30 Jahre PC Games: 30 Jahre in 30 Spielen - das Jahr 2017
30 Jahre PC Games, das feiern wir natürlich gebührend! Mit Spielen im Fokus werfen wir im neunten Teil der Reihe einen Blick auf die Jahre 2016 bis 2018.
Man soll die Feste ja feiern, wie sie fallen, also halten wir uns auch daran: Die PC Games wird 30 Jahre alt und die meisten von uns in der Redaktion waren vorher bereits jahrelang als Leser an Bord, einige sogar seit der Erstausgabe 10/92. Dementsprechend wollen wir in dieser Artikelreihe diese 30 Jahre Spielegeschichte ausgiebig feiern. Wir machen eine Reise durch alle 30 Jahrgänge, von den Anfängen des Heftes bis heute, mit dem Fokus auf das, was wirklich wichtig ist: die Spiele. Daher schnappte sich jeder Redakteur die Jahre, mit denen er besondere Erinnerungen verbindet - das erste Spiel überhaupt, das Entdecken der Genre-Liebe, erste Online- oder Mehrspieler-Gehversuche, der erste Kontakt mit der Lieblingsreihe. Viel Spaß beim Schmökern!
2017: Battle Royale und Lootboxen? Da nehm' ich doch lieber sexy Androiden.
Von Stefan Wilhelm
Die wichtigsten Titel des Jahres
- Divinity: Original Sin 2
- Wolfenstein 2: The New Colossus
- Forza 7
- Assassin's Creed: Origins
- Hollow Knight
- Total War: Warhammer 2
- Nier: Automata
- Resident Evil 7
- What Remains of Edith Finch
- Destiny 2
- Cuphead
- Prey
- Hellblade: Senua's Sacrifice
- Project Cars 2
- Thimbleweed Park
- Fortnite
- Endless Space 2
In diesem Artikel
Fragt man mich, was das Spielejahr 2017 besonders ausgezeichnet hat, dann läuft man Gefahr, mit endlosen Lobeshymnen über mein persönliches Lieblingsspiel der letzten zehn Jahre vollgetextet zu werden. Nämlich Fortnite!
Kleiner Spaß, ich rede von Nier: Automata. Aber keine Sorge, ich versuche, mich kurzzufassen: Dass dieser Nachfolger eines ziemlich obskuren und von Kritikern abgewatschten Spiels wie Nier überhaupt mit einem einigermaßen großen Budget finanziert wurde und erscheinen konnte, grenzt schon an ein kleines Wunder.
Quelle: Epic Games
2017, in einem Bild zusammengefasst: Das Loot-Lama, Fortnites Version einer Lootbox.
Und viel mehr als ein übertriebenes, toll spielbares Action-Spektakel habe ich als Freund der Platinum-Games-Titel von Nier Automata auch nicht erwartet. Womit ich auf keinen Fall gerechnet habe, ist, dass mir dieses Spiel, seine Charaktere, seine Geschichte und seine Musik auch fünf Jahre später nicht aus dem Kopf gehen würden.
Ich kenne kein anderes Spiel, das die Vorzüge und Eigenheiten dieses Mediums so genial ausnutzt und aushebelt, um seine Geschichte zu erzählen und Emotionen zu vermitteln. Keins, das seine verschiedenen Gameplay-Stile so elegant vermischt. Keins, das mit einer so bescheuerten Prämisse und vermeintlich schnell durchschauten Charakteren eine derart ergreifende, intelligente und große Geschichte erzählt. Muss man gespielt haben!
So, und wie versprochen kommen wir nun schon zum Rest. 2017 war schließlich auch das Jahr, in dem sich Assassin's Creed mit dem Ägypten-Ableger Origins nennen wir's mal "neu" erfand, und damit ziemlich beachtlichen Erfolg hatte. Auch Resident Evil konnte mit seinem reduzierten, Horror-fokussierten First-Person-Ausflug nach vielen Jahren wieder richtig punkten, scheint sich mit dieser Formel aber langsam zur Schießbude zurückzuentwickeln.
Quelle: PC Games
Das schräge Action-RPG Nier Automata überraschte mit seiner fantastischen Story.
Und apropos Formel: Das Jahr 2017 markierte den Durchbruch eines Spielegenres, vor dem es auch fünf Jahre später kein Entkommen gibt: Die Rede ist natürlich von Battle Royale. Und wer Battle Royale sagt, der muss auch den dabbenden rosa Elefanten im Raum erwähnen: Fortnite, das vermutlich bekannteste und popkulturell größte Spiel seit Minecraft. Der Fairness halber sei natürlich auch dessen komplett in den Schatten gestellter Vorläufer, PUBG, erwähnt, der Fortnites Popularität überhaupt erst ermöglicht hat.
2017 war darüber hinaus auch die Hochphase der Lootbox-Plage, die man mittlerweile nur noch in Sportspielen und dubiosen Mobile-Games findet. Firmen wie EA, Activision und Warner Bros. wollten statt Spielen lieber virtuelle Casinos entwickeln und taten dann höchst überrascht, dass Kunden und Behörden das nicht ganz in Ordnung fanden.
Auch Singleplayer-Titel blieben nicht verschont, siehe AC: Origins oder Mittelerde: Schatten des Krieges. Wer dem vergifteten AAA-Markt damals den Rücken kehrte, konnte sich dafür über fantastische Indie-Spiele freuen: Cuphead, Hollow Knight und Edith Finch begeisterten. Hellblade zeigte, dass man für aufwändige Technik keinen Publisher braucht.

bei 443,733 Rezensionen
Kaum ein Spiel von 2016 hat wohl mehr Reviews (negative: Toxische Community oder zu viele teure DLCs), als Killer gut, als Survivor auf Freunde angewiesen (3 Negativen)
17 der 20 Hilfreichsten Reviews positiv. Nicht schlecht.
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