Kaufberatung Gaming-Notebooks 2026: GPU-Tipps und Preisvergleich für mobiles PC-Spielerlebnis
Wegen der Speicherkrise sind Laptops teurer geworden - doch was muss ein Gaming-geeignetes Notebook kosten? Wir klären auf und haben einige Modelle verlinkt
Die Speicherchip-Krise, die durch eine extreme Nachfrage rund um KI-Hardware entstanden ist, hat die Preise für Arbeitsspeicher und SSDs als Einzelkomponenten seit etwa Oktober 2025 in die Höhe getrieben. Mit einer Verzögerung kam dies dann logischerweise auch bei PCs und Laptops an. Rund um PCs hatten wir euch vor zwei Wochen ein Special mit mehreren Gaming-PC-Zusammenstellungen präsentiert. Wir schauen uns heute in unserer Laptop-Kaufberatung genauer an, was ihr derzeit ausgeben müsst, um ein Gaming-fähiges Notebook zu bekommen. Dazu verlinken auch 14 entsprechende Modelle ab etwa 930 Euro.
Um euch auch eine allgemeine Kaufberatung zu Gaming-Laptops zu bieten, blicken wir vor allem auf die aktuellen in Notebooks verbauten Grafikkarten, die angepasste Versionen von Desktop-Grafikkarten sind. Wir wollen nicht zu viel verraten, aber bei dem, was wir in Sachen Notebooks als spielefähig betrachten, geht es ab etwa 850 Euro los, wenn man an die unterste Grenze geht und eine mobile Nvidia GeForce RTX 5050 nimmt. Wir raten aber dringend zu mindestens einer mobilen Nvidia GeForce RTX 5060, die ihr in Notebooks ab etwa 950 Euro findet. Zu den mobilen GPUs, also Grafiklösungen in Laptops, kommen wir aber später noch ausführlich.
Vor- und Nachteile von Gaming-Notebooks
Notebooks nehmen wenig Platz weg und sind flexibel einsetzbar - das sind die großen Vorteile der mobilen Rechenknechte. Vor allem für die, die sowohl zu Hause als auch unterwegs rund um Ausbilung, Beruf oder Urlaub PC-Games spielen, aber auch arbeiten oder Mulitmedia-Anwendungen betreiben wollen, ist ein Gaming-Notebook interessant. Solche Geräte, gerade wenn sie genug Gaming-Power haben, bringen aber auch Nachteile mit sich. Wollt ihr ernsthaftes Gaming betreiben, sind Notebooks trotz der Preissteigerungen bei Desktop-Komponenten sehr teuer. Und an die Top-GPUs im Desktop-Bereich kommt die Leistung von mobilen GPUs trotzdem nicht heran, da Notebooks kompakt gebaut sind. Sie bieten weniger Platz und Luft für eine gute Kühlung, und bei Gaming-Last ist eine laute Belüftung daher selbst bei hochwertigen Modellen kaum vermeidbar. Auf die Leistung von mobilen Grafikkarten und den Vergleich zu Desktop-GPUs werden wir gleich noch genauer eingehen.
Quelle: Lenovo
Lenovo LOQ 15-Serie
Ein weiterer Nachteil von Gaming-Notebooks ist, dass sie im Gegensatz zu einem Gaming-PC leistungsseitig nicht erweiterbar sind. Ein Notebook, das gerade noch so die neuesten Games packt, wird bei vielen Neuerscheinungen in zwei Jahren scheitern. Bei einem PC würde eine neue Grafikkarte schnell Abhilfe schaffen - das ist bei einem Notebook aber nicht drin, da die Grafiklösungen viel zu speziell auf das jeweilige Notebook-Modell zugeschnitten sind. Genormte Erweiterungskarten gibt es im Handel nicht. Auch eine Reparatur kann teuer werden, da man passende Ersatzteile und deutlich mehr Expertise benötigt. Man kann nicht so einfach ein neues, passendes Mainboard für seinen Laptop im Handel kaufen, das genau zum Gehäuse und der gewählten Grafiklösung passt. Hinzu kommt, dass GPU, CPU und RAM je nach Modell verlötet sein können. Andere Teile, die bei einem PC separiert sind, sind bei Laptops Teil des Gerätes - geht der Monitor bei einem PC kaputt, kauft man einen neuen Monitor. Bei einem Laptop muss man das Gerät entsorgen oder relativ teuer ein passendes Display einbauen lassen. Es gibt zwei Ausnahmen, die auch Aufrüstpotenzial bieten: Zum einen den Arbeitsspeicher, obgleich manche Laptops den Tausch - wie schon erwähnt - durch verlöteten RAM verhindern. Zum anderen den Speicherplatz, vor allem für eine Erweiterung. Viele Notebooks bieten nämlich einen zweiten M.2-Slot für die entsprechenden SSDs, der je nach Modell mehr oder weniger leicht zugänglich ist.
