Die Tops & Flops der Redaktion: Google Stadia, Warhammer, blutige Action, Bananen und mehr!
Viele Höhen, aber auch ein paar Tiefen: In dieser Woche hatten wir alle Hände voll zu tun, schließlich steht die E3 2019 vor der Tür! Schon jetzt gab es ein paar spannende Enthüllungen zu sehen, außerdem testen wir das enttäuschende Warhammer: Chaosbane, freuen uns über eine verrückt-brutale Indie-Action-Orgie und machen uns Gedanken über die E3 und Google Stadia. Hier kommen die Tops und Flops der Woche.
Unser E3-Team sitzt bereits im Flieger nach Los Angeles. Die restliche Redaktion in Fürth kümmert sich derweil um Tests, Heftabgaben, Videos, News - und natürlich wird am Wochenende auch ein wenig Ruhe getankt, bevor die wichtigste Spielemesse des Jahres ansteht! Schon jetzt gab es mit Baldur's Gate 3, Darksiders Genesis, Watch Dogs Legion und Google Stadia einige spannende Ankündigungen. Aber die Woche hatte für uns nicht nur Highlights auf Lager - was uns begeistert hat und was nicht, lest ihr in unseren Tops & Flops der Woche.
Unsere TOPS der Woche:
My Friend Pedro hat endlich einen Release-Termin
Auf der E3 im letzten Jahr hatte ich echt viele coole Spiele zu interessanten und vor allem großen Titeln, doch mein Spiel der Messe war damals der Indie-Shooter My Friend Pedro von Devolver. Bereits bei der kurzen Anzock-Session machte die abgedrehte und verdammt brutale Bullet-Time-Ballerei so viel Spaß, dass ich am liebsten gar nicht mehr aufgehört hätte, als verrückter Killer haufenweise Gangster über den Haufen zu schießen. Außerdem will ich endlich wissen, was es mit der namensgebenden sprechenden Banane(!) Pedro auf sich hat. Am 20. Juni wird mir diese Frage hoffentlich beantwortet, denn dann erscheint der Titel endlich. - Christian Dörre, Redakteur
Pokémon Schwert & Schild: Erstmals mit (halb)offener Spielwelt!
Quelle: Game Freak
Pokémon Schwert und Schild
Die Pokémon-Serie begleitet mich jetzt schon seit 20 Jahren, im Herbst dann sogar auf den Tag genau. 1999 erschien im Oktober hierzulande die erste Generation der Hauptspiele, Pokémon Rot und Pokémon Blau, später folgte Pokémon Gelb. Was damals mit Bisasam als Starter-Monsterchen auf meinem lilafarbenen Game Boy Color mit angesteckter Wurmleuchte anfing, hat mich mein Leben lang mit unzähligen weiteren Spielen, Filmen, Comics, Merchandise und Co. begleitet und ist heutzutage sogar ein großer Teil meines Jobs. Schon verrückt. Am 15. November erscheint nun die achte Generation mit den Ablegern Pokémon Schwert & Pokémon Schild für meine liebste Nintendo-Konsole seit dem Nintendo 64, die Switch, und diese Woche zeigten Nintendo und The Pokémon Company vorab zur E3 nochmal eine neue Direct, in der viele neue Elemente der Spiele vorgestellt wurden; beispielsweise Naturzonen mit halboffener Spielwelt, neue Pokémon und überdimensional große, sogenannte Dynamax-Pokémon. Vieles ist spannend, einige Punkte völlig zu Recht das Ziel von Kritik, aber abseits aller rationaler Überlegungen: Ich habe sowas von Lust auf Schwert und Schild! Seit einigen Jahren schon ist November der Monat für neue Pokémon-Hauptspiele und auch dieses Jahr freue ich mich daher trotz Dunkelheit und Kälte schon auf den Spätherbst beziehungsweise frühen Winter. -Johannes Gehrling, Redakteur
Unsere FLOPS der Woche:
Wenige Überraschungen auf der E3
Ich schreibe diese Zeilen, während ich im Flugzeug nach L.A. zur E3 2019 sitze. Und irgendwie habe ich das Gefühl, schon alles zu kennen, was dort gezeigt werden wird. Klar, manche Dinge weiß ich jobbedingt frühzeitig, da kann ich keinem einen Vorwurf machen, dass ich "gespoilert" wurde. Aber auch sonst scheinen viele Entwickler ihr Pulver schon frühzeitig verschossen zu haben. Vielleicht bilde ich mir das nur ein, aber in den letzten Jahren war ich meistens noch deutlich planloser, welche Termine mich vor Ort erwarten würden. Liegt es daran, dass große Aussteller wie Sony die Messe ausfallen lassen und sie ihre Bedeutung verliert? Liegt es an der anstehenden nächsten Konsolengeneration, die bedingt, dass die meisten neuen Projekte erst im kommenden Jahr im Fokus stehen? Oder liegt es einfach daran, dass ich alt und unzufrieden bin? Wer weiß das schon! Idealerweise liege ich auch einfach völlig falsche und vor Ort wird mir eine geniale Enthüllungen nach der nächsten den Atem rauben. Mal sehen.- Lukas Schmid, Redakteur
Quelle: Screenshot
Hat die E3 2019 bereits ihr Pulver verschossen?
Google Stadia
Quelle: Google Playstore Stadia
Google Stadia: Wirklich die Zukunft des Gamings?
Am Aktienmarkt sinkt der Kurs in aller Regel, wenn die Erwartungen der Analysten weder erreicht noch übertroffen werden. Insofern haben mich die neuesten Ankündigungen zu Stadia enttäuscht. Keiner der gezeigten Titel - auch nicht Baldur's Gate 3 - erscheint exklusiv für Stadia, zumindest wurde dahingehend nichts gesagt. Doch genau dies hätte ich erwartet, dass Stadia mit mehreren exklusiven Titeln die nächste Generation der Spiele vor den Konsolenherstellern Sony und Microsoft einläutet. Außerdem fehlt mir die Info, was aktuelle Spiele kosten werden. Muss ich dafür auch 70 Euro löhnen oder werden Spiele auf Stadia günstiger sein als auf Konsolen? Die genannten Bandbreiten von 10 bis 35 Mbit dürften hierzulande zwar den meisten Spielern zur Verfügung stehen, doch sind Internetleitungen in Deutschland bekanntermaßen oft instabil, so dass die Datenraten schwanken können. Dafür kann Google natürlich nichts, doch das könnte der Akzeptanz von Stadia abträglich sein. Der Preis von rund 10 Euro für ein Monatsabo klingt fair. Allerdings sind darin nicht die allerneuesten Spiele enthalten. Was ich frech finde: Google verlangt, dass Kunden einen Chromecast-Stick in ihr TV-Gerät stecken, um Stadia nutzen zu können. Dabei würde prinzipiell eine entsprechende Stadia-App für den Smart-TV genügen. Die wird sicherlich auch irgendwann kommen, doch bis dahin wird erst mal abkassiert. - Andreas Szedlak, Redakteur
Warhammer als Schlaftablette
Quelle: Eko Software
Nicht schlecht, aber eintönig, simpel und mittelmäßig: Warhammer: Chaosbane.
Schon in meinem Beta-Bericht hinterließ Warhammer: Chaosbane einen erscheckend mittelmäßigen Eindruck. Und das ist in den sechs Wochen, die zwischen Beta und Release vergangen sind, leider nicht besser geworden: Das Warhammer-Diablo spielt sich durch die Bank eintönig und einfallslos. Außer solidem Dauergekloppe und vier ganz netten Klassen hat Chaosbane wenig zu bieten. Das Loot-System kickt nicht, die Charakterentwicklung fällt flach aus, die Levels bieten null Abwecshlung und in Sachen Story und Lore bringt allein die erste Stunde Diablo 3 mehr auf die Waage. Wie man dafür 50 Euro Vollpreis (DLCs nicht mitgerechnet!) aufrufen kann, ist mir ein Rätsel. Was zumindest für Chaosbane spricht, ist sein cleveres Interface im Koop-Modus, das macht das Spiel ideal zum gemeinsamen Zocken auf der Couch. Vom Online-Modus halte ich dagegen erst mal Abstand, der sorgt bei mir nämlich für reihenweise Abstürze und hat mir sogar dauerhaft meine Level-10-Elfe geschreddert (kein Witz!). Nun kloppe ich mich eben mit meinem Stufe-40-Zwerg durch die letzten Atemzüge des Hack & Slays, bevor ich meinen Test in Form gieße. Kleiner Spoiler: Mit einer guten Wertung rechnet hier niemand mehr. - Felix Schütz, Redakteur
Wie schaut's bei euch aus - was waren eure Tops und Flops der Woche?
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