Trotz genialer Künstler, Nintendo, Square Enix und mehr: So hat die Leipziger Buchmesse 2025 meine schönen Erinnerungen aus der Schulzeit ruiniert
Nach den neusten Erfahrungen auf der Leipziger Buchmesse trauere ich meinen schönen Erinnerungen daran hinterher und stelle es ernsthaft infrage, ob sich ein weiterer Besuch noch lohnt.
Nachdem ich mich nun also in den Stau rund um das Messegelände eingeordnet hatte, wurde ich an zwei weiteren Parkplätzen wieder zurück in die Schlange geschickt, da diese ebenfalls schon voll besetzt waren. Aus meiner Ankunft lange vor offiziellem Messebeginn wurden drei Stunden Parkplatzsuche im Stau. Nachdem ich endlich einen Platz hatte und die Halle betreten konnte, waren die gebuchten Interview- und Signierstunden natürlich schon längst vorbei. Ein weiteres großes Ärgernis, noch bevor die Messe für mich richtig begann.
Dabei hatte ich sogar noch Glück. Ausgehend von verschiedenen Beiträgen auf Social-Media-Kanälen waren nur kurze Zeit später auch alle regulären Besucherparkplätze belegt. Auch einige Content Creator mit einem Sonderticket konnten ihren Messebesuch gar nicht wahrnehmen, weil kein Durchkommen möglich war. Und auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln war die Anreise katastrophal oder teilweise nicht möglich. Haltestellen konnten von maßlos überfüllten Bahnen nicht mehr angefahren werden, da sich auch dort die wartenden Besucher stapelten. Also wäre auch das Ausweichen auf alternative Verkehrsmittel keine Hilfe gewesen.
Man sieht die Bücher vor lauter Menschen nicht
Endlich in der Halle angekommen war es keine Überraschung, dass diese genauso voll war, wie schon die Straßen, die Bahnen und die Parkplätze davor. Die ohnehin schon immer ungünstig gewählte Aufteilung der verschiedenen Stände und Aussteller fiel dadurch nur noch mehr ins Gewicht. Über die Jahre hinweg hat es sich auf der LBM etabliert, mit großen Ständen eine Umrandung entlang der Seiten der Halle zu bilden und die ganzen kleinen in die Mitte zu quetschen.
Insbesondere, da die einzelnen Gänge in der Mitte der Halle deutlich schmaler sind als am Rand, sind so durch die Menschenmassen viele der kleinen Stände schlichtweg untergegangen. So wurden kleinere Verlage und Künstler teilweise vollständig übersehen oder man war als Besucher nicht in der Lage, die Stände überhaupt zu erreichen. Auch die Aufteilung in die verschiedenen Genres ist in meinen Augen ungünstig gewählt. Kaum ein Verlag, besonders nicht die größeren, beschränkt sich auf die Herausgabe eines Genres allein.
Ich habe stundenlang jede Halle nach einem Stand des Heyne Verlags durchsucht, da beinahe alle meine Lieblingsautoren ihre Werke darüber veröffentlichen, leider vergebens. Nach einer kurzen Online-Suche weiß ich, dass der Verlag auf jeden Fall auf der Messe vertreten war, doch finden konnte ich ihn nicht. Schade. Es gab zwar einen Lageplan für die Messe, doch auch da waren nur die einzelnen Genres aufgelistet, ohne genauere Details zu den verschiedenen Ständen.
Quelle: Leipziger Messe/ Tom Schulze
Tolle neue Ideen, katastrophale Umsetzung
In diesem Jahr hatte die LBM viele neue Ideen, um neue Besucher anzulocken und die alljährlichen Messegänger aufs Neue zu begeistern. Unter anderem wurden neben den Standard-Geschäftsständen von Hugendubel auch kleine "Einkaufsläden" von Lyx und die Bücherbüchse aufgebaut, bei denen die Besucher ähnlich wie in einem Supermarkt mit einem kleinen Körbchen am Arm durch Reihen mit Büchern stöbern konnten.
Was als Idee ein super Konzept ist, war in der Umsetzung bedauerlicherweise katastrophal. Diese "Einkaufsläden" waren in der Größe normaler Aussteller aufgebaut und wiesen im Inneren weitere, noch engere Reihen auf. Dadurch reduzierte sich der ohnehin schon stark eingeschränkte Platz auf ein Minimum.

also ich bin jedes Jahr mit dem kompletten Jahrgang meiner ganzen Schule da. Und ich sage den Schülern immer im Vorfeld: "Ladet euch die App runter, sucht euch aus, was euch interessiert, schaut im Hallenplan in der App schon WOCHEN vorher nach, wo der Stand sich befindet und macht euch im Zweifel eine Notiz in der App." Das funktioniert bei den Schülerinnen und Schülern WAHNSINNIG gut. Eine Schülerin hat sich sieben Autogramme dieses Jahr geholt, 8 hatte sie geplant.
Ich selbst bin mit 4 prall gefüllten Beuteln mit Materialien, Büchern und Krimskrams von der Buchmesse gegangen, und nur ein Buch (LTB 547) habe ich bezahlt.
Ich empfinde den ganzen Artikel nicht als Meinungsäußerung über die Buchmesse, sondern nur als Jammern über die eigene Unzulänglichkeit.
Wie gesagt, ich finde es schade dass, dein Bericht über die LBM25 so negativ klingt.
Mit kolumne meint man sowohl eine Spalte in der Zeitung als auch ein kurzer Kommentar, und kein Frust auslassen über mehrere Seiten.
Leider ist der Beitrag weder kurz noch wirklich sauber aufgearbeitet und viele ignorieren das Wort Kolumne weil sie damit nicht viel anfangen können. Wenn man dick und fett als Überschrift Meinung hinklatscht wissen die Leser sofort das der oder die "Journalisten" ihren Frust und umut freien Lauf lässt.
Als erstes nehm ich mal stark an das du am Samstag warst den schon immer Besucher stärksten Tag von allen 4 Tagen?! Es war absehbar das der Samstag zur Hölle wird, jeder der sich etwas informiert hat wusste das. Darum wird schon seit Jahren eindringlich von Messe und Besuchern geraten den Samstag möglich zu vermeiden.
Zum thema stände: sind dir nur die rosa roten Erinnerungen geblieben oder auch noch etwas was deine Lehrer euch zur Messe definitiv beigebracht haben? Eher ersteres, den eigentlich solltest du wissen wie man stände sucht und findet. JEDER stand hat eine Nummer, zum Beispiel "Halle 5 stand C509".
Durch diese Nummerierung die auch in der Messe App aufgeführt wird kann man die stände nicht verfehlen.
Zum thema Messe exklusive "Gegenstände": du verlangst also das Autoren und Autorinnen die auf jedes verkaufte Exemplar angewiesen sind nur für die Messe ein Buch schreiben? Die Buchmesse war noch nie wie die Agra wo du mit stiften, eimern und Plakaten zugeworfen wirst und dafür war ich schon immer dankbar.
Vorallem was diese von dir erwähnten leseproben sein sollen ist auch fraglich. Vielleicht meinst du die Vorlesungen von neuen Büchern der Autoren.
Zum thema schlechte Organisation:
Ja sie hätten den Vorverkauf schon 2 oder gar 3 Wochen stoppen müssen und nicht erst 1 Woche Zufuhr.
Was den Einlass angeht, da hatten sie am Donnerstag bis zum Samstag ein neues System ausprobiert was nicht gut lief aber dafür war es ein test und ist somit verkraftbar.
Am Donnerstag, Freitag und Sonntag war der Ansturm nicht so doll wie am Samstag und da lief es äußerst geschmiert. Am Freitag musste man von den drei Tagen am längsten anstehen (beim einlass) aber im Schnitt auch nicht mehr als eine halbe Stunde.
Was sehr traurig ist das du hier nur den einen Tag, den Samstag der mies lief hier als gesamt Katastrophe nimmst was für eine Journalistin absolut schlecht ist.
Beim nächsten mal nicht Kolumne hinschreiben sondern Meinung, den das hier ist eine reine Meinung.