Monster Hunter Stories Remaster: Leider nicht so gut wie die Hauptreihe
Monster Hunter Stories ist nach seinem Release auf Nintendo 3DS nun auf PC, PS4 und Switch erhältlich. Begeistern konnte uns der Port von Capcom jedoch nicht.
Das Monster neben meinem Bett
Auf unserer Reise verschaffen wir uns auch oft Zugang zu Monsternestern. Dort können wir den Monstern die Eier stehlen, um unser Team mit frisch geschlüpften Neuzugängen zu besetzen. Namen für unsere Monsties dürfen wir natürlich auch vergeben.
Abgesehen davon, dass es moralisch verwerflich ist, Familien derartig auseinanderzureißen, wird das Grinden für Monsties schnell langweilig. Während wir uns anfangs noch über neue Weggefährten und deren Fähigkeiten freuen, müssen wir nach dem zweiten vollen Team nicht mehr auf Ostereiersuche gehen.
Das allgemeine Design der Monsties ist größtenteils in Ordnung. Viele der vorkommenden Bestien hatten auch schon in vergangenen Monster-Hunter-Teilen ihren Auftritt. Allerdings wurde die Größe mancher Kreaturen angepasst. Auf kleineren Monstern lässt es sich schließlich auch leichter reiten als auf den Kolossen der Originalspiele.
Quelle: PC Games
Während Rathalos und andere bekannte Monster weiterhin sehendswert sind, kann der Rest weniger überzeugen. Der langweilige Dinosaurier-Look zieht sich durch das komplette Spiel und sympathisch wirken die Bestien auch nicht auf uns.
Mehr als eine Charakterschwäche
Um die Hauptstory abzuschließen, brauchen wir ungefähr 38 Stunden. Das Beenden aller Nebenmissionen nimmt dagegen deutlich mehr Zeit in Anspruch. Bei unserem Abenteuer treffen wir in der Spielwelt eine große Menge verschiedener Figuren, echten Charakter-Tiefgang besitzen die jedoch nicht.
Sowohl unser Dorfoberhaupt, das nur in Reimen spricht, als auch der Kater Navirou, der uns mit einer naiven Kindlichkeit durch das Abenteuer lotsen möchte, stören auf Dauer einfach nur. Auch Dan und Reverto sind absolut austauschbar.
Dazu kommt ebenfalls, dass wir außerhalb von Story und Nebenmissionen keine bedeutenden Interaktionen mit unseren Begleitern und den Monsties haben. Wozu besitzen wir denn einen Drachen als Haustier, wenn wir ihn nicht streicheln können?
Quelle: PC Games
Ebenso generisch wie die Charaktere sind die Dialoge im Spiel. Während wir viele davon nicht einmal überspringen können, bekommen wir zumindest nach Gesprächen in der Story eine kurze Zusammenfassung für unser neues Zwischenziel.
Die Vertonung der Charaktere ist zwar lobenswert, doch bei derartig langweiligen Charakteren hilft die Tatsache auch nicht weiter. So werden Gespräche umso lästiger und die Katzen-Wortspiele von Navirou und den anderen Katzen gehen uns umso schneller auf die Nerven.
Alles in allem ist Monster Hunter Stories kein schlechter Port eines 3DS-Spiels, doch das ursprüngliche Produkt ist bereits derartig altbacken, dass wir es nicht uneingeschränkt empfehlen können.
Monster-Hunter-Fans bleiben besser bei den großartigen Originalteilen und RPG-Veteranen suchen sich ein anspruchsvolleres Spiel aus der Rollenspielkategorie wie Baldurs Gate, Final Fantasy oder Dragons Dogma.
Der Remaster von Monster Hunter Stories ist seit dem 14. Juni 2024 erhältlich, neben der von uns primär gespielten Version für Nintendo Switch auch für den PC via Steam und außerdem für die PlayStation 4. Transparenzhinweis: Die Version des Spiels wurde uns vom Publisher zur Verfügung gestellt.

Monster Hunter Stories 1 erschien original im September 2017 für den 3DS und wurde nun von Capcom u.a. für Switch, PS5 und PC geportet.
Das Spiel richtet sich in erster Linie an Kinder, in etwa der gleichen Altersstufe wie die agierenden Charaktere, die etwa 10 - 14 Jahre sind.
Ziel von Capcom dürfte es mit Monster Hunter Stories sein junge Spieler (ab 6 Jahre) für die Serie zu gewinnen. Natürlich kann ich an Spiel für Kinder ab 6 nicht mit Spiele ab 12 und älter vergleichen! Das ist als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen.
Wenn man jetzt auf die Moral geht Eier aus Nestern zu klauen. Sollte man besser jedes "Jagd"-Spiel verbieten. Schließlich sind die auch höchst unmoralisch. Vor allem wo man sich zudem noch aus Tierteilen Kleidung und Waffen fertigt.
Die Spielmechanik von Schwere-Stein-Papier erlaubt Einsteigern einen leichteren Zugang als das Erlernen der unterschiedlichen Kampftechniken je Waffentyp aus der Monster Hunter Reihe selbst.
Natürlich sind die "Monsties" klein, denn es handelt sich um junge Monster... meine Güte selbst wenn man gegen wilde Monster kämpft sind diese immer noch oft doppelt so groß. Was darauf hindeutet, dass die Monster eher über Jahre wachsen und nicht innerhalb von Monaten ausgewachsen sind. (Dabei reitet man sie nicht in ihrer Schlüpfform, sondern kurze Zeit später.)
Die Grafik wurde verglichen zum 3DS aufpoliert und entspricht wohl dem der Mobile Games. Persönlich empfand ich die Grafik trotz ihres Alters besser als in den aktuellen Pokemon Games! Einzig die Ladebildschirme sind etwas nervig.
Die Story wurde natürlich einem Port entsprechend nicht verändert. Warum auch, es ist ein Port und nicht ein Port zzgl. DLC.
Persönlich kann ich das Spiel nur empfehlen. Für 29.99 Eur im Nintendo eShop und einer Spielzeit von über 30h finde ich den Preis eindeutig angemessen.
Stories 2 war auch gut aber auch anders als stories 1. Trotzdem hatte ich viel Spaß mit beiden Spielen:)