Like a Dragon: Infinite Wealth: Der Durchbruch im Westen?

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Special Dominik Pache - Redaktionsleiter Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Kasuga ist reif für seine eigene Insel
Quelle: SEGA

Der Nachfolger zum rundenbasierten Rollenspiel Like a Dragon ist ein absolutes Mega-Game. Es vereint Pokémon, Animal Crossing, die alten und die neuen Yakuza-Teile. Klingt unglaubwürdig? In unserer Vorschau beweisen wir euch das Gegenteil!

Wenn man so viele Freunde wie Kasuga hat, dann will man ihnen natürlich etwas bieten. Am besten einen Ort, wo alle zusammenkommen und richtig schön Urlaub machen können. Bei der Menge an Bekanntschaften bräuchte Kasuga eine ganze Insel, um sie unterzubringen. Zufälligerweise trifft er Matayoshi, der ihm genau das bietet! Der NPC besitzt das Dondoko-Island-Ferienressort auf einem Eiland. Das Ding ist aber ganz schön heruntergekommen. Überall liegt Müll herum, ehemalige Mitarbeiter sind abgehauen und die Insel wird von kriminellen Banden terrorisiert. Das muss natürlich geändert werden, damit Dondoko Island wieder zu einer 5-Sterne-Unterkunft aufsteigen kann.

Durch diese Nebenquest, die ihr früh in Infinite Wealth freischaltet, eröffnet sich ein komplett neues Spiel im Spiel. Ihr räumt den Müll auf der Insel - Mafiosi-typisch mit einem Baseballschläger - aus dem Weg. Um euren Gästen Spezialitäten anbieten zu können, geht ihr fischen und macht mit eurem Kescher Jagd auf seltene Käfersorten. Um die Insel zu dekorieren, stellt ihr Gegenstände her. Dafür müsst ihr passende Ressourcen sammeln. Mit eurem treuen Allzwecktool, dem Baseballschläger, haut ihr auf Felsbrocken und Bäume ein, um Steine und Holz zu erhalten. Daraus entstehen im DIY-Menü erlesene Möbel und Dekorationen. Ganz besonderen Kram aus einem täglich wechselndem Sortiment kauft ihr direkt bei Tom Nook ... ähm, wir meinen natürlich Matayoshi.

Palmen und Autos prägen das Stadtbild von Honolulu Quelle: SEGA Je schöner euer Hotelressort wird, desto mehr Gäste zieht es an. Darunter können sich auch alte Bekannte befinden, die ihr aus den Like-A-Dragon-Spielen kennt. In eurem ganz eigenen Yakuza Crossing werdet ihr wahrscheinlich eine Menge Zeit totschlagen können. Was in den ersten Minuten aber schon klar ist: Hier wird gegrindet, bis der Arzt kommt. Ressourcen zu sammeln, Müll aufzuräumen, Käfer zu fangen und Gegenstände herzustellen ist enorme Beschäftigungstherapie.

Wir hoffen, dass die Gäste, von denen wir in unserer Vorschauversion noch nichts gesehen haben, das Gameplay auflockern und nicht nur die Karotte vor unserer Nase als Motivation für weiteren Grind darstellen.

Was uns ebenfalls negativ auffiel, ist die Technik. Keine Sorge, das Spiel lief komplett ohne Ruckler. Allerdings merkt man, dass die Dragon-Engine in die Jahre kommt. Gesichter sehen zwar nach wie vor toll aus, allerdings lässt die Umgebungsgrafik ordentlich Federn. Das liegt nicht zuletzt am neuen Setting Hawaii. Waren wir bisher im Nightlife japanischer Metropolen unterwegs, gibt es in Honolulu deutlich mehr Sonnenschein. Die Dragon Engine hat aber so ihre Probleme mit Darstellungen bei Tag. Punktuell gesetzten Lichteffekte, wie sie in den neon-getränkten Rotlichtbezirken der vergangenen Teile üblich waren, kommen kaum zur Geltung. Außerdem erscheint Infinite Wealth auch für die Konsolen der letzten Generation. Da muss man natürlich in der Grafikqualität Kompromisse eingehen. Ein Wechsel der Engine kommt den Entwicklern aber nicht in die Tüte. Eine Umstellung auf die Unreal Engine ist nicht geplant und das, obwohl das Team mit dem Samurai-Spin-off Like a Dragon: Ishin Erfahrung mit der Engine von Epic Games sammeln konnte.

Schade ist auch, dass neben Level-Boostern ganze Jobsets als Vorbestellerbonus verkauft werden. Die Jobs sind nicht nur die Klassen der Charaktere, die somit das Kampfsystem maßgeblich prägen, sondern auch echte Highlights, etwa wenn Kasuga einen neuen Job freischaltet und das von einer witzig-skurrilen Zwischensequenz begleitet wird.

Trotzdem freuen wir uns riesig auf Like a Dragon: Infinite Wealth, das am 26. Januar für PC, Playstation und Xbox erscheint. Das leichtherzige Urlaubs-Rumgeblödel bei Kasuga und die melancholische Geschichte beim Abgesang auf die alte Mafia bei Kiryu, hat das Potenzial, die perfekte Mischung darzustellen. Durch den Popularitäts-Push des Vorgängers könnte Like a Dragon: Infinite Wealth endlich den Mainstream-Durchbruch der Reihe im Westen bedeuten. Transparenzhinweis: Die Reisekosten wurden von SEGA übernommen.

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    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Like A Dragon habe ich sehr gemocht, weil man mal mit Begleitern durch die Gegend laufen konnte und sogar seine Beziehung zu Ihnen und anderen steigern konnte. Trotzdem habe ich es bisher nicht durchgespielt, was aber weniger an den Nebenquests des Spiels lag als mehr an den mitunter öden Grinding-Mechaniken und dass die Geschichte ab einen bestimmten Punkt zunehmend uninteressant wird.
        Momentan sehe ich da auch nach diesem Artikel wenig Anreize, mich nochmal mit der Spielreihe auseinander zu setzen.
      • Von Nevrion Spiele-Kenner/in
        Like A Dragon habe ich sehr gemocht, weil man mal mit Begleitern durch die Gegend laufen konnte und sogar seine Beziehung zu Ihnen und anderen steigern konnte. Trotzdem habe ich es bisher nicht durchgespielt, was aber weniger an den Nebenquests des Spiels lag als mehr an den mitunter öden Grinding-Mechaniken und dass die Geschichte ab einen bestimmten Punkt zunehmend uninteressant wird.
        Momentan sehe ich da auch nach diesem Artikel wenig Anreize, mich nochmal mit der Spielreihe auseinander zu setzen.
      • Von xaan Spiele-Kenner/in
        Das Farmville-Hotelmanagement-"Mini"spiel stößt mich richtig ab. Das Ausmaß an langweiligem Grind ist mir einfach viel zu hoch. Ich hoffe man kann es ignorieren, ohne interessante Story bzw. Nebenstoryelemente zu verpassen.
      • Von Desotho Spiele-Enthusiast/in
        Bin dabei, bis jetzt hat mich noch kein Yakuza Spiel enttäuscht.
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