Oil Tycoon 2
Die 3D-Städte sehen in der höchsten Zoomstufe hübsch aus, können aber nur mit einer Hand voll Gebäude erweitert werden.
Die Krümelgrafik des Vorgängers haben die Entwickler dankenswerterweise entsorgt, stattdessen soll eine frische 3D-Optik für die nötige Spielspaß-Ölung sorgen. Praktisch: Mit dem Mausrad zoomen Sie sich stufenlos von Ihrer Ölquelle bis zur übersichtlichen Weltkarte, wo alle Metropolen verzeichnet sind. Egal, ob Sie im freien Spiel oder einem der 18 historischen Szenarien in Echtzeit auf John Rockefellers oder JR Ewings Spuren wandeln: Richtig schwer sind immer nur die ersten zehn Spielminuten. Da gilt es, mit dem anfangs kleinen Kapital möglichst flott eine Probebohrung zu starten, einen Ölturm auf das sprudelnde Gold zu pflanzen, eine Pipeline zum Lager nah der Stadt zu errichten und das sich dort sammelnde Öl per gecharterten Frachter Gewinn bringend in den Heimathafen zu verschiffen. Dabei sollten Sie tunlichst nicht auf die Ratschläge Ihres Beraters eingehen, der Sie permanent zu neuen und viel zu teuren Probebohrungen drängt und sich viel zu spät meldet, wenn Ihre Tanks überlaufen. Lassen Sie den Assistenten auch bloß keine Öltanker chartern, da er die oftmals in den Hafen mit dem schlechtesten Rohöl-Kurs schickt.
Viel zu einfach!
Rollt der Rubel erst einmal, bauen Sie eigene Schiffe, legen Handelsrouten fest, erforschen neue Techniken, um Raffinerien oder Tankstellen zu errichten, oder kaufen an der Börse ein paar Konkurrenten auf. Klingt einfach? Ist es auch! Selbst im höchsten Schwierigkeitsgrad ist es ein Kinderspiel, massig Kohle zu scheffeln. 30 Minuten fesselt Oil Tycoon 2 an den Monitor, anschließend verpufft der Spielspaß schneller als ein Einwegfeuerzeug in der Mikrowelle.
