30 Jahre PC Games: 30 Jahre in 30 Spielen - das Jahr 2005
30 Jahre PC Games, das feiern wir natürlich gebührend! Mit Spielen im Fokus werfen wir im fünften Teil der Reihe einen Blick auf die Jahre 2004 bis 2006.
Man soll die Feste ja feiern, wie sie fallen, also halten wir uns auch daran: Die PC Games wird 30 Jahre alt und die meisten von uns in der Redaktion waren vorher bereits jahrelang als Leser an Bord, einige sogar seit der Erstausgabe 10/92. Dementsprechend wollen wir in dieser Artikelreihe diese 30 Jahre Spielegeschichte ausgiebig feiern. Wir machen eine Reise durch alle 30 Jahrgänge, von den Anfängen des Heftes bis heute, mit dem Fokus auf das, was wirklich wichtig ist: die Spiele. Daher schnappte sich jeder Redakteur die Jahre, mit denen er besondere Erinnerungen verbindet - das erste Spiel überhaupt, das Entdecken der Genre-Liebe, erste Online- oder Mehrspieler-Gehversuche, der erste Kontakt mit der Lieblingsreihe. Viel Spaß beim Schmökern!
2005: World of Warcraft erscheint - und verändert die Gaming-Welt für immer.
Von Sascha Lohmüller
Die wichtigsten Titel des Jahres
- GTA: San Andreas
- World of Warcraft
- Battlefield 2
- Civilization 4
- Splinter Cell: Chaos Theory
- Star Wars: Knights of the
- Old Republic 2
- F.E.A.R.
- Age of Empires 3
- Quake 4
- Psychonauts
- Guild Wars
- Call of Duty 2
- SWAT 4
- Fahrenheit
- The Movies
- Star Wars: Battlefront 2
In diesem Artikel
Was für ein Jahr! Ich weiß, die meisten Menschen - mich eingeschlossen - erachten Star Wars: Knights of the Old Republic als das bessere Spiel im Vergleich zum direkten Nachfolger. Ich möchte hier aber mal eine Lanze für KotOR 2 brechen, denn das Obsidian-Rollenspiel wischt trotzdem noch mit 95 % aller anderen Genrevertreter den Boden auf.
Quelle: PC Games
Es kann noch so sehr durch neuere Filme und peinliche Fan-Videos ins Lächerliche gezogen werden: Als Kind der 80er gibt es wenig Cooleres als Lichtschwert-Kämpfe. In KotOR 2 kamen wir da voll auf unsere Kosten.
Ich habe damals vor allem die Fortsetzung der coolen Story geliebt, das auf D&D basierende Gameplay unterhält aber auch nach wie vor prächtig. Meine Dauerbrenner für dieses Jahr waren aber andere: Guild Wars und natürlich World of Warcraft. Während mich ersteres nur kurz aber heftig bei der Stange hielt - ich war kein Freund der instanzierten Gebiete -, veränderte letzteres natürlich nachhaltig die Spielewelt.
Quelle: PC Games
Im Text war kein Platz mehr, erwähnen möchte ich das wunderbare The Movies dennoch – in der Lionhead-Simulation leitet ihr ein eigenes Filmstudio. Leider ist der Titel heute nur schwer spielbar und in keinem Online-Store erhältlich.
Wo MMOs mit Everquest und dessen ersten Nachahmern langsam aus ihrer Nische lugten, nahm das Genre mit WoW Anlauf und katapultierte sich in den absoluten Mainstream. Die Mischung aus starker Lizenz, zeitloser Comic-Grafik, starkem Community-Gedanken und einsteigerfreundlichem Gameplay traf genau den Nerv der Zeit, so dass sich WoW nicht nur zu einem heute noch gefragten Erfolgsmodell entwickelte, sondern auch ein absolutes Phänomen der Popkultur wurde.
Quelle: PC Games
Nach dem Start auf einem PvP-Server auf Allianz-Seite wechselte ich schnell die Seiten und machte mit meiner ersten Gilde die Raids von Vanilla-WoW unsicher – leider hielt die Gilde nur bis kurz vor BC durch.
Waren Everquest, Ultima Online und Co. noch für Core-Gamer konzipiert und fraßen Unmengen von Zeit, wanderte nun plötzlich die ganze Familie durch die Fantasy-Welt Azeroth. Auch ich war von Anfang an dabei, genauer gesagt seit der offenen Beta-Phase. Everquest war zu diesem Zeitpunkt langsam etwas ausgelutscht und das kurz vor WoW erschienene Everquest 2 enttäuschte mich persönlich auf ganzer Linie - abgesehen von der hardwarefressenden Grafik und dem zugegeben ganz coolen Housing war hier für meine Begriffe alles schlechter als im ersten Teil.
Anders WoW: Zwar war schnell absehbar, dass das MMO ein ganzes Stück leichter als EQ ausfiel, doch schon in den Startgebieten setzte die so beispiellose Sogwirkung ein, die mich tatsächlich bis heute im Spiel hält - wenn auch vielleicht nicht mehr ganz so zeitintensiv wie noch vor 17 Jahren. Gestartet bin ich damals übrigens mit einem Nachtelfen-Priester auf einem PvP-Server - welcher Teufel mich da geritten hat, weiß ich nicht.
Aber so viel steht fest: Nach anstrengenden 43 Levels warf ich alles über den Haufen und wechselte auf den Server Blackhand. Danach spielte ich fast nur noch auf Horden-Seite, konzentrierte mich abseits von Schlachtfeldern lieber auf den PvE-Teil und war im Quasi-WoW-Ableger meiner EQ-Gilde als einer der Ersten im Geschmolzenen Kern unterwegs.
Die "Wölfe Kalimdors" überstanden allerdings den Wechsel zu Burning Crusade nicht wirklich - schade. Übrigens: Einen "clothie" habe ich danach nie wieder ernsthaft angefasst. Hätte ich mir nach über fünf Jahren als Rogue, Warrior und Berserker in Everquest aber auch denken können, dass ich mich im Nahkampf wohler fühle.

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