Stilvoll durch Lost Heaven: Wie (die) Mafia die Spielebranche eroberte
Kurz vor dem Release von Mafia: The Old Country geht's zurück nach Lost Heaven. Der Retro-Check des ersten Teils bringt ganz viel Nostalgie zurück.
Das waren damals tolle Zeiten, als ich mit meinen Kumpels Paulie, Sam und Frank um die Häuser gezogen bin. Wieder in die Welt des originalen Mafia einzutauchen, fühlt sich direkt an, wie zur Familie nach Hause zu kommen. Das passt auch perfekt, weil dem Don ist "La Famiglia" schließlich äußerst wichtig. Gut, ich spreche da gerade von zwei unterschiedlichen Familien, aber im Endeffekt möchte ich auch nicht päpstlicher werden als der Papst.
Bevor am 8. August mit Mafia: The Old Country (jetzt kaufen 49,95 € / 32,58 € ) der neueste Teil der Reihe an den Start geht, blicke ich mit euch zusammen nochmal auf den Erstling zurück. Warum war Mafia 1 so beliebt, welche Missionen sind bis heute im Gedächtnis geblieben und wieso würde ich mittlerweile das Remake dem Original vorziehen? Lasst uns eine Nostalgiereise durch eine wunderschöne Zeit in Lost Heaven beginnen.
Mafiosi wider Willen
Vielen dürfte die Story des im Jahr 2002 auf PC erschienenen Titels bekannt sein. Eine Auffrischung möchte ich euch aber dennoch noch mitgeben. Obwohl ich vor ein paar Jahren das Remake gezockt habe, konnte ich mich nämlich an viele Passagen gar nicht mehr erinnern.
Das liegt aber unter anderem auch daran, dass in der Definitive Edition einige Änderungen vorgenommen wurden, um das Spiel zugänglicher zu machen. Außerdem nahmen die Entwickler einiges an Story-Leerlauf aus dem Spiel. Zum Remake komme ich aber später noch ausführlicher.
Mein Charakter Tommy Angelo führt ein normales Leben als Taxifahrer und verdient sich damit im Jahr 1930 seine Brötchen. Während einer stinknormalen Schicht springen plötzlich der verwundete Paulie und sein Partner Sam ins Taxi. Es stellt sich schnell heraus, dass die beiden Kerle Angestellte des Mafiaboss Don Salieri und in eine Schießerei mit der rivalisierenden Morello-Bande geraten sind.
Quelle: PC Games
Liebenswert oder doch skrupellos? Paulie ist einer der engsten Vertrauten von Salieri.
Nach erfolgreichem Abliefern in Salieris Bar zeigen sich die beiden Gangster beeindruckt und Tommy erhält neben ordentlich Schotter für das beschädigte Taxi noch ein Job-Angebot.
Zunächst macht meiner Hauptfigur der Gedanke für die Mafia zu arbeiten Angst. Doch als ihn kurze Zeit später ein paar Schläger der Morello-Familie erkennen und ordentlich in die Mangel nehmen, flüchtet er voller Panik in die Bar des Dons, wo ihm direkt geholfen wird.
Getreu dem Motto "lieber jung und reich sterben" schließt sich Tommy dem Mob-Boss Salieri an und erledigt fortan etliche Jobs für ihn. Im Verlauf der Story mache ich mir als Fahrer und Gangster einen Namen in der fiktiven Stadt Lost Heaven, was über die Zeit aber auch immer wieder zu Problemen führt.
Ganz von vorne
Die ganze Geschichte rund um Don Salieri erlebe ich als Rückblick. Direkt zu Beginn des Spiels trifft sich Tommy im Jahr 1938 in einem Restaurant mit einem Detective und erzählt ihm, wie er in die Welt der Mafia hineingeschlittert ist.
Immer wieder kehre ich zwischen den Missionen zum Gespräch der beiden zurück und erfahre nach und nach, warum sich meine Hauptfigur in der Mafia nicht mehr wirklich wohl fühlt.
Quelle: PC Games
Die schicken Karossen in Mafia sind legendär.
Im Verlauf der Story eskaliert der Streit zwischen Morello und Salieri immer weiter und die beiden Bosse überbieten sich gegenseitig mit skrupellosen Angriffen. Als Tommy stehe ich zwar auf der Seite von Salieri, doch vor der zunehmenden Gewalt schreckt mein Charakter zurück. Das ist auch einer der Gründe, warum er am Ende den Weg zu den Ermittlern sucht.
Ein weiterer entwickelt sich im Laufe des ersten Teils: Tommy bandelt nämlich mit Sarah, der Tochter des Barkeepers Luigi, an. Dem Detective erklärt er recht deutlich, dass ihm etwas daran liegt, dass sich die Liebe seines Lebens in Sicherheit befindet.
Schon als ich Mafia zum ersten Mal gespielt habe, hat mich die Ganoven-Story fasziniert und selbst Jahre später im Remake konnte sie mich immer noch begeistern. Die Anlehnungen an Filme wie Der Pate sind nur die Kirsche auf der Torte. Vor allem die Handlungen von Tommy sind nachvollziehbar sowie menschlich und nehmen mich deswegen mit.
Wie ich es eingangs schon geschrieben habe, fühlt es sich manchmal so an, als wären Paulie und Sam echte Freunde. Hin und wieder gehen sie mir auf die Nerven, schwirren immer um mich umher und im Endeffekt sind sie im Ernstfall für mich da. Das macht sehr viel aus und sorgt für ordentlich Glaubwürdigkeit!

Das Remake ist ansonsten eines der besten, jedoch finde ich auch, dass die Stimmung/Atmosphäre doch relativ stark verändert wurde…