Black & White trifft Dungeon Keeper und Fable - Wird Masters of Albion die ultimative Götter-Sim?
Black&White- und Dungeon-Keeper-Schöpfer Peter Molyneux will es noch ein letztes Mal wissen und werkelt mit seinem Team an der nächsten Götter-Sim. Dieser wilde Mix erwartet euch in Masters of Albion!
Mit Populous, Dungeon Keeper und Black & White haben Peter Molyneux und seine Teams bei Bullfrog und Lionhead das Untergenre der Götter-Simulation im Grunde im Alleingang aus dem Boden gestampft und populär gemacht. Dabei stand immer hohe spielerische Freiheit im Fokus, die dann auch die Fable-Spiele geprägt hat. Dabei warf Molyneux im Vorfeld des Releases nur zu gerne mit Aussagen um sich, die der Spielerschaft das Blaue vom Himmel herunter versprochen haben. Und auch wenn er dabei immer stark übertrieben hat, konnten sich alle vier Reihen mit coolen Ideen und interessanten Mechaniken einen Kultstatus erarbeiten.
Nach vielen stillen Jahren und ein paar Mobile-Abstechern ist er mit seinem nächsten, und eigenen Aussagen nach auch letzten, Projekt zurück: Masters of Albion. Und diese Götter-Simulation soll die Tugenden aller früheren Hits nun miteinander kombinieren. Dazu hat er sich auch extra ein paar seiner alten Kollegen aus Bullfrog- und Lionhead-Tagen ins Boot geholt. Wir haben einen etwa 40-minütigen Einblick ins Spiel erhalten und verraten euch, was Molyneux und sein Team da köcheln.
In diesem Artikel
Rattenkuchen gefällig?
Im Kern ist Masters of Albion ein Aufbauspiel, bei dem wir uns als Gott um den Aufbau und die Versorgung von Dörfern und kleinen Städten kümmern. Das ist auf den ersten Blick typische Genrekost, doch im Detail haben sich die Entwickler ein paar Ideen einfallen lassen. Im Startdorf zeigen sie uns etwa eine Weizenfarm, eine Mühle und eine Fabrik. Der Weizen von der Farm wird in der Mühle zu Mehl gemahlen - das kennen wir tausendfach. Aber in der Fabrik wird's dann schon ungewöhnlicher.
Dort erstellen wir durch eine Art Crafting-System eigene Produkte, wobei wir reichlich Zutaten auswählen können. Unsere Bewohner geben uns dabei Bestellungen mit groben Wünschen und Hinweisen, worauf sie abfahren. Im Beispiel wünscht sich Silvia etwas zu essen, das vor allem fleischhaltig ist. Ob wir dann Hähnchen verarbeiten oder auch etwas Ratte reinmischen, ist ganz uns überlassen. Es wird sogar ein paar versteckte Rezepte geben mit ungewöhnlichen oder gar ekligen Zutaten, die dann einzigartige Dinge ergeben sollen. Wer experimentiert, wird also belohnt.
Bildergalerie
Black & White lässt grüßen
Haben wir unser Wunschgericht zusammengestöpselt, gehen unsere Leute frisch ans Werk. Und wie sich das für ein zünftiges Götterspiel gehört, können wir ihnen auf Wunsch dabei auch unter die Arme greifen. Indem wir sie etwa hochheben und vor dem Arbeitsplatz absetzen, Materialien selbst durch die Gegend werfen oder mit der entsprechenden Handgeste die Zeit in einem Gebäude beschleunigen.
Was für Materialien wir so zur Verfügung haben, hängt von den Ressourcen in unserem Hoheitsgebiet ab. Masters of Albion spielt auf einer Insel an der Küste Albions, die in abgegrenzte Gebiete unterteilt ist. Um die freizuschalten, müssen wir die noch unentdeckten Gebiete erst einmal mit einem Helden erkunden und spezielle Leuchtfeuer reparieren. Die Entwickler versprechen dabei eine weitläufige Welt mit vielen interessanten Entdeckungen und Quests.
Ähnlich wie in Black & White sollen neugierige Spieler so immer wieder auf nette kleine Geschichten stoßen. So können wir etwa einen Minenschacht durchstreifen, Ruinen in einem Dschungel erforschen oder schauen, was eine Piratengruppe an der Küste von uns will.
Wie in Dungeon Keeper können wir auch höchstpersönlich die Welt erkunden, indem wir jeden Helden, jeden normalen Bewohner und auch Tiere beherrschen und in deren Haut durch die Welt stapfen. So vermöbeln wir nervige Banditen dann persönlich, öffnen Schatztruhen und interagieren mit bestimmten Objekten. Etwa dem Fundament eines kaputten Leuchtfeuers. Das setzen wir dann wie ein Mini-Puzzle wieder zusammen, laden es mit unserer göttlichen Macht auf und schwupps, haben wir Einfluss auf das dazugehörige Gebiet der Insel. Auf der nächsten Seite dreht sich alles um die spielerische Freiheit in Masters of Albion, wie sich das Spiel nachts verändert und ob sich das Konzept auf Dauer tragen kann.
