Mario Kart 8 DLC-Strecken: Nintendo, da ginge noch viel mehr!

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Mario Kart 8 DLC-Strecken: Nintendo, da ginge noch viel mehr!
Quelle: Nintendo

Beim Booster-Streckenpass genannten DLC für Mario Kart 8 Deluxe auf der Switch offenbart Nintendo, dass die Fans nicht unbedingt der Fokuspunkt sind - sonst würde der Season Pass ganz anders aussehen. Ein Kommentar.

Als Nintendo im Februar einen umfangreichen DLC für Mario Kart 8 Deluxe ankündigte, war die Freude groß, unter Hardcore-Fans geradezu euphorisch. 48 zusätzliche Strecken erscheinen für das nnglaublich erfolgreiche Switch-Spiel, damit verdoppelt sich deren Anzahl auf insgesamt 96 Pisten. Doch die Sache hat gleich mehrere Haken - und das zeigt sehr eindrücklich auf, dass Nintendo die Fans nicht in den Mittelpunkt stellt, denn sonst würde der Season Pass in Mario Kart ganz anders aussehen.

Mario Kart DLC-Strecken: Nur Mobile-Ports

Dass es sich bei den DLC-Strecken im Booster-Streckenpass lediglich um Ports des Mobile-Games Mario Kart Tour handelt? Geschenkt. Immerhin gibt sich Nintendo seit der zweiten Release-Welle Anfang August wenigstens Mühe bei den Portierungen und überarbeitet die DLC-Strecken an vielen Stellen. Das sah beim ersten, enttäuschenden DLC-Release im März noch ganz anders aus.

Und damit sind wir auch schon beim ersten großen Kritikpunkt an Nintendo: die Art und Weise, wie die DLC-Strecken veröffentlicht werden.

Mario Kart DLC soll Online-Abos verkaufen

Die 48 zusätzlichen Pisten erscheinen an sechs verschiedenen Tagen, jeweils zwei Cups zu je vier Strecken also. Diese sechs Tage verteilt Nintendo allerdings auf einen Zeitraum von stolzen zwei Jahren. Sicherlich brauchen die Entwicklerinnen und Entwickler Zeit für die Portierungen (und die wenigen gänzlich neuen Strecken), bei einem so ausgedehnten Release-Fenster drängt sich allerdings eine andere Vermutung auf: Es geht ums Geld.


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Zwar ist der Booster-Streckenpass für rund 25 Euro erhältlich, für Abonnenten von Nintendo Switch Online + Erweiterungspaket gibt's den gesamten DLC aber ohne Aufpreis oder zusätzlichen Kauf. Die Vermutung liegt daher nahe, dass Nintendo die DLC-Strecken vor allem deswegen über einen so langen Zeitraum veröffentlicht, damit möglichst viele Switch-Spieler mindestens für die vollen zwei Jahre das Online-Abonnement abschließen.

Das geht zwar mit weiteren Vorteilen einher, für primär an Mario Kart interessierte Abonnenten entstehen aber dennoch Kosten von rund 80 Euro für die zwei Jahre. Deutlich mehr also als die etwa 25 Euro für den Einzelkauf des Booster-Streckenpasses. Da kann man nach neuen Strecken gierende Fans natürlich unnötig lange warten lassen. Immerhin gab's auch seit 2014 kein wirklich neues Mario-Kart-Hauptspiel mehr ...

DLC-Strecken für Mario Kart sind streng geheim

Obendrein kommt noch die äußerst strikte Geheimhaltung der Strecken im Booster-Streckenpass. Auf die Spitze getrieben hat Nintendo das mit der Direct-Show im September. Dort präsentierte man dann bereits zwei Strecken der kommenden dritten Release-Welle. Die restlichen sechs Pisten blieben aber geheim, genauso das genaue Release-Datum. Stattdessen gab's nur einen groben Release-Zeitraum. Wieso spannt Nintendo seine treuen Fans so sehr auf die Folter?

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Drexel2k Stille/r Leser/in
        Da ich NSO nur sporadisch abonniert habe, habe ich mir den Booster Pack eh für die 25 Euro gekauft, damit ich die Strecken immer zur Verfügung habe, unabhängig vom Abo.

        Ich habe auch mit der Dauer des Releasefensters kein Problem. Ich denke das ist eher gemacht um die Zeit bis MK9 zu überbrücken, was dann für eine Switch 2 o.ä. kommt. Was mich aber ärgert ist, wie lieblos die Strecken dahingeschludert werden, 1:1 Mobile Ports, die N64 Strecken sehen gruselig aus, die anderen nicht viel besser, keine Anpassung auf die MK8 Features wie Low Gravity Zonen. Aufwand und Zeit für Portierung der Strecken? Also es sollte schon machbar sein, alle 4 Monate 8 Strecken sauber neu aufzubereiten, es ist ja kein neues Spiel, was entwickelt wird...
      • Von Drexel2k Stille/r Leser/in
        Da ich NSO nur sporadisch abonniert habe, habe ich mir den Booster Pack eh für die 25 Euro gekauft, damit ich die Strecken immer zur Verfügung habe, unabhängig vom Abo.

        Ich habe auch mit der Dauer des Releasefensters kein Problem. Ich denke das ist eher gemacht um die Zeit bis MK9 zu überbrücken, was dann für eine Switch 2 o.ä. kommt. Was mich aber ärgert ist, wie lieblos die Strecken dahingeschludert werden, 1:1 Mobile Ports, die N64 Strecken sehen gruselig aus, die anderen nicht viel besser, keine Anpassung auf die MK8 Features wie Low Gravity Zonen. Aufwand und Zeit für Portierung der Strecken? Also es sollte schon machbar sein, alle 4 Monate 8 Strecken sauber neu aufzubereiten, es ist ja kein neues Spiel, was entwickelt wird...
      • Von DarkSamus666 Spiele-Enthusiast/in
        Der Online-Pass bietet viel mehr als den MK8-Season-Pass, der mit 25€ mMn schon im Vergleich zu anderen Modellen preiswert ist. Man zahlt pro Strecke gerade mal 50ct.
        Wer das Abo nur für den dlc kauft, der ist selbst schuld, da er es auch für 60% eines Jahresabo schlicht kaufen könnte.
        Dass der Season Pass jetzt mit 48 Strecken, die ja entwickelt werden wollen, künstlich in die Länge gezogen wird, um die Abonnenten zu knechten, halte ich für Mumpitz, gerade da der Booster Pass eben im Preis jetzt nicht unverschämt ist.
        Ich weiß nicht, warum jetzt Nintendo die Fans nicht in den Vordergrund rücken sollte, oder wie das denn aussehen sollte, wenn man das tut. Das sagt mir auch der Artikel nicht.
        Ich finde, Nintendo liefert mit dem Season Pass wie schon mit den Vorherigen für SSB etc. ein solides Angebot ab und stellt ihn für Nintendo Online Kunden zur Verfügung.
        Was jetzt daran quasi Kundenunfreundlich oder wider den Fans sein soll, ist mir ein Rätsel.
      • Von LOX-TT Mitglied
        Wobei jedes Jahr und schon fast ne Dekade (Mario Kart 8 kam 2014) schon ein Unterschied ist ;) nimmt ja schon fast TES-Ausmaße an
      • Von HeavyM Hobby-Spieler/in
        Zitat von Bonkic
        ziemlich an den haaren herbeigezogene argumentation für meinen teil.
        wer "primär" am booster-pass interessiert ist, wird sich wohl kaum (nur) deshalb nso+ geholt haben.
        zumal schon bei ankündigung klar war, dass sich der release über 2 jahre hinziehen wird. da hätte man dann auch schon drauf kommen können, dass sich selbst der aufpreis ggü dem grundabo (was für mario kart online ja ohnehin nötig ist) nicht rechnet. 40 euro sind halt mehr als 25. kein hexenwerk.?‍♂️
        Joabdenke auch das das an den Haaren herbeigezogen ist. Die wollen halt so lang wie möglich den Titel aktuell halten, was denen ja schon seit der WU gelingt. Geringer Aufwand viele Verkäufe das ist einfach das Ziel. Aber hey ich finde besser spiele ständig zu erweitern als jedes Jahr ein neues kaufen zu müssen.
      • Von devilsreject Mitglied
        Naja im Umkehrschluß könnte man auch sagen Nintndo kümmert sich noch immer um sein Spielchen. Während viele Shooter kein Stück daran bedacht sind alt erfolgreiche Karten zu verkaufen sondern lieber Skins lächerlich überteuert anbieten, wollen se lieber ein neues Spiel verkaufen. An langfristigkeit ist ja kaum noch jemandem gelegen.

        Deswegen passt mir sehr gut das COD im nächsten Jahr ne Pause einlegt und nur einen teuren DLC nachlegt.
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