Gaming-Monitor-Kaufberatung: Zocken in FHD, UHD, WQHD und mehr

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Gaming-Monitor-Kaufberatung: Zocken in FHD, UHD, WQHD und mehr
Quelle: Samsung, Asus, Phillips

Mehr Hertz, höhere Auflösung, HDR oder Ultrawide? Wer einen Gaming-Monitor kaufen will, steht vor vielen Entscheidungen. Wir erklären praxisnah, worauf es wirklich ankommt, und geben einen Überblick von Fps über Adaptive Sync bis hin zur Panel-Technik.

Wer ohne nerviges Bildstottern oder sogar auf kompetitivem Niveau zocken möchte, braucht nicht nur einen PC, der die Frames berechnen, sondern auch einen Monitor, der sie ausgeben kann. Aber ist mehr Hertz immer gleich mehr gut? Und welche Bildgröße ist für den eigenen Schreibtisch am besten? In diesem Kaufratgeber geben wir einen Überblick, worauf es beim Monitorkauf ankommt, und klären einige Missverständnisse, die in dem Zusammenhang immer wieder auftauchen.

Bildschirmgröße & Auflösung: Wie viel Monitor braucht man wirklich?

Weil man in der Regel deutlich näher am Monitor als etwa am Fernseher sitzt, ist ein größerer Bildschirm nicht automatisch besser. 24 Zoll galten hier lange als Standard. Die wurden aber mit der Zeit von 27 Zoll als neuem Sweet Spot abgelöst, da bei dieser Größe Details und HUD-Elemente noch angenehm erkennbar sind, ohne ständig den Kopf bewegen zu müssen. Doch sitzt man beispielsweise etwas weiter entfernt oder möchte einfach tiefer ins Spiel eintauchen, kann man natürlich auch zu größeren Modellen greifen. Dabei sollte man allerdings auf das zweite wichtige Kriterium achten, das untrennbar mit der Bildgröße verbunden ist: die Auflösung.

27-Zoll-Monitor: Unterschiedliche Auflösungen und Pixeldichte Quelle: PCGH Je höher die Auflösung und je kleiner die Bildschirmdiagonale, desto höher die Pixeldichte (pixels per inch/ ppi). Bei den gezeigten Bildern handelt es sich um Makrofotos, die vom Display abfotografiert wurden.

Denn wenig Pixel auf viel Bild bringen einem eher wenig, wenn man erstere darauf geradezu zählen kann. Eine hohe Pixeldichte bietet dagegen höhere Schärfe, keine bzw. weniger Treppchenbildung und sieht einfach knackiger aus. WQHD (2.560 × 1.440 Pixel) bildet hier einen guten Kompromiss aus schärferem Bild als Full HD (1.920 × 1.080), ohne dabei die Grafikkarte so stark zu belasten wie 4K. Wer zudem vorrangig Spiele wie Shooter oder Soulslikes zocken will, zieht ohnehin zumeist Performance der Bildqualität vor.

So liefert 4K (3.840 × 2.160 Pixel) zwar ein beeindruckendes Bild, setzt aber selbstverständlich entsprechend potente Hardware voraus. Gleichzeitig lohnt sich eine so hohe (oder noch höhere) Auflösung erst richtig bei größeren Bildschirmen. Es kommt also auf das richtige Verhältnis zwischen den beiden Werten an, um das ideale Ergebnis zu bekommen.

Einfach mehr vom Spiel mit Ultrawide

Bei diesem Stichwort müssen wir zu guter Letzt noch das Seitenverhältnis anschauen. Denn wer bei Rennsimulationen aus dem Fenster schauen oder grafisch beeindruckende Spielwelten in ihrer vollen Pracht genießen will, für den reichen die standardmäßigen 16:9 vermutlich nicht aus. Glücklicherweise gibt es dafür Ultrawide-Monitore, die mit ihrem 21:9-Format deutlich besser zu unserer anatomisch horizontalen Augenanordnung passen. Noch breiter wird es sogar mit 32:9-Modellen, die im Grunde zwei Monitore nebeneinander abbilden.

In diesen Fällen gibt es allerdings einige Einschränkungen. Zum Beispiel unterstützen zwar immer mehr Spiele von Haus aus die überbreiten Formate - oder ermöglichen es mithilfe von Mods -, aber eben noch nicht alle. Und außerdem kann ein größerer Bildausschnitt je nach Spiel dafür sorgen, dass mehr Objekte gleichzeitig ins Sichtfeld geraten, was zusätzlich zulasten der CPU geht.

Unterm Strich gilt: Wer primär kompetitiv spielt, ist mit 24 bis 27 Zoll bei moderater Auflösung gut beraten. Wer dagegen Wert auf Atmosphäre, Details und ein möglichst immersives Erlebnis legt, greift lieber zu 32 Zoll oder mehr mit entsprechend hoher Auflösung.

Bildwiederholrate & Fps: Mehr Hertz = mehr gut?

Der zweite, nicht minder wichtige Wert für die Monitorwahl, ist die Bildwiederholrate. Die wird in Hertz (Hz) angegeben und bestimmt, wie oft ein Monitor pro Sekunde ein neues Bild darstellen kann. Ein klassischer Office-Bildschirm arbeitet etwa mit 60 Hz, ist also in der Lage, 60 Bilder pro Sekunde auszugeben. Im Büro reicht das völlig aus. Beim Zocken fühlt sich das jedoch schnell träge an. Und bei Online-Sessions bildet das sogar einen spürbaren Nachteil, wenn der Gegner häufiger aktualisierte Bilder zur Verfügung hat und einen "früher" sieht.

120 oder 144 Hz sind da schon deutlich sinnvoller. Bewegungen wirken deutlich flüssiger, Kameraschwenks sauberer und hektische Szenen klarer. Wer einmal von 60 auf 144 Hz gewechselt ist, möchte nur ungern zurück. Für kompetitive Gamer oder gar E-Sportler, die den zuvor genannten technischen Nachteil ausmerzen möchten, gibt es auch noch 360 Hz oder mehr. Doch für die meisten Leute dürfte alles jenseits der 240 Hz "überflüssig" sein, da man die zusätzlichen Bilder irgendwann kaum bis gar nicht mehr wahrnimmt, aber trotzdem mit GPU-Leistung und erhöhtem Energieverbrauch dafür bezahlt. Wer sich also schon immer gefragt hat, wozu man einen Frame-Lock einstellen sollte, dem wäre eine mögliche Antwort: um Strom zu sparen.

Zauberwort: Frames per Second

Der magische Wert jedoch, wonach es den performanceorientierten Gamer verlangt, sind die Frames per Second (Fps) bzw. Bilder pro Sekunde. Doch obwohl es häufig synonym verwendet wird, gibt es dabei einen kleinen, aber feinen Unterschied zur Bildwiederholrate. Während das nämlich wie gesagt angibt, wie viele Bilder der Monitor ausgeben kann, beschreiben die Fps, wie viele von der Grafikkarte überhaupt zur Verfügung gestellt werden können. Anders gesagt: Um einen 240-Hertz-Monitor voll auszuschöpfen, sollten im Optimalfall auch 240 Fps erreicht werden. Vorteile gegenüber 60 Hz ergeben sich allerdings bereits bei niedrigeren Bildraten und machen sich sogar auf dem Desktop, beim Internet-Browsing und beim Arbeiten positiv bemerkbar.

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  1. Seite 1 Bildgröße, Auflösung & Bildrate
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