PC Games Podcast #207: Liegt die deutsche Spieleindustrie wirklich am Boden?
Studioschließungen und Flop-Titel: Wie steht es um die Spielebranche in Deutschland wirklich? In Folge 207 des PC Games Podcast gehen wir genau diesem Thema auf den Grund.
Es ist wieder einmal passiert: Ein Spiel eines deutschen Entwicklerstudios hat zum Release enttäuscht. Dieses Mal traf es die Pithead Studios, die sich unter anderem aus ehemaligen Piranha-Bytes-Mitarbeitern zusammengesetzt haben. Der aktuelle Titel Cralon ist jedoch kein Einzelfall: Schon in der Vergangenheit gab es immer wieder schlechte Nachrichten aus der deutschen Spielebranche, die häufig sogar Studioschließungen zur Folge hatten.
Das ist für uns der Anlass, einmal genauer die Industrie hierzulande in den Mittelpunkt zu rücken. In Folge 207 des PC Games Podcast plaudert Host Michi Grünwald mit den Redakteuren Carlo Siebenhühner und Christopher Barnes über gefloppte Spiele, Trash-Simulatoren und die Schwierigkeiten von Entwicklern in Deutschland.
Das Trio stellt sich die Frage, ob es für die Branche wirklich so schlecht steht, oder ob es nicht doch noch Hoffnung gibt. Titel wie Enshrouded, Anno 117 und Pioneers of Pagonia beweisen schließlich, dass auch deutsche Entwicklerteams große Erfolge feiern können. Wir vergleichen außerdem den derzeitigen Zustand der Industrie mit der Vergangenheit, als Spiele wie Crysis sogar international in aller Munde waren.
Zu Beginn der Ausgabe verrät Gothic-Experte Carlo aber zunächst mehr über die Probleme von Cralon, und warum die Idee des Dungeon Crawlers nicht perfekt umgesetzt wurde. Hier schon einmal eine Spoiler-Warnung, denn unser Podcast-Team bespricht auch einige Schwierigkeiten bezüglich Handlung und Story-Twists.
Schreibt uns gerne eure Meinung zu Cralon und dem allgemeinen Zustand der deutschen Spieleindustrie in den Kommentarbereich. Wo liegen aus eurer Sicht die Hauptprobleme oder seid ihr zufrieden mit der Entwicklung? Wir freuen uns wie immer über euer Feedback und wünschen euch nun aber erst einmal ganz viel Spaß beim Anhören der aktuellen Folge!
Die neue Folge direkt hier hören!
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Was ist der PC Games Podcast?
Der PC Games Podcast - der offizielle Videospielpodcast der PC Games - erscheint seit über einem Jahrzehnt regelmäßig und liefert dabei wöchentlich gleich mehrere Talks zum riesigen Thema Videospiele.
Unser Moderationsteam, Michi Grünwald und Annika Menzel, deckt dabei etliche Bereiche ab: Review-Gespräche und Previews zu brandaktuellen Games, nostalgische Rückblicke, Reports, Interviews und vieles mehr. Dabei gibt es natürlich auch immer mal wieder spannende Insights in die Spielebranche und in die Redaktion des ältesten, noch aktiven Videospielmagazins Deutschlands - seit 1992 am Start!
Unser Spiele-Podcast ist vollkommen kostenlos zugänglich und neben unseren Webseiten auch auf allen großen Podcast-Plattformen - von Apple Music bis hin zu Spotify - zu finden. Eine Auflistung mit direktem Link zur verfügbaren Plattform findet ihr hier am Ende des Artikels. Gute Zeit euch.
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Leider werden seit mehreren Jahren die allerwenigsten Games erfolgreich, wenn man nicht mindestens ein fünfstelliges Marketing Budget hat.
Und wenn schon produktiven Elementen Geld raubst, das nennt sich Steuer, und diese an unproduktive Elemente abführst (Staat, Beamte etc.), dann muß da wenigstens jemand extrem Kompetenter sitzen, welcher dann mit Geld um sich wirft, das ihm ja nicht gehört.
Dann verteilst halt die Förderung so, daß sich da was bilden kann, was über Jahre trägt. Was mich zum Beispiel wundert sind die "Mimimi Games". Die haben ja extrem geil abgeliefert (da kannst fast von einer Monopolstellung sprechen, in der Qualität und eben der Genre-Sparte), haben sich dann aber nicht rentiert.
Das geht halt über die reine Förderung hinaus, da mußt dann auch fordern. Daedalic ist da ja ein tragisches Beispiel. Dann ist da aber auch die Frage an was das liegt, daß da deutsche Studios nur bis an eine bestimmte Grenze wachsen dürfen, dann aber vom Markt verschwinden?
Gibt es hier einen Markt der nicht an einer europäischen Spieleentwicklung interessiert ist? Oder halt so pro forma, damit man nichts Gegenteiliges sagen kann. Die paar Ausnahmen wie CD Projekt Red mal außen vor. Ist ja nicht nur bei den Video-Spielen so. So Erfolgssoftware und Software bzw. Digitalfirmen kommen ja eher gern aus Nordamerika und die Hardware am besten nur noch aus Fernost.
Leider werden seit mehreren Jahren die allerwenigsten Games erfolgreich, wenn man nicht mindestens ein fünfstelliges Marketing Budget hat.
Die leicht negative Energie, welche sich da hinter dem Cralon Artikel manifestiert hat, war schon etwas massiv. :D Wenn das wiederkommt, dann gibts hier 5 Seiten voll Gezeter.