Mafia: The Old Country im Test - zwischen Messerduellen, Mafia-Ehre und emotionaler Story
Mafia: The Old Country bringt die Serie mit Fokus auf Story, Charaktere und Atmosphäre zurück zu ihren Wurzeln. Im Test hat Enzos Abenteuer überzeugt.
Brachiale Action
Und keine Sorge, Mafia: The Old Country verkommt nicht zum reinen Stealth-Abenteuer. Die Action kommt definitiv nicht zu kurz. Die Abwehr von Verfolgern von der Laderampe eines LKWs darf genauso wenig fehlen wie rasante Verfolgungsjagden und natürlich jede Menge Feuergefechte.
Mit diversen Pistolen, Gewehren und Schrotflinten aus der Zeit tauschen wir bleihaltige Nettigkeiten mit verfeindeten Mafiosi, Banditen und der Staatsmacht aus.
Das Handling der Waffen hat uns gut gefallen, auch, weil es der Zeitepoche entsprechend nicht ganz so präzise und schnell vonstattengeht, wie man es von Spielen mit moderner Bewaffnung gewohnt ist. Da dauert das Nachladen schon mal ein wenig und genaues Zielen fällt schwerer als üblich. Die Gegner verhalten sich nachvollziehbar. Sie geben sich gegenseitig Deckung, versuchen uns in die Flanke zu fallen und Feinde mit Schrotflinten suchen nach Möglichkeit die Konfrontation aus nächster Nähe.
Quelle: PC Games
Gegner mit Schrotflinten versuchen sich Enzo zu nähern und ihn aus nächster Nähe aufs Korn zu nehmen.
Außerdem können die Gegner auch Granaten werfen und uns damit aus der Deckung zwingen. Einige der Feuergefechte können da schon mal ganz schön brenzlig werden. Enzo hält eben auch nicht sonderlich viel aus. Mit Verbänden können wir uns zwischendurch heilen. Wenn es die Situation erlaubt, sollten wir dann zwischendurch auch Gegner durchsuchen, um unsere Vorräte an erster Hilfe und Munition wieder aufzufrischen.
Ein paar kleine Anpassungen an unserem Spielstil können wir noch über den Rosenkranz von Enzo vornehmen. Dafür finden wir im Verlauf des Spiels verschiedene Perlen und Amulette, die wir an der Gebetskette anbringen können. Damit aktivieren wir kleine Boni auf Nachladegeschwindigkeit, Lautstärke beim Schleichen und vieles mehr. Das sind keine weltbewegenden Änderungen, die uns lange rumtüfteln lassen, aber doch nette, kleine Anpassungen an persönliche Vorlieben. Genau das richtige Maß für ein Actionspiel.
Quelle: PC Games
Wenn wir uns in der schicken Spielwelt umschauen, können wir unter anderem Bauern bei ihrer Arbeit beobachten.
Gute Technik mit kleinen Macken
Zum Schluss noch ein paar Worte zur Technik. Mafia: The Old Country gibt insgesamt ein sehr gutes Bild ab. Die in der Unreal Engine 5 gestalteten Landschaften und Charaktere sehen wunderbar aus. Die häufig zu beobachtende Krümeligkeit des Upscalings ist uns kaum aufgefallen. Mit Epics TSR, DLSS von Nvidia, FSR von AMD und XeSS von Intel stehen alle gängigen Upsampling-Methoden zur Auswahl. Mit allen Grafikoptionen in den höchsten Einstellungen, 4K-Auflösung und dem Upscaler im Quality-Modus konnten wir auf einer Geforce RTX 4080 mit Frameraten zwischen 50 und 60 FPS flüssig spielen.
Gerade bei starkem Grasbewuchs hatte die Grafikarte etwas mehr zu kämpfen, während in Städten einige Nachladeruckler auftraten, wie man sie aus anderen UE5-Spielen kennt. Kurz ins Stocken geriet das Spiel außerdem immer wieder beim Übergang aus den auf 30 FPS gelockten Zwischensequenzen ins Gameplay und umgekehrt. In zwei der späteren Kapitel haben wir zudem unschönes Flackern der Beleuchtung beobachten können. Ansonsten bietet das Spiel ausreichend Einstellungsmöglichkeiten, um die gewünschte Performance zu erzielen, darunter auch Frame Generation.
Einen ausführlichen Technik-Check lest ihr in den kommenden Tagen auch bei unseren Kollegen von PC Games Hardware.
Fazit
Von Bugs blieben wir zumindest fast verschont. Zweimal ist es uns passiert, dass ein NPC, dem wir folgen sollten, seinen Weg nicht gefunden hat. In beiden Fällen blieb uns nur das Laden des letzten Checkpoints. Womit wir beim nicht existenten Speichersystem währen. Leider hat das Spiel absolut keine Form des manuellen Speicherns für den Spieler auf Lager. Es gibt auch keine mehrfachen Autosaves, um in Notfällen zu einem früheren Zeitpunkt zurückgehen zu können. Es gibt genau einen automatischen Speicherstand, der permanent überschrieben wird. Immerhin lassen sich alle Kapitel des Spiels über das Hauptmenü manuell wiederholen.
Das soll jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Mafia: The Old Country ein fantastisches Spiel geworden ist. All die Skepsis im Vorfeld war am Ende unbegründet. Das Spiel schafft es erfolgreich, an die gelungene Formel der ersten beiden Serienteile anzuknüpfen. Es stellt seine packende Erzählung und seine tollen Charaktere in den Mittelpunkt eines jederzeit spannenden Abenteuers. Mit einer gelungenen Mischung aus Schleichen, brachialer Action und ruhigen Momenten verging die Zeit für uns wie im Fluge. Wir können jedem Mafia-Fan daher einen Ausflug ins Sizilien der 1900er-Jahre zu den Anfängen der ehrenwerten Familie nur empfehlen. Seinen moderaten Preis von 50 Euro ist Mafia: The Old Country auf jeden Fall mehr als Wert.
Meinung
Mafia: The Old Country wird von Hangar 13 entwickelt und von 2K Games vertrieben. Das Spiel erscheint am 8. August 2025 für PC, Playstation 5 und Xbox Series S/X. Transparenzhinweis: Für die Erstellung dieses Artikels stellte uns Publisher 2K Games eine Releasefassung des Spiels zur Verfügung.

Mafia 4 ist immer noch besser als Teil 3, aber um längen schlechter als Teil 1 und 2. Es ist mir schleierhaft wie man hier euphorisch von einer fantastischen Story sprechen kann. Die Story ist absolut vorhersehbar und gerade im letzten Drittel voller Lücken. Es scheint so, als würden durchaus relevante Teile der Geschichte einfach fehlen. Mal ganz davon abgesehen, dass ich das Ende sehr bescheiden finde. Aber das ist meine subjektive Meinung. Anstelle durch einen vernünftigen Abschluss versöhnlich entlassen zu werden lässt mich das Ende verärgert und mit einem schlechten Gefühl zurück.
Vom Gameplay mal ganz zu schweigen. Das läuft bis auf die sogenannten "Rennen", bei denen dank der Gummiband KI vollkommen egal ist wie gut oder schlecht man sich hier anstellt, immer gleich ab. 1. Schleichen, 2. dann wird man fast immer (nicht nachvollziehbar) entdeckt, 3. Schießerei, 4. Messerkampf. Und dann wieder von vorne. Mehr hat das Spiel nicht zu bieten.
Naja, stimmt nicht ganz. Es gibt auch noch die eine oder andere Verfolgunsjagd mit in diesen Passagen plötzlich unendlicher Munition und Aimbot.
Das mag für ein paar Stunden unterhaltsam sein, reicht für mich aber nicht für die 14 Stunden aus die ich für den Durchlauf gebraucht habe. Ich war ab ca. der Hälfte des Spiels wirklich genevt davon.
Wenigstens die Grafik macht einen guten Eindruck. Das Spiel sieht recht schick aus. Allerdings kommt es doch ab und an mal zu Beleuchtungsproblemen, flackernde Schatten, plötzlich vor einem verschwindende oder spawnende NPC bzw. Gegner etc. Unterm Strich fand ich die Technik jedoch ganz gut. Positiv muss ich den Ultrawide support bei 32:9 hervorheben. Das funktioniert sehr gut und das FOV passt sehr gut. Das ist selten so gut umgesetzt.
Alles in allem, lückenhafte vorhersehbare Story, nach ein paar Stunden nerviges, repetetives Gameplay, ein sehr bescheidenes Ende, schöne Grafik und solide Technik.
Ist das der Maßstab für 9/10?
Und die Schleichpassagen, die bisher vorkamen ergaben absolut Sinn.
Ist nun dieses Spiel, mit der wahnwitzig übertrieben hohen Wertung von 9/10 wirklich fast perfekt?
Toll, dass einige schreiben, dass es ihnen bisher Spaß macht. Spaß wollte ich niemandem absprechen. Viel Spaß euch auch weiterhin. Aber fast perfekt sind Spiele sehr selten. Sie müssten schon eine Hausnummer sein hinsichtlich Story oder Spielspaß verbunden mit klasse Leveldesign und oder tollen Spielmechaniken. Sicherlich wurde das Spiel hochwertig produziert, sieht man auch. Schleichpassagen können natürlich dazu gehören wenn sie absolut im Mafia-Setting Sinn machen (z.B. um einen Pferdekopf in einem Bett abzulegen oder irgendwelche sehr wichtigen Papiere aus einem Safe zu klauen oder ein Auto zu manipulieren) und nicht einfach nur deshalb einbauen, weil sonst auch gefühlt 4/5 Thirdperson-Shootern dieses Feature bedienen, ja selbst Star Wars.
Matthias Dammes bewertet Spiele oft viel zu gut. Wenn er dem Mafia 9/10 vergibt, was wird er dann Battlefield 6 oder gar GTA 6 vergeben? 12/10?
Ja, sehr gut. Und weswegen genau muss man in Old Country schleichen?
Ich verstehe dein Problem mit dem Schleichen bei Mafia nicht. Es ist das normalste der Welt, dass Verbrecher bei ihren Verbrechen unentdeckt bleiben wollen. Und ich habe jetzt Mafia: Old Country noch nicht gespielt, werde da auch wie immer auf den ersten Sale warten, Spiel ist dann (meistens) fertig und etwas günstiger. Aber in den anderen Mafia-Teilen ist schleichen optional, du kannst dich auch rambomäßig durchkämpfen, falls du das aufgrund von zigfachem Konsum von "Scarface" für realistisches Mafiagebaren hältst. Du bekommst mehr Handlungsoptionen => mehr spielerische Freiheit (wobei, klar, Handlung ist linear, ist doch gut, dass man beim Vorgehen immerhin für Abwechslung sorgen kann). Ich wüsste da nicht, was es da zu meckern gibt.
Für mich hatte Mafia seinerzeit und dann das Remake eine 9 von 10 auf jeden Fall verdient gehabt. Wenn Old World da anknüpft, dann könnte die Wertung klar gehen. Wie gesagt, ich habe es selbst noch nicht gespielt. Aber wenn die Wertung zu hoch sein sollte, würde mich das auch nicht wundern. Das war ganz prominent bei Starfield oder Civilization oder Dragon's Dogma 2 hier auf PC Games auch krass daneben, so dass ich manchmal den Eindruck habe, dass man sich hier nicht traut, große Marken wie Bethesda schlecht zu bewerten.
Ist nun dieses Spiel, mit der wahnwitzig übertrieben hohen Wertung von 9/10 wirklich fast perfekt?
Toll, dass einige schreiben, dass es ihnen bisher Spaß macht. Spaß wollte ich niemandem absprechen. Viel Spaß euch auch weiterhin. Aber fast perfekt sind Spiele sehr selten. Sie müssten schon eine Hausnummer sein hinsichtlich Story oder Spielspaß verbunden mit klasse Leveldesign und oder tollen Spielmechaniken. Sicherlich wurde das Spiel hochwertig produziert, sieht man auch. Schleichpassagen können natürlich dazu gehören wenn sie absolut im Mafia-Setting Sinn machen (z.B. um einen Pferdekopf in einem Bett abzulegen oder irgendwelche sehr wichtigen Papiere aus einem Safe zu klauen oder ein Auto zu manipulieren) und nicht einfach nur deshalb einbauen, weil sonst auch gefühlt 4/5 Thirdperson-Shootern dieses Feature bedienen, ja selbst Star Wars.
Matthias Dammes bewertet Spiele oft viel zu gut. Wenn er dem Mafia 9/10 vergibt, was wird er dann Battlefield 6 oder gar GTA 6 vergeben? 12/10?
Nicht zu vergessen das manipulieren des Rennwagens, des Favoriten! Da musste man sich auch auf die Rennbahn schleichen...