Gaming-Monitor: Auf diese Software kommt es an

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Gaming-Monitor: Auf diese Software kommt es an
Quelle: Samsung, Asus, Phillips

Auf welche Software kommt es beim Gaming-Monitorkauf an und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Reaktionszeit und Input Lag? Wir klären auf.

Adaptive Sync: Die Lösung gegen Tearing

Tun sie das nicht, kann es bei schnellen Kameraschwenks oder hektischen Gefechten zu Tearing kommen. Bei diesem Phänomen wirkt das Bild horizontal zerrissen, weil die GPU bereits ein neues Bild liefert, während der Monitor noch mit dem alten beschäftigt ist. Früher wurden diese Bildbrüche mithilfe von V-Sync gelöst. Dabei wird die Bildrate der Grafikkarte künstlich an die feste Bildwiederholrate des Monitors angepasst. Doch da das nicht nur Tearing verhindert, sondern auch spürbar den Input Lag erhöht, stellt es gerade für kompetitive Spieler keine ideale Lösung dar.

Genau hier setzt Adaptive Sync an. Statt die Grafikkarte zu bremsen, passt sich ein Adaptive-Sync-fähiger Monitor dynamisch an die aktuell gelieferten Frames an. Schwankt das Spiel also zwischen 80 und 120 Fps, läuft auch der Monitor flexibel mit. Das sorgt für ein deutlich ruhigeres Bild ohne Risse oder den typischen V-Sync-Lag.

Momentaufnahme aus einem Spiel, welche eine deutliche Verschiebung des Bildes ab der Mitte zeigt - ein sogenanntes Tearing. Quelle: PCGH Wenn die Bildfrequenz des Bildschirms nicht für die Framerate des Spiels ausreicht, dann kann es zu einem sogenannten Tearing kommen.

FreeSync oder G-Sync: Was ist der Unterschied?

In den Specs eines Monitors findet man nun aber meist diese beiden Begriffe - doch was bedeuten sie? AMDs FreeSync basiert im Kern auf dem offenen VESA-Standard Adaptive Sync und ist deshalb weit verbreitet und oft günstiger, während "echtes" G-Sync früher größtenteils ein Nvidia-Modul im Monitor bedeutete. Für die meisten Spieler reicht heute aber ein guter FreeSync-Monitor mit "G-Sync Compatible"-Siegel. So gekennzeichnete Modelle wurden von Nvidia auf Kompatibilität geprüft, um zu gewährleisten, dass beim Nutzen von Adaptive Sync keine Fehldarstellungen wie Flackern auftreten. AMDs FreeSync setzt wiederum ebenfalls einige Umstände voraus.

An solchen Monitoren kann mittlerweile übrigens sogar über Konsolen gezockt werden, da PS5 und Xbox Series X VRR über HDMI 2.1 nutzen. Zusammenfassend gilt: Wer heute einen Gaming-Monitor kauft, sollte auf variable Bildwiederholrate achten. Ob FreeSync, G-Sync oder G-Sync Compatible ist meist zweitrangig - er sollte jedoch VRR unterstützen und zum eigenen System passen.

Reaktionszeit & Input Lag: Was beim Gaming-Monitor wirklich zählt

Zwei weitere Begriffe, die oft für Verwirrung sorgen, sind Reaktionszeit und Input Lag. Ersteres bezeichnet dabei, wie schnell ein Pixel seine Farbe wechseln kann, womit meist der sogenannte Grey-to-Grey-Wert (GtG) gemeint ist - also der Wechsel von einem Grauton zu einem anderen. Hier gilt im Grunde: Je geringer, desto besser.

Allerdings sind die fast überall beworbenen "1 ms Reaktionszeit" von LCD-Monitoren meist nur unter geschönten Bedingungen oder mit aggressiven Overdrive-Einstellungen erreichbar, was wiederum Bildfehler verursachen kann. Realistisch bewegen sie sich eher im Bereich von drei bis sieben Millisekunden, wobei man ab fünf bereits Artefakte wahrnehmen kann. OLEDs erreichen hingegen durchschnittlich Werte von unter einer Millisekunde. Entscheidend ist aber weniger die nackte Zahl im Datenblatt als ein sauber abgestimmtes Panel ohne störendes Nachziehen oder Überschwinger (Overshoot), die sich als helle oder dunkle Ränder an bewegten Kanten zeigen.

Leicht zu verwechseln

Der Input Lag beschreibt wiederum die Zeit zwischen (Maus- oder Controller-)Eingabe und der sichtbaren Reaktion auf dem Bildschirm. Neben dem Monitor selbst spielen hier aber natürlich noch weit mehr Faktoren eine Rolle. Welche Eingabegeräte und Kabel werden verwendet? Sind Optionen zur Bildverbesserung wie HDR oder Frame-Interpolation eingeschaltet? All das beeinflusst das Ergebnis, was den Input Lag, anders als die Reaktionszeit, zu keiner vergleichbaren Größe für die Bewertung macht.

Um ihn trotzdem spürbar zu reduzieren, bieten viele Monitore einen speziellen Gaming-Modus. Der deaktiviert unnötige Bildverarbeitung wie Schärfefilter oder dynamische Kontrastanpassung. Noch komfortabler ist ALLM (Auto Low Latency Mode), spielt aber vor allem an Konsolen eine Rolle: Dabei schaltet der Bildschirm automatisch in den latenzarmen Modus, sobald er ein entsprechendes Signal erkennt.

HDR: Lohnt sich High Dynamic Range fürs Gaming?

High Dynamic Range (HDR) kann, wie der Name schon sagt, einen größeren Helligkeitsumfang darstellen als ein klassisches SDR-Display (Standard Dynamic Range). Während SDR sich oft im Bereich von grob 250 bis 350 Nits bewegt und Rec.709/sRGB als Farbraum nutzt, geht HDR deutlich darüber hinaus. Das Ergebnis sind hellere Lichter, tiefere Schatten, ein erweiterter Farbraum und damit einfach schönere Bilder - im besten Fall.

Denn in der Praxis hängt das Ergebnis mal wieder von zahlreichen Faktoren ab und ein HDR-Logo allein reicht nicht aus. Damit HDR wirklich strahlt, braucht es vor allem echte Helligkeitsreserven, starken Kontrast und idealerweise Local Dimming oder gleich OLED-Technik. Ein Display mit "HDR400"-Zertifizierung liefert zum Beispiel nur minimale Verbesserungen. Wirklich sichtbar wird HDR dagegen erst ab DisplayHDR 600 aufwärts bzw. bei Mini-LED-Displays mit guter Dimming-Zonensteuerung oder OLED mit seinem sehr hohen Kontrast.

HDR-fähige Monitore, Grafikkarten und Konsolen bringen aber recht wenig, wenn die Spiele dieses Potenzial nicht ausschöpfen. Häufig sehen Entwickler HDR lediglich als "nice‑to‑have", das weniger Marketing-Power als manch andere Technologie bietet. Daher sind die Kalibrierungsmöglichkeiten meist sehr eingeschränkt und der tatsächliche Mehrwert überschaubar. In gut umgesetzten Titeln wie Cyberpunk 2077 oder Horizon wirkt das Bild dagegen deutlich plastischer und atmosphärischer.

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  1. Seite 1 Bildgröße, Auflösung & Bildrate
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