Oblivion Remastered auf dem Steam Deck: Valve, das muss sich endlich ändern!
Valve hat Oblivion Remastered das Prädikat "Steam-Deck-Verifiziert" verpasst, dabei ist die RPG-Neuauflage auf dem Deck ein Trauerspiel.
Zum Deck-Desaster wird Oblivion Remastered allerdings in dem Moment, in dem man den Anfangskerker verlässt und die offene Welt betritt. Bei Tageslicht fallen die Kompromisse deutlich ins Auge - geringe Sichtweite, wenig Schattierung, breiige Vegetation, und das alles noch mit Upscaling, das mit solch niedrigen Auflösungen sichtlich an seine Grenzen gebracht wird.
Ein schönes Spiel ist Oblivion Remastered auf dem Deck beim besten Willen nicht, da liefert der technologische Vorgänger Skyrim auf dem Handheld das deutlich stimmigere Bild ab. Und das wäre ja noch verschmerzbar. Das Steam Deck ist nun mal ein verhältnismäßig günstiger, drei Jahre alter Handheld-PC, Oblivion Remastered läuft auf der notorisch mies performenden Unreal Engine 5 und sieht auch mit maximalen Settings nicht in jeder Szene gut aus.
Aber wo die Optik auf dem Deck nur an der Schmerzgrenze entlangschrammt, da kracht die Performance mittendurch. Es reicht schon, in der offenen Welt einen einzelnen Wolf zu bekämpfen, um die Bildrate unter die 30 zu befördern, und die Nachladeruckler beim Bewegen sind teils jenseits von Gut und Böse.
Auf dem Rücken eines galoppierenden Pferdes wird Oblivion Remastered regelmäßig zur Diashow, und die Optik rechtfertigt die Performance in keiner Weise. Viel richten lässt sich auch mit einer manuellen Konfiguration nicht, aber immerhin: Da das Spiel schon auf niedrigen Settings läuft wie ein Sack Kartoffeln, kann man einige davon sogar auf "Mittel" hochdrehen, damit die paar Bilder, die man pro Sekunde zu sehen bekommt, wenigstens noch einen Teil des Remaster-Glanzes versprühen.
Nun will ich euch nicht erzählen, Oblivion Remastered wäre auf dem Deck unspielbar. Mechanisch funktioniert alles, wie es soll, und in Dungeons sowie vielen Städten verursacht die Framerate auch keine Kopfschmerzen. Aber die offene Spielwelt, und damit der Star, der Dreh- und Angelpunkt in einem Bethesda-RPG, läuft inakzeptabel schlecht. Ich will mich dort nicht aufhalten, sondern es hinter mich bringen, bis ich den nächsten Dungeon betrete, wo mein Deck wieder Luft holen darf.
Quelle: PC Games
Wer noch ein paar mehr FPS herausquetschen will, der findet bereits diverse Mods, die die Settings noch weiter herunterdrehen und optimieren sowie das Zwangs-Raytracing deaktivieren - auch, wenn das Remaster dann grafisch wirklich seine letzten Federn lässt, weil es mit Raytracing gestaltet und beleuchtet wurde.
Eine bequeme Option zum Einsatz mehrerer Optimierungen auf einen Streich findet ihr etwa hier. Wollt ihr es erst einmal nur mit Engine-Anpassungen versuchen, das Raytracing aber behalten, saugt ihr euch diese Datei von NexusMods.
Valves Verifizierung muss transparenter werden
Bei einem verifizierten Spiel sollte das allerdings nicht nötig sein. Es sollte ohne Bastelei vernünftig laufen, und wenn das nicht der Fall ist, verdient es seine Kennzeichnung nicht. Zumal die Mods auch nicht alles beheben.
Valve sollte das Spiel in diesem Zustand schlichtweg nicht für das Steam Deck empfehlen, und für die Zukunft wünsche ich mir eine klarere Kommunikation, wie diese Einstufungen zustande kommen. Ich möchte zumindest grob wissen, wie viele FPS erreicht werden, und welche Auflösung dafür benutzt wird. Klar, diese Infos kann ich mir auch jetzt schon besorgen, etwa bei ProtonDB, von diversen Deck-YouTubern oder auf Reddit.
Aber wozu existiert das offizielle Verifizierungssystem dann überhaupt noch? Im aktuellen Zustand ist die wichtigste Information - okay, die zweitwichtigste nach der, dass das Spiel auf dem Deck überhaupt startet - quasi nutzlos, wenn Technik-Katastrophen wie Oblivion Remastered den grünen Haken bekommen. Es gibt keinen objektiven Maßstab, nach dem dieses Spiel "gut auf dem Deck läuft". Und von einem Unternehmen wie Valve, das ich, gerade wegen des Steam Decks, als vergleichsweise bodenständig und kundenfreundlich wahrnehme, erwarte ich einfach mehr.
Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand sollte man aber in der Lage sein die Möglichkeiten eines SteamDecks realistisch einzuschätzen. Kleine Indies wie mittlere AA-Spiele und Großtitel älteren Jahrgangs (2020 und drunter), das vermag es in der Tat mühelos zu stemmen. Ich würde jedoch nie im Traum daran denken darauf ein modernes AC, Dead Space, The Last of us etc. Zu versuchen. Für sowas ist es rein technisch überhaupt nicht ausgelegt.
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Das Problem ist, dass sie nicht definieren was genau "performs well" bedeutet. Und bei einigen Spielen wird diese Ungenauigkeit so stark überstrapaziert, dass es einfach nicht mehr stimmt.
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Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand sollte man aber in der Lage sein die Möglichkeiten eines SteamDecks realistisch einzuschätzen. Kleine Indies wie mittlere AA-Spiele und Großtitel älteren Jahrgangs (2020 und drunter), das vermag es in der Tat mühelos zu stemmen. Ich würde jedoch nie im Traum daran denken darauf ein modernes AC, Dead Space, The Last of us etc. Zu versuchen. Für sowas ist es rein technisch überhaupt nicht ausgelegt.
Das Problem ist, dass sie nicht definieren was genau "performs well" bedeutet. Und bei einigen Spielen wird diese Ungenauigkeit so stark überstrapaziert, dass es einfach nicht mehr stimmt.
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Das scheint vielen Usern bis heute irgendwie nicht bewusst zu sein. Zumal:
Niemand kann von Valve und ihrem Handheld Wunder verlangen wenn die Spiele von sich aus schon beschissen "optimiert" rauskommen. Und dazu noch mit UE5, was ohnehin für seine Hardware-Hungrigkeit bekannt ist.
Ich habe Chaos Gate: Daemonhunters auf dem Deck gespielt, welches explizit eine Warnung hat, es sei unmöglich so zu konfigurieren, dass es gut läuft......und es lief besser als Baldurs Gate 3, welches den grünen Haken hat. Oblivion werde ich gar nicht erst ausprobieren. Ich habe die Performance auf der Xbox erlebt und das reicht mir um zu wissen, was mich auf dem Deck erwartet.