für Wiggles mit ihnen kooperiert. Damals waren sie für das Lektorat der Texte im Spiel verantwortlich und leiteten auch die Sprachaufnahmen. Da das alles wunderbar geklappt hat, wollten wir sie auch bei Paraworld wieder mit im Boot haben.

Ursprünglich handelte die Geschichte von drei Teenagern, die auf einer Segeltour spurlos verschwinden und in eine parallele Welt verschlagen werden. Das zumindest war die grobe Idee, die ich knapp ein Jahr bevor wir mit der eigentlichen Entwicklung von Paraworld begannen, im Kopf hatte.

Also, wenn ich mir die Story jetzt so anschaue, hat sich doch so einiges verändert. Das eigentliche Setting, die Protagonisten - teilweise zumindest - so wie das 'Wie' und das 'Warum' hinter ihrer Reise in diese andere Welt.

Als allererstes entwarfen wir eine umfassende Zeitachse. Diese beinhaltet zahlreiche Vorfälle und Begebenheiten und erstreckt sich von prähistorischen Zeiten bis hin in die Gegenwart. Weiterhin betrieben wir eine intensive Recherche um kulturelle Verknüpfungen zwischen den beiden Welten zu gestalten. Und eine wissenschaftliche Erklärung für die Dimensionstore wollte auch gefunden werden. Außerdem gab es ein paar Grundregeln, die in der ParaWorld zu gelten hatten. Keine Elektrizität. Keine Kunststoffe. Und sie sollte wie eine Art Jungbrunnen wirken, der den Alterungsprozess verlangsamt und es so ermöglicht, dass der Spieler Personen über den Weg läuft, die eigentlich schon das Zeitliche gesegnet haben müssten.

Nun da wir diese ausführliche, mit Ereignissen gespickte Zeitachse hatten, stellte sich die Frage: Welchen Abschnitt würden wir als Zeitrahmen für Paraworld auswählen?

Das viktorianische Zeitalter erschien uns von Anfang an als die interessanteste Epoche. Eine Ära geprägt von wissenschaftlichem Entdeckergeist und Inspiration. Man denke nur an Persönlichkeiten wie Charles Darwin, Jules Verne, Thomas A. Edison oder Charles Babbage - um mal ein paar zu nennen. Und einige von ihnen dienen als Vorlage für Charaktere, die der Spieler in Paraworld antreffen wird.

Und so entwarfen wir die SEAS. Diese sind eine geheime Gruppe von Wissenschaftlern, die Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet wurde. Sie sind sich der Existenz einer Parallelwelt bewusst. Anhand von Hinweisen aus der Vergangenheit schlussfolgern sie, dass es von Zeit zu Zeit schwarze Löcher gibt, die unsere Erde und diesen Ort verbinden. Und nach Jahren der Forschung gelingt es einem von ihnen, Jarvis Babbit, eine Maschine zu entwickeln, mit der die SEAS das Auftauchen eben jener Wurmlöcher berechnen können, was sie in die Lage versetzt, zwischen den beiden Welten hin- und herzureisen. Allerdings haben sie gewisse Gründe, warum sie dieses Wissen für sich behalten wollen. Deswegen ist dieser Geheimbund emsig bemüht, alle Spuren, die auf die Paraworld hindeuten, zu verwischen.

Bildergalerie: Paraworld
Bild 1-3
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