Metal: Hellsinger im Test - reiße, zerfetze und headbange, bis es vollbracht ist!

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Test Fritz Büttner - Autor Michael Grünwald - Redakteur Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen 26,99 €
Metal: Hellsinger im Test - reiße, zerfetze und headbange, bis es vollbracht ist!
Quelle: PC Games

Die Ego-Shooter Offenbarung Metal: Hellsinger ist endlich da. Der Shooter will mit einer Kombination aus Rhythmus- und Shooter-Gameplay, begleitet von Metalriffs, frischen Wind ins Genre zu bringen. Wie neu und vor allem laut das Spiel wirklich ist, erfahrt ihr in unserem Test.

"The Red Judge", die Fürstin der Hölle, hat euch die Stimme gestohlen! Eingesperrt in einem endlosen Gefängnis, wartet ihr auf eure Rache. Nachdem ihr es doch geschafft habt, das Tor in die Freiheit zu durchbrechen, startet ihr einen blutigen Streifzug durch die verschiedenen Bereiche der Hölle. Der Zorn, angefacht durch das ewige Umherstreifen, treibt euch an. Auf den ersten Schritten eures Krieges findet ihr einen sprechenden Schädel namens Paz der euch bei der Schlacht gegen die Horden der Hölle hilft. Ihr macht euch einen Namen in der Unterwelt, oder besser gesagt keinen, denn man nennt euch einfach nur "The Unknown", und lehrt dem Teufel das Fürchten. "The Judge" wirft euch immer neue Gegner und Flüche entgegen, doch nichts kann euch stoppen. Der finale Kampf ist unausweichlich und der Puls des Universums treibt euch an, es ein für alle Mal zu beenden.

Doch es geht in dem Spiel auch nicht darum, lange Reden zu schwingen oder sich Cutscenes anzusehen, sondern, mit brachialen Waffen und einem treibenden Metalbeat im Blut, die Horden der Hölle aufzumischen.

Von wegen Kakophonie!

Die Musik ist definitiv das Aushängeschild von Metal: Hellsinger (jetzt kaufen 26,99 € ), wie der Name ja bereits vermuten lässt. Das schwedische Komponistenduo Two Feathers, bestehend aus Elvira Björkman und Nicklas Hjertberg, hat für das Spiel eigens 15 Lieder geschrieben.
Die 'Red Judge' ist die Fürstin der Hölle und hat eure Stimme gestohlen. Quelle: PC Games Die "Red Judge" ist die Fürstin der Hölle und hat eure Stimme gestohlen. Diese werden von einigen der bekanntesten Sänger und Sängerinnen der Metalbranche begleitet. Mit dabei sind Serj Tankian von System of a Down, Randy Blythe von Lamb of God und Björn Strid von Soilwork, Björn Strid von Soilwork, Alissa White-Gluz von Arch Enemy, Dennis Lyxén von Refused, Mikael Stanne von Dark Tranquillity, Matt Heafy von Trivium, James Dorton von Black Crown Initiate und Tatiana Shmayluk von Jinjer.

Damit ist Metal: Hellsinger nicht nur ein Anwärter auf das beste Spiel des Jahres, sondern liefert euch auch noch das vielleicht beste Metal-Album des Jahres. Jede Spielwelt hat einen eigenen Höllengesang spendiert bekommen und die Musik fetzt dermaßen, dass selbst Mick Gordon ein Freudentränchen beim Hören vergießen könnte. Auf einem Gamescom-Konzert 2022, konnte man sich auch live davon überzeugen.

Doch kommen wir dazu, worin sich das Spiel um die Höllensängerin, "The Unknown", und ihren Kumpanen Paz, gegenüber Doom oder Prodeus gravierend unterscheidet.

Die Konkurrenz des Höllenschlächters

Doom, Prodeus und Metal: Hellsinger haben ein schnelles arcadiges Oldschool-Gameplay und einen Soundtrack, der mit harten Riffs und einem schnellen Beat den Puls in die Höhe treibt. Doch wirkliches Taktgefühl braucht man nur als "Hellsinger", denn hier müsst ihr eben im Takt feuern, um überhaupt Schaden zu verursachen.
Mit dem Schädel Paz kann man die Taktserie am Laufen halten. Quelle: PC Games Mit dem Schädel Paz kann man die Taktserie am Laufen halten. Euer Fadenkreuz dient dabei als optisches Metronom. Von rechts und links kommen in einer bestimmten Taktgeschwindigkeit Pfeile darauf zu. Ihr solltet nur schießen, wenn die Pfeile mit eurem Fadenkreuz übereinstimmen, um möglichst viel Schaden zu machen, und euren Zorn in die Höhe zu treiben.

Je höher der Zornmultiplikator ist, desto härter fällt auch die Musik aus und eure Angriffskraft steigt. Den Multiplikator müsst ihr halten, denn solange ihr weder schießt noch mit Paz Feuerbälle verteilt, sinkt der wieder ab. Das heißt, wenn keine Gegner da sind, solltet ihr immer auf den pulsfühligen Schädel zurückgreifen, um nicht aus dem Takt zu kommen. Seid ihr gut, so kommt ihr nie aus dem Flow und klickt eigentlich permanent den Rhythmus auf eurer Maus oder dem Controller mit. Ist euer Zorn auf 16, macht ihr den größten Schaden und bekommt somit auch die meisten Punkte, was für euren Platz auf der globalen Rangliste entscheidend ist.

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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von Rdrk710
        Jetzt komm' aber mal runter... Da muss man wahrlich nicht Elefanten und Spatzen schießen, vor allem wenn man so hart an die Grenze der Blasiertheit ran rücken muss
        Das Gekläffe der Dilletanz. Ich hoffe, das war blasiert genug für Dich ??
        Nö, der Ton macht die Musik, wie man so schön sagt. Ich behaupte nur, dass wenn jemand Metal als Lärm bezeichnet nur begrenzt Ahnung von der Materie Musik hat und besser bei nem schlichten "gefällt mir nicht" aufgehoben ist. Nicht mehr, nicht weniger besagt der Text. Take it, or leave it!
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von Rdrk710
        Jetzt komm' aber mal runter... Da muss man wahrlich nicht Elefanten und Spatzen schießen, vor allem wenn man so hart an die Grenze der Blasiertheit ran rücken muss
        Das Gekläffe der Dilletanz. Ich hoffe, das war blasiert genug für Dich ??
        Nö, der Ton macht die Musik, wie man so schön sagt. Ich behaupte nur, dass wenn jemand Metal als Lärm bezeichnet nur begrenzt Ahnung von der Materie Musik hat und besser bei nem schlichten "gefällt mir nicht" aufgehoben ist. Nicht mehr, nicht weniger besagt der Text. Take it, or leave it!
      • Von Rdrk710 Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von DarkSamus666
        (Heavy) Metal war ende 70er/anfang 80er auch nur eine Etikettierung einer neuen Form des Rock'n'Rolls. Ich finde es lustig, wenn sich komplett unmusikalische Leute erdreisten zu sagen, was denn Lärm und was Musik ist. Erinnert mich immer an die Leute, die Maler wie Monet, Klimt, Picasso, Dali etc , da diese nicht deren Geschmack treffen, als Schmieranten bezeichnen und dann mit Leonardo, Michaelangelo und den anderen Hero Turtles aus der Renaissance kommen um als komplette Dilletanten zu sagen "DAS ist Kunst".
        Ich spiele seit 20 Jahren Gitarre, hab damals sogar auf ner Hochschule mein Instrument studiert und hab da einen etwas differenzierten Blickwinkel darauf. Metal orientierte sich stark am immer mehr von der Klassik und Folklore influierten Richtung der Rockmusik, Bands wie Jethro Tull, die späteren Beatles, Deep Purple, Queen, ELP, Rush, Rainbow etc können da als Vorreiter genannt werden.
        Black Sabbath ist quasi dann das, wo viele Bands uA die Härte als Vorbild nahmen.
        Die Musikstrukturen im Metal glichen sich immer mehr denen von den klassischen Kompositionsweisen an, zB dem einem Satz Sinfonie. Es kommt zuerst das Thema, dessen Bearbeitung, dann die Fantasie mit goldenem Schnitt ( im Metal oft gleichbedeutend mit dem Gitarrensolo) und dann die Reprise. Oft gibt es Konstruktionen, die aus mehreren Themen bestehen.
        Im Allgemeinen ist auch viel Können vonnöten, um im Metal als Instrumentalist sein Brot zu verdienen, selbst in sehr unmelodiös anmutenden Genres wie Grindcore, "brutal" Death Metal etc... erfordert es viel Taktgefühl, die Schlagzeuger sind da oft grandios in ihrem Rhythmikvermögen. Auch der als "Geschrei" verteufelte Gesang erfordert viel Können und Technik.

        Es ist ja OK, wenn man sagt "gefällt mir nicht", da Musik in dieser Hinsicht auch recht banal ist, aber hört doch mal auf, Sachen, die ihr schlicht nicht versteht als quasi "entartet" darzustellen. Das liegt eniger am Medium als der Unwilligkeit und, so böse es klingt, oft auch an der Unfähigkeit des Zuhörers/Betrachters, sich mit der Materie auseinanderzusetzen.
        Jetzt komm' aber mal runter... Da hat jemand geschrieben "für mich nur Lärm", was ohnehin mit einem Augenzwinkern zu verstehen ist, und nicht "entartet" oder solche Sachen. Da muss man wahrlich nicht Elefanten und Spatzen schießen, vor allem wenn man so hart an die Grenze der Blasiertheit ran rücken muss
      • Von Bonkic Mitglied
        auch wenn ich eine 4/10 ein wenig zu hart finde, muss ich mich in weiten teilen meinem vorredner anschließen.
        eine 9/10, womit metal hellsinger ja eigentlich zu den besten sp-shootern überhaupt zählen sollte, halte ich für beinahe schon absurd übertrieben.

        von mir gäbs vielleicht noch ne gut gemeinte 6/10, wenn ich denn ne wertung vergeben müsste. es macht kurzzeitig durchaus spaß, letzten endes isses aber wirklich sehr sehr eintönig. gebraucht hab ich auf medium knapp 6h (von wegen 12). wiederspielwert liegt (für mich) bei 0. würde ich es mit diesem wissen nochmal spielen? nope. bevor jemand fragt: ja, ich hab das spielprinzip mit takthalten und so verstanden. :-D

        ist wohl wie so oft extreme geschmackssache. es gibt ja ne demo, kann sich dementsprechend jeder ansehen, welcher meinung er sich anschließt. das richtige spiel für alle (sp-) shooter-fans ist es aber mal definitiv nicht. und wer mit metal nix anfangen kann, kann sich imo sogar die demo sparen.
      • Von Chickenator Mitglied
        Als damals die Demo herausgekommen ist, habe sich sie direkt geladen und seitdem dem Spiel sehr entgegengefiebert.
        Nun bin ich aber doch ziemlich enttäuscht vom Endergebnis.

        Also eins vorweg: Der Soundtrack ist absolute Meisterklasse. Die Auswahl der Interpreten ist durchaus gelungen und für mich ist er der Hauptmotivator das Spiel noch ab und an mal anzufassen.
        Ich stehe generell sehr auf rhythmusbasierte Spiele. Damals unglaublig viel Guitar Hero gespielt; auch heute noch Rocksmith. Crypt of the Necrodancer habe ich auch hoch und runter gespielt,
        Und so muss ich auch den Vergleich zu Metal:Hellsingers einzigem, wirklichen Genrekonkurrenten ziehen: BpM: Bullets per Minute: Metal, Knarren, Schießen im Takt.
        Das Takt-UI ist quasi wie gestohlen von dort. Außer dem handelt es sich bei BpM um ein Rouguelike womit einiges künstlich an Spielzeit generiert werden kann.
        Denn da liegt einer der 2 großen Kritikpunkte: Die Spielezeit.
        Ich habe jetzt für den schwersten Schwierigkeitsgrad mit allen Siegeln nicht ganz 5h gebraucht. Indie hin oder her, das ist für ein 30€ Spiel einfach viel zu wenig. Klar könnte man jetzt noch auf Highscorejagd gehen, aber mehr als zum Soundtrack hören reicht es aber leider auch nicht.
        Was mir außerdem sehr missfällt, ist das mangelhafte Gegnerdesign. Man merkt etwas, dass hier dem Entwickler ziemlich die Zeit ausgegangen sein muss, denn wie viele Gegner gibt es? 11, inklusive der Bosse? Und davon teilen sich 3x2 das gleiche Modell. Von den uninspirierten Endgegnern will ich gar nicht erst anfangen.

        Für mich hat Metal:Hellsinger als Spiel (!) nicht mehr als eine 4/10 verdient, denn der grandiose Soundtrack und das generell sehr flüssige Gameplay haben schon einen gewissen Wiederspielwert. Alles andere ist leider mangelhaft.

        Ich gönne dem Entwicklerteam sehr den Erfolg und hoffe sehr, dass man mit dem nächsten Titel (oder vielleicht DLC) ein Spiel entwickelt, dass seinem Soundtrack auch nur ein bisschen gerecht wird.
      • Von Weissbier242 Spiele-Enthusiast/in
        Kracher das Game!! Weiß gar nicht wann ich seit Doom mal wieder so viel Spaß am zocken hatte. Hier passt alles!
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