PC-Boxensets: Passiv und aktiv, 2.0 und 2.1
In unserem Lautsprecher-Special klären wir viele Begriffe wie Anlog und Digital oder aktiv und passiv und bieten 50 PC-Boxensets in einer Marktübersicht.
Passiv und aktiv oder: Hi-Fi-Boxen versus PC-Boxensets
PC-Boxensets haben stets eine eigene Stromversorgung, meistens per Steckdose, zum Teil bei kleineren Boxen zum Beispiel für Laptops auch via USB. Man spricht wegen der Stromversorgung von einem aktiven Boxenset, denn in mindestens einer der Boxen oder im Subwoofer steckt ein kleiner Verstärker, der aktiv das analoge Audiosignal verstärkt, damit die Membranen der Boxen überhaupt stark genug schwingen, um auseichend laut zu ertönen. Bei Kopfhörern ist kein Verstärker nötig, da die Schallwellen erzeugenden Membranen viel kleiner als bei Boxensets und zudem sehr nah an eurem Trommelfell sind.
Man spricht dabei auch von einem passiven Verfahren - allerdings meint man im Audiobereich mit "passiv" eher Lautsprecher aus dem Hi-Fi-Sektor. Denn da hier stets ein separater Verstärker (Stereo-Vollverstärker, Stereo-Receiver oder AV-Receiver) oder zumindest eine Kompaktanlage mit integriertem Verstärker benutzt wird, der die Soundsignale verstärkt, brauchen die als Hi-Fi-Lautsprecher eingestuften Boxen keine eigene Stromversorgung.
In diesem Artikel
- Seite 1 PC-Boxensets: Analoger und digtaler Sound
- Seite 2 PC-Boxensets: Digital oder analog verwenden? Kabelloser Sound
- Seite 3 PC-Boxensets: Passiv und aktiv, 2.0 und 2.1
- Seite 4 PC-Boxensets: Surroundsound und Soundbars
- Seite 5 PC-Boxensets: Kauftipps und Marktübersicht mit 50 Boxen-Sets
- Seite 6 Bildergalerie
Sie sind somit "passive" Lautsprecher. Wer einen besonders guten Sound möchte, wird eher im Hi-Fi-Bereich fündig, was aber dann auch deutlich teurer als ein PC-Boxenset ist. Zudem ist der Hi-Fi-Sektor eher für etwas größere Abstände gedacht als der, den ihr in einer Schreibtisch-Situation zum Monitor habt.
Quelle: Yamaha
Die schier unzähligen Anschlüsse auf Rückseite dieses AV-Receivers von Yamaha sind nicht untypisch für AV-Receiver.
Vor allem große Standboxen benötigen, um gut zur Entfaltung zu kommen, mindestens zwei bis drei Meter Abstand, denn solche Boxen haben mehrere übereinander angeordnete Membranen oder auch "Töner", von denen ein Teil den Schall einfach an euch vorbeipusten würde, wenn ihr zu nah an der Box sitzt.
2.0- und 2.1-Boxensets
Bei Boxen-Settings hat sich die Schreibweise x.y oder auch x+y etabliert, wobei x die Zahl an Boxen und y die Zahl an Subwoofern ist. Bei 5.1 hat man 5 Boxen und einen Subwoofer, bei 2.0 zwei Boxen und keinen Subwoofer. Wenn man sich ein Stereo-Boxenset für den PC kaufen möchte, hat man stets zwei Boxen und dann die Wahl zwischen 2.0 und 2.1, also ohne oder mit Subwoofer.
Ohne Subwoofer brauchen Lautsprecher tendenziell ein größeres Volumen, um selbst genug Bass erzeugen zu können - daher klingen 2.0-Sets oftmals weniger bassintensiv als 2.1-Sets. Aber: Meist sind die Satelliten-Boxen bei 2.1-Sets so klein, dass der Subwoofer nicht nur den Bassbereich, sondern auch Teile der mittleren Frequenzen übernehmen muss.
Der Sound klingt dann oft schwammiger und dumpfer, als wenn man ein normales 2.0-Set nehmen würde und durch einen separaten Subwoofer ergänzt.
Hierzu muss man wissen: 2.1 für den PC entstand erst, als immer mehr Menschen einen PC zu Hause hatten und einen besseren Sound wünschten, gleichzeitig aber wenig Platz auf dem Schreibtisch hatten. Man kam die Idee, den Bassbereich in einer separaten Box auszulagern: den Subwoofer. Somit hatte man kleine Boxen für den Schreibtisch, die bezüglich Bass aber viel zu wenig Resonanzkörper boten, was aber durch den Subwoofer ausgeglichen wurde.
2.1-Boxensets haben übrigens nur einen Stereo-Stecker, denn aus Sicht des PCs ist es egal, ob man ein 2.0- oder 2.1-Boxenset anschließt. Der PC sendet im Gegensatz zu einem 5.1-Setting (Surroundsound) kein getrenntes Basssignal aus, sondern erst im Subwoofer werden tiefere von höheren Tönen getrennt und gehen dann an die Töner des Subwoofers respektive zu den Satellitenboxen.
Sofern ihr auf dem Schreibtisch genug Platz habt und keine Bass-Fetischisten seid, empfehlen wir euch eher ein 2.0-Boxenset. Hierbei könnt ihr euch bei den so genannten aktiven Nahfeldmonitoren umsehen - dies sind Boxensets oder auch Einzelboxen, die eigentlich von ihrer Abstimmung her eher für Musikschaffende oder Tonstudios gedacht sind. Gerade die erschwinglicheren Modelle haben aber Schwächen, die wiederum für einen privaten Nutzer eher Stärken sind. Ihr werdet mit solchen Nahfeldmonitoren bei einer Töner-Größe von 3 bis 5 Zoll genügend Bass und einen klaren, differenzierten Sound erleben.
