Metal: Hellsinger im Test - Seite 2

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Test Fritz Büttner - Autor Michael Grünwald - Redakteur Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 26,99 €
Metal: Hellsinger im Test - Seite 2
Quelle: PC Games

Der Ego-Shooter Metal: Hellsinger ist endlich da und gibt euch Metalriffs und Rhytmus-Shooter-Gameplay. Wie neu und gut das funktioniert, lest ihr im Test.

Natürlich metzelt ihr Gegner nicht mit eurer Liebe zur Musik nieder, sondern mit höllisch guten Argumenten aus Stahl. Eure Standardwaffe, das Schwert mit dem klingenden Namen Terminus, muss weder nachladen noch extra ausgewählt werden, genau wie euer Freund Paz. Vor jeder Runde müsst ihr euch nämlich für zwei der vier wählbaren Waffen entscheiden. Da wären die Höllenhunde, zwei Revolver für Distanzschaden. Vulkan, eine Armbrust mit Sprengbolzen und Höllenrabe, zwei aus der Seele eines Dämons geschmiedete Wurfsicheln.

Werkzeuge, die dem Teufel das Fürchten lehren

Und dann noch die Schrotflinte Persephone, die uns am längsten gedient hat. Schon das befriedigende Nachladegeräusch, das sie jeden zweiten Takt von sich gibt, treibt euch an. Über den Schaden beim markanten Schussgeräusch ganz zu schweigen. Diese vier Schusswaffen, haben nur einen Nachteil, sie müssen gelegentlich nachgeladen werden. Die Munition geht euch dabei nicht aus, aber es kostet Zeit. Seid ihr jedoch schnell und drückt im richtigen Moment die Nachladetaste, beschleunigt ihr den Vorgang. Das bringt einen weiteren Kniff mit in das Gameplay und belohnt euch für schnelle Reaktionen.

Jede Waffe verfügt außerdem über einen "Exorzismus". Das ist ein Angriff, der durch präzise Takttreffer aufgeladen wird und verheerenden Schaden verursacht. Ihr solltet also immer all eure Möglichkeiten ausschöpfen, da gerade in höheren Levels der Anspruch gewaltig anzieht. Wir haben in unserem Durchlauf auf Normal, oder besser gesagt "Ziegenbock" gespielt und hatten an einigen Stellen wirklich zu tun, den Schlägen und Geschossen der Gegner auszuweichen.
Das Waffenwahlmenü gibt euch die richtigen Werkzeuge an die Hand, die Horden der Hölle zu bekämpfen. Quelle: PC Games Das Waffenwahlmenü gibt euch die richtigen Werkzeuge an die Hand, die Horden der Hölle zu bekämpfen. Glücklicherweise gibt es den sehr effektiven Dash, eine Ausweichbewegung in alle Richtungen, der euch für eine kurze Zeit unverwundbar werden lässt. In Kombination mit dem Doppelsprung und "Unknowns" Flügeln könnt ihr euch in Sekunden über das Schlachtfeld bewegen und jedem eurer Widersacher ein Ständchen aus Blei widmen. Generell muss sich das Movement und Waffenverhalten nicht vor einem Doom verstecken und macht sehr viel Spaß. Die Geschwindigkeit, die ihr hierbei entwickelt, versetzt euch dank der Musik in einen Rauschzustand, der nicht enden will.

Die Horden der Hölle

Mit diesem Arsenal kämpft ihr dann gegen unterschiedliche Kreaturen der Hölle, die euch vor allem in der Kombination, mit ihren verschiedenen Nah- und Fernkampfangriffen zusetzen. Die Marionette ist hierbei das Kanonenfutter, das euren Multiplikator schnell in die Höhe treibt. In den späteren Höllenleveln kommt aber eigentlich jeder Gegnertyp häufiger vor. Der Behemoth beispielsweise setzt euch mit seinen mächtigen Schwerthieben zu, der Pirscher geht im Nahkampf mit schnellen Klingenhieben auf euch los und der Cambion schießt mit Feuerbällen wild um sich.

Die Gegner könnten etwas abwechslungsreicher gestaltet sein, deren Farbdesign verrät euch nämlich schnell, um wen es sich handelt. Leider gibt es dazu auch noch relativ wenig Varianten von Feinden, da ist noch Potenzial nach oben.
Der Bosskampf am Ende einer Hölle erfordert all euer Geschick. Quelle: PC Games Der Bosskampf am Ende einer Hölle erfordert all euer Geschick. Habt ihr Gegnern ausreichend Schaden zugefügt, sind sie betäubt und können mit einer Abschlachtung vernichtet werden. Die Finisher ähneln den aus Doom bekannten Glory Kills, sind aber nicht so aufwendig animiert. Das bringt euch Lebensenergie, die einzige Ressource neben eurem Taktgefühl auf die ihr achten müsst.

Auch grüne Kristalle, die in den Schlachthäusern verteilt sind, heilen euch einmalig, diese solltet ihr jedoch taktisch klug nutzen und für brenzlige Momente aufheben. Am Ende jedes Höllenabschnitts gibt es einen Bosskampf gegen eine Inkarnation der "Red Judge". Auch die unterscheiden sich optisch nur wenig voneinander. Die Kämpfe erinnern hierbei eher an Bullet-Hell-Shooter und fordern schnelle Reflexe von euch.

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von Rdrk710
        Jetzt komm' aber mal runter... Da muss man wahrlich nicht Elefanten und Spatzen schießen, vor allem wenn man so hart an die Grenze der Blasiertheit ran rücken muss
        Das Gekläffe der Dilletanz. Ich hoffe, das war blasiert genug für Dich ??
        Nö, der Ton macht die Musik, wie man so schön sagt. Ich behaupte nur, dass wenn jemand Metal als Lärm bezeichnet nur begrenzt Ahnung von der Materie Musik hat und besser bei nem schlichten "gefällt mir nicht" aufgehoben ist. Nicht mehr, nicht weniger besagt der Text. Take it, or leave it!
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von Rdrk710
        Jetzt komm' aber mal runter... Da muss man wahrlich nicht Elefanten und Spatzen schießen, vor allem wenn man so hart an die Grenze der Blasiertheit ran rücken muss
        Das Gekläffe der Dilletanz. Ich hoffe, das war blasiert genug für Dich ??
        Nö, der Ton macht die Musik, wie man so schön sagt. Ich behaupte nur, dass wenn jemand Metal als Lärm bezeichnet nur begrenzt Ahnung von der Materie Musik hat und besser bei nem schlichten "gefällt mir nicht" aufgehoben ist. Nicht mehr, nicht weniger besagt der Text. Take it, or leave it!
      • Von Rdrk710 Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von DarkSamus666
        (Heavy) Metal war ende 70er/anfang 80er auch nur eine Etikettierung einer neuen Form des Rock'n'Rolls. Ich finde es lustig, wenn sich komplett unmusikalische Leute erdreisten zu sagen, was denn Lärm und was Musik ist. Erinnert mich immer an die Leute, die Maler wie Monet, Klimt, Picasso, Dali etc , da diese nicht deren Geschmack treffen, als Schmieranten bezeichnen und dann mit Leonardo, Michaelangelo und den anderen Hero Turtles aus der Renaissance kommen um als komplette Dilletanten zu sagen "DAS ist Kunst".
        Ich spiele seit 20 Jahren Gitarre, hab damals sogar auf ner Hochschule mein Instrument studiert und hab da einen etwas differenzierten Blickwinkel darauf. Metal orientierte sich stark am immer mehr von der Klassik und Folklore influierten Richtung der Rockmusik, Bands wie Jethro Tull, die späteren Beatles, Deep Purple, Queen, ELP, Rush, Rainbow etc können da als Vorreiter genannt werden.
        Black Sabbath ist quasi dann das, wo viele Bands uA die Härte als Vorbild nahmen.
        Die Musikstrukturen im Metal glichen sich immer mehr denen von den klassischen Kompositionsweisen an, zB dem einem Satz Sinfonie. Es kommt zuerst das Thema, dessen Bearbeitung, dann die Fantasie mit goldenem Schnitt ( im Metal oft gleichbedeutend mit dem Gitarrensolo) und dann die Reprise. Oft gibt es Konstruktionen, die aus mehreren Themen bestehen.
        Im Allgemeinen ist auch viel Können vonnöten, um im Metal als Instrumentalist sein Brot zu verdienen, selbst in sehr unmelodiös anmutenden Genres wie Grindcore, "brutal" Death Metal etc... erfordert es viel Taktgefühl, die Schlagzeuger sind da oft grandios in ihrem Rhythmikvermögen. Auch der als "Geschrei" verteufelte Gesang erfordert viel Können und Technik.

        Es ist ja OK, wenn man sagt "gefällt mir nicht", da Musik in dieser Hinsicht auch recht banal ist, aber hört doch mal auf, Sachen, die ihr schlicht nicht versteht als quasi "entartet" darzustellen. Das liegt eniger am Medium als der Unwilligkeit und, so böse es klingt, oft auch an der Unfähigkeit des Zuhörers/Betrachters, sich mit der Materie auseinanderzusetzen.
        Jetzt komm' aber mal runter... Da hat jemand geschrieben "für mich nur Lärm", was ohnehin mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist, und nicht "entartet" oder solche Sachen. Da muss man wahrlich nicht Elefanten und Spatzen schießen, vor allem wenn man so hart an die Grenze der Blasiertheit ran rücken muss
      • Von Bonkic Mitglied
        auch wenn ich eine 4/10 ein wenig zu hart finde, muss ich mich in weiten teilen meinem vorredner anschließen.
        eine 9/10, womit metal hellsinger ja eigentlich zu den besten sp-shootern überhaupt zählen sollte, halte ich für beinahe schon absurd übertrieben.

        von mir gäbs vielleicht noch ne gut gemeinte 6/10, wenn ich denn ne wertung vergeben müsste. es macht kurzzeitig durchaus spaß, letzten endes isses aber wirklich sehr sehr eintönig. gebraucht hab ich auf medium knapp 6h (von wegen 12). wiederspielwert liegt (für mich) bei 0. würde ich es mit diesem wissen nochmal spielen? nope. bevor jemand fragt: ja, ich hab das spielprinzip mit takthalten und so verstanden. :-D

        ist wohl wie so oft extreme geschmackssache. es gibt ja ne demo, kann sich dementsprechend jeder ansehen, welcher meinung er sich anschließt. das richtige spiel für alle (sp-) shooter-fans ist es aber mal definitiv nicht. und wer mit metal nix anfangen kann, kann sich imo sogar die demo sparen.
      • Von Chickenator Mitglied
        Als damals die Demo herausgekommen ist, habe sich sie direkt geladen und seitdem dem Spiel sehr entgegengefiebert.
        Nun bin ich aber doch ziemlich enttäuscht vom Endergebnis.

        Also eins vorweg: Der Soundtrack ist absolute Meisterklasse. Die Auswahl der Interpreten ist durchaus gelungen und für mich ist er der Hauptmotivator das Spiel noch ab und an mal anzufassen.
        Ich stehe generell sehr auf rhythmusbasierte Spiele. Damals unglaublig viel Guitar Hero gespielt; auch heute noch Rocksmith. Crypt of the Necrodancer habe ich auch hoch und runter gespielt,
        Und so muss ich auch den Vergleich zu Metal:Hellsingers einzigem, wirklichen Genrekonkurrenten ziehen: BpM: Bullets per Minute: Metal, Knarren, Schießen im Takt.
        Das Takt-UI ist quasi wie gestohlen von dort. Außer dem handelt es sich bei BpM um ein Rouguelike womit einiges künstlich an Spielzeit generiert werden kann.
        Denn da liegt einer der 2 großen Kritikpunkte: Die Spielezeit.
        Ich habe jetzt für den schwersten Schwierigkeitsgrad mit allen Siegeln nicht ganz 5h gebraucht. Indie hin oder her, das ist für ein 30€ Spiel einfach viel zu wenig. Klar könnte man jetzt noch auf Highscorejagd gehen, aber mehr als zum Soundtrack hören reicht es aber leider auch nicht.
        Was mir außerdem sehr missfällt, ist das mangelhafte Gegnerdesign. Man merkt etwas, dass hier dem Entwickler ziemlich die Zeit ausgegangen sein muss, denn wie viele Gegner gibt es? 11, inklusive der Bosse? Und davon teilen sich 3x2 das gleiche Modell. Von den uninspirierten Endgegnern will ich gar nicht erst anfangen.

        Für mich hat Metal:Hellsinger als Spiel (!) nicht mehr als eine 4/10 verdient, denn der grandiose Soundtrack und das generell sehr flüssige Gameplay haben schon einen gewissen Wiederspielwert. Alles andere ist leider mangelhaft.

        Ich gönne dem Entwicklerteam sehr den Erfolg und hoffe sehr, dass man mit dem nächsten Titel (oder vielleicht DLC) ein Spiel entwickelt, dass seinem Soundtrack auch nur ein bisschen gerecht wird.
      • Von Weissbier242 Spiele-Enthusiast/in
        Kracher das Game!! Weiß gar nicht wann ich seit Doom mal wieder so viel Spaß am zocken hatte. Hier passt alles!
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