Megamind (Kinokritik / Review)

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Megamind (8)
Quelle: Paramount

Während Disney mittlerweile darum ringt, ein jugendliches Publikum anzusprechen, kommen die DreamWorks-Filme frech und flott daher. So auch Megamind von Regisseur Tom McGrath (Madagascar).

Offensichtlich ist 2010 das Jahr der Superschurken. Nach Ich – Einfach unverbesserlich ist Megamind bereits der zweite Animationsfilm, der dem Leid missverstandener Finsterlinge ein Denkmal setzt. Und was für eines! Ein Prolog erklärt, wie der Schurke Megamind – ein außerirdisches, blauhäutiges Baby mit kahlem, glühbirnenförmigem Riesenschädel – auf die Erde kommt, wurde er doch von seinen Eltern auf deren untergehenden Planeten in allerletzte Sekunde in eine Raumkapsel gesetzt und ins All geschossen. Aber auf seiner Reise zur Erde ist er nicht allein. In einer zweiten Kapsel befindet sich ein anderer Säugling, der Megamind noch so manch Ungemach bereiten soll. Denn das rivalisierende Kleinkind wächst, auf unserem Planeten sicher angekommen, zu dem ungemein beliebten Superhelden Metro Man heran – während der arme Megamind im Knast und damit auf der schiefen Bahn landet.

So muss der Blaumann als Erwachsener zähneknirschend akzeptieren, dass er wohl zum Bösen geschaffen ist, und verschreibt sich mit großem Eifer seiner Karriere als Oberschurke. Mit Metro Man verbindet ihn eine wunderschöne Feindschaft, bis eines Tages unerwarteterweise einer seiner finsteren Pläne tatsächlich funktioniert und Metro Man ums Leben kommt. Jetzt erst merkt Megamind, dass ihm sein Erzfeind fehlt und dass er selbst vielleicht doch nicht so böse ist, wie er immer dachte. Und weil er merkt, dass die Welt – und der böseste Bösewicht der Welt – Helden brauchen, schafft er sich einen neuen Superhelden. Aber der ist leider ein unberechenbarer und aufbrausender Idiot und so kommt alles ganz anders als gedacht.

Megamind bietet nahezu alles, was man sich von einem Trickfilm wünschen kann. Die Animation ist schräg, bunt und einfallsreich – insbesondere in 3D! Das Drehbuch ist ebenso witzig wie anrührend. Der Film ist frech inszeniert, bietet am laufenden Band geistreiche Gags und kann noch dazu mit einer Geschichte voll unerwarteter Wendungen punkten. Animation mit Herz!

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(Emanuel Bergmann)

Wertung zu Megamind

Wertung:

9.0 /10
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