Eher "kindisch" als "für Kinder".
Schoko-Automaten, alte Pizzas und Brotrinden dienen den Micro Commandos als Nahrung.
Projekt-Meeting bei Monte Cristo. Programmierer: "Wir hätten da dieses Echtzeit-Strategiespiel ..." Chef: "Leute, denkt doch nach. Warcraft 3, Empire Earth - wer soll da unseres noch kaufen?" Marketing-Experte: "Kinder! Für die gibt's so was noch nicht. Wir bauen einfach ein paar Dinos ein, Außerirdische, Zeichentrick und so." Chef: "Geniale Idee! Jungs, haut in die Tasten." Ein halbes Jahr später. Vater: "Bitte schön, Sohnemann, für dich!" Sohn (spielt): "Papa, warum fällt der da um?" Vater (blättert im Handbuch): "Mal sehen. Ah, der brauch was zu essen." Sohn: "Jetzt ist er schon wieder umgefallen." Vater (blättert): "Er will in sein Haus, aber das hat keinen Strom." Eine Stunde später. Sohn: "Papa, das Spiel ist doof. Komm, wir zocken Warcraft 3!" Anders gesagt: Mausgroße Außerirdische, die sich durch U-Bahnhöfe, Küchen und Garagen kämpfen, sich mit Katzen prügeln, Schokoriegel mopsen und alte Zeitungen einsammeln - das ist witzig, unverbraucht und trifft genau den Geschmack von Nachwuchsgenerälen. Die werden allerdings mit dem komplexen Ressourcenmanagement und dem steil ansteigenden Schwierigkeitsgrad völlig überfordert. Da hat jemand an der Zielgruppe vorbei programmiert.
