My Time at Sandrock im Test: Eine Wüste der Möglichkeiten

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Test Maren Wicher - Autorin Stefan Wilhelm - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 31,49 €
My Time at Sandrock im Test: Eine Wüste der Möglichkeiten
Quelle: Pathea Games

Der Nachfolger von My Time at Portia verlässt den Early Access und deshalb haben wir uns die cozy Life-Sim noch einmal genauer angeschaut!

Gut geölt und frisch frisiert?

Im Vergleich zu seinem Vorgänger bietet My Time at Sandrock nicht nur noch mehr Liebe zum Detail, sondern auch eine insgesamt bessere Grafik. Dennoch stoßen wir häufig auf schwammige Texturen, fliegende Strukturen oder zahlreiche Bugs. NPCs bleiben in den Wänden stecken, die Open-World lädt gerne einmal sehr lang und bei zu vielen Charakteren an einem Ort kommt das Spiel schnell ins Ruckeln. Die generell noch vorhandenen Performance-Probleme sollen zwar mit der Zeit behoben werden, jedoch gehen wir davon aus, dass wir weiterhin mit langen Ladezeiten oder klobigen Kämpfen rechnen müssen.

Jedoch wurden die Kritikpunkte zu My Time at Portia gehört und Verbesserungen eingearbeitet, ohne dabei den Charme der Reihe zu verlieren. Das neue Setting im wilden Westen ist aber genauso Geschmackssache, wie der generelle Look des Spiels im Cartoon-Stil. Und Vertonung und Lokalisation lassen leider auch nach einem Jahr Early Access immer noch zu wünschen übrig.

Eine komplette Vertonung wird laut den Entwicklern nur auf Englisch und Chinesisch stattfinden, das bedeutet für uns: lustiger Lesespaß. Viele Übersetzungen sind mittlerweile zwar schon deutlich besser als noch vor einem Jahr, aber bei fragwürdigen Bezeichnungen wie "Feuchtigkeitsfarm", können wir nun mal nur schmunzeln.

Kampf gegen die Gegner Quelle: PC Games

Mehr ist mehr... oder doch zu viel?

Das Lachen vergeht uns jedoch schnell, wenn wir das Spiel in seiner Gesamtheit betrachten. Mehr ist nämlich nicht immer nur besser, sondern manchmal auch schlicht zu viel. Inhalte hat My Time at Sandrock im Vergleich zum Vorgänger nämlich eine Menge. Dreimal mehr Quests, mehr Charaktere und Romance-Optionen sowie mehr Dungeons und Items. Damit wären wir auch bei der Krux des Ganzen angelangt: die Vielzahl an Items. Ja, wir können jetzt zwar endlich unser Lager und Inventar mit einem Klick sortieren und stapeln lassen, aber ab einer gewissen Anzahl an Items bringt uns diese Mechanik auch nichts mehr. Dann suchen wir trotzdem ewig lang herum und sind einfach genervt davon.

Unser Inventar Quelle: PC Games Allgemein sind wir in der My-Time-Serie stellenweise reizüberflutet. Es gibt Aufträge und Quests noch und nöcher. Es gibt etliche Bewohner, aber keine einfache Erfolgsformel, wie man sich schnell mit ihnen anfreunden kann und das kann schnell frustrierend sein. Es gibt die Möglichkeit so ziemlich alles zu bauen, was das Herz begehrt, dadurch kommen wir jedoch schnell vom Hundertsten ins Tausendste.

Wer also eine absolute Zeitfressmaschine sucht, für den ist My Time at Sandrock perfekt. Wir können hier mit Leichtigkeit über 140 Stunden Spielzeit reinstecken und haben im besten Fall gerade einmal die Hauptstory geschafft. Dem einen mag genau das gefallen, für den anderen ist genau das nicht das Richtige.

Wertung zu My Time at Sandrock (PC)

Wertung:

7.0 /10
Fazit

Sandrock ist eine grundsätzlich solide Life- und Farming-Sim mit RPG- und Adventure-Elementen und vor allem eines: Geschmackssache.

Sandrock ist eine grundsätzlich solide Life- und Farming-Sim mit RPG- und Adventure-Elementen und vor allem eines: Geschmackssache. Fans von My Time at Portia kommen hier vollends auf ihre Kosten und erhalten für ihr Geld noch mehr von diesem Futter. Sandbox-Liebhaber von Spielen wie Minecraft oder Satisfactory sollten zufriedengestellt und von der Vielfalt an Item- und Crafting-Möglichkeiten nicht überfordert sein. Freunde von ausgeklügelten Story- und Beziehungs-Konstrukten wie in Stardew Valley werden hier ebenfalls glücklich. Aber für Gelegenheitsspieler, die wirklich nur ab und zu mal eine entspannte Runde spielen möchten, könnte das Ganze viel zu überladen sein.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Bobo3534 NPC
        Hallo ich ahb eine Frage ich möchte dass automatische ein und ausfahren der sandwände in my time at sandrock ausschalten weiß aber nicht wie ich hab irgendwo gelesen dass es unter Optionen und dann Steuerung geht aber bei mir ist nichts kann mir jemand helfen?
      • Von Bobo3534 NPC
        Hallo ich ahb eine Frage ich möchte dass automatische ein und ausfahren der sandwände in my time at sandrock ausschalten weiß aber nicht wie ich hab irgendwo gelesen dass es unter Optionen und dann Steuerung geht aber bei mir ist nichts kann mir jemand helfen?
      • Von Rhodaner Anfänger/in
        Nach vielen hundert Stunden in Sandrock und über 450 Folgen LP auf Youtube, die ich gemacht habe, kann ich euch nicht ganz recht geben. 7 von 10 ist zu wenig. Peformance Probleme und lange Ladezeiten gibt es schon lange nicht mehr, dafür dass auch eine ganze 3D Welt geladen wird und nicht nur ein Haufen Pixel wie in anderen Spielen des Genres, geht alles sehr schnell. Recht habt ihr, was einige Bugs, Übersetzungsfehler und Glitchtes angeht, die sind leider immer noch drin. Da habe ich in der Masse aber in Starfield mehr, und das kostete auch mehr. Das alles stört aber selten den Spielspaß. Die Charaktere der Haupt-NPC sind alle gut geschrieben, besser als in vielen ähnliches Games, es gibt viele Möglichkeiten von Romanzen über Kinder kriegen (!) und Kämpfen in verschiedenen Settings. Auch Humor kommt nicht zu kurz. Es ist daher auch nicht darauf angelegt, nur kurz und für wenige Stunden gespielt zu werden. Im üblichen Stardew-Valley-Klon habe ich irgendwann alles angepflanzt, alles gebaut und dann kommt die Langweile. In Sandrock kommt das aber kaum auf, da selbst nach 200 Stunden noch was zu tun ist. Wollt ihr also kritisieren, dass ein Spiel mal nicht in 20h durchgenudelt ist? Dazu bietet es viele QoL Features, die ich auch gerne in anderen Farming Games hätte. Das Spiel kann aber einen erschlagen in seinen Möglichkeiten, da man sich überfordert fühlen kann, da stimmt, aber keiner zwingt einen, alles auf einmal zu tun. Man muss sich selbst etwas bremsen. Die vielen Kämpfe und Bossfights sind vielleicht auch nicht für jeden Cozy-Gamer etwas, hier legt Sandrock relativ viel Wert auf Skills und Waffen, wem sowas nicht liegt, der sollte sich da vielleicht mal auf YT ansehen, was einen da erwartet. Es ist aber alles schaffbar und nie unfair. Für mich ist Sandrock inzwischen der neue Standard bei Farming und Life Sims und hat die Spitze im Stardew Valley Genre erklommen. Es steckt Stardew sowie viele viele Ableger komplett in die Tasche. Trotz mancher Macken.
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