Gute Lautsprecher: Headsets sind okay, aber...
Auf dieser Seite meiner Kolumne erfahrt ihr, warum Boxensets klar im Vorteil sein können.
Es gibt gute Argumente für ein Headset
Ein Grund für mich, ein gutes Boxenset zu nutzen, ist das bessere Eintauchen in ein Spiel. Nun nutzen viele Gamer aber ein Headset, und zwar exakt aus diesem Grund, nämlich dass man besonders tief ins Spielgeschehen eintauchen kann. Denn man ist relativ stark abgeschottet und hat nur den Spielesound auf den Ohren. Man kann mit einem Headset auch, um dies zu verstärken, den Ton besonders laut aufdrehen und muss sich im Gegensatz zu einem Lautsprecherset nicht darüber sorgen, jemanden zu stören.
Außerdem sind Headsets günstig: Ein Headset für 50 bis 60 Euro hat einen klareren Klang als ein ähnlich teures Boxenset. Es nimmt zudem wenig Platz weg und dient auch zur Kommunikation mit Mitspielern oder bei Chats abseits von Games. Okay, diese Argumente pro Headset kann ich nur schwer entschärfen, und in manchen besonders atmosphärischen Games mit Horrorelementen nutze auch ich ein Headset oder gute Kopfhörer. Ich finde aber, dass man trotzdem ein gutes Lautsprecherset haben sollte. Zum einen ist das Klangergebnis in Spielen ein anderes als per Headset - bei vielen Games liefert der eher offene Klang, der das Zimmer ausfüllt, die bessere Gesamtatmosphäre als ein abgeschottetes Headset.
Boxensets: Klare Vorteile
Lautsprecher haben auch praktische Vorteile. Für mich wichtig ist, dass ich eben nicht abgeschottet bin. Ich will hören, wenn es an der Tür klingelt oder mich jemand anruft oder ich eine Nachricht auf dem Handy erhalte. Gut: Wenn ich das Boxenset sehr laut aufdrehe, bekomme ich diese Dinge trotzdem nicht mit. Allerdings spiele ich meist bei Lautstärken, die eher moderat sind, sodass ich die beschriebenen Geräusche problemlos wahrnehmen kann. Bei einem Kopfhörer oder Headset würde ich schon dann, wenn ich bei der Lautstärke ähnlich moderat wie über meine Boxen unterwegs wäre, die meisten Außengeräusche nicht mehr mitbekommen. Außerdem verfolge ich parallel zum Gaming regelmäßig etwa die Kommentare zu Live-Sport, der auf dem Fernseher läuft. Passiert auf dem TV etwas, bekomme ich es mit und kann das Spiel nötigenfalls kurz pausieren. Bei vielen Games, unter anderem Aufbaustrategie wie Anno oder rundenbasierte Games, kann ich auch ungestraft, ohne zu pausieren, einfach kurz zum TV schauen. Läuft im TV eine Diskussionsrunde oder Nachrichten, reicht mir ohnehin das pure Zuhören parallel zum Spiel. Natürlich spiele ich in solchen Fällen keine Games, bei denen es notwendig ist, genau hinzuhören und eine Story zu verfolgen.
Quelle: Logitech
Logitech Z623 - eines der wenigen 2.1-Sets über 100 Euro
Aber auf dem PC eine Runde Anno oder Civilization zu spielen, oder ein Rennen zu fahren, oder selbst Madden zu zocken, während im TV die NFL-Konferenz läuft - das mache ich ständig, und dies ist nur mit Boxen möglich. Wo wir auch wieder beim Thema der Qualität sind, denn gute Boxen bringen den Sound auch bei moderater Lautstärke klar und deutlich rüber. Ebenso zahlt sich ein gutes Boxenset bei Filmen wegen der Sprachverständlichkeit aus, Und last but not least noch ein Argument: Partys. Mit einem Headset könnt ihr euer Wohnzimmer nicht mit Musik beschallen, und ein 50-Euro-2.1-Set macht im Großraumszenario wenig Spaß - ein Boxenset, wie ich es habe, kann aber auch bei 20 Quadratmetern das Zimmer noch ohne Verzerrungen mit ordentlichem Sound fluten. Alles in allem kann ich jedem nur empfehlen, einmal Geld in ein wirklich gutes Boxenset zu investieren, das man dann auch viele Jahre behält. Mein persönlicher Tipp sind Nahfeldmonitore, die mit Tieftönern ab 4 Zoll meiner Meinung nach auch genug Bass liefern. Aber es darf natürlich auch ein gutes 2.1-Set sein, wobei ihr nie vergessen solltet, dass der Subwoofer natürlich mitbezahlt wird und der Gesamtpreis sich auf drei statt nur zwei Komponenten verteilt. Meine Bitte ist nur: Schmeißt das Geld nicht für ein billiges 2.1-Set raus, und beharrt nicht stur auf einem Headset als einzige Soundquelle für euer Multimediaerlebnis.

Heute bin ich alt und sitze in einer kleinen Ecke, da braucht es das nicht mehr. :D Zudem finde ich den billig Klang nicht so schlimm, wahrscheinlich höre ich nicht mehr so gut wie damals als ich jung war. :D Auch der Soundchip von den Mainboards ist deutlich besser geworden.
Aber im Grundsatz hat der Schreiber recht. Es macht schon was aus. Gerade wenn man noch gerne Musik hört, z.B. klassisch, dann ist das auch ein Mehrwert.
Mein Roland Verstärker, der schon keinen Geburtstag mehr hat, hat immer noch einen Klirrfaktor, da wären die meisten modernen Geräte froh, wenn sie auch nur in die Nähe kämen und preislich dann auch entsprechend.
Dann habe ich noch ein „Schätzchen“…an einer Heim-E-Orgel von Weltmeister habe ich immer noch einen Regent-30H Vollröhrenverstärker angeschlossen.
Nichts bringt einen so warmen, analogen Sound wie ein Röhrenverstärker.
Hoffe, der hält noch lange durch, Röhren sind schwer zu bekommen.
Prinzipiell…nein, das stimmt so nicht.
Es gibt inzwischen genügend Headsets, die lassen sich (Bluetooth am TV zum Beispiel vorausgesetzt), mit mehr als einer Quelle gleichzeitig verbinden. Mein Headset kann 3 gleichzeitige Verbindungen, also beispielsweise die Konsole, den TV und das Smartphone.
Wobei ich das so gut wie nie nutze. Wenn ich spiele, dann will ich mich auf das Spiel konzentrieren. Wenn das Telefon klingelt, dann klingelt es halt. Ich kann das gut ignorieren, bzw. beim zocken ist mein Handy sowieso stummgeschaltet und nach 20 Uhr abends prinzipiell im Flugmodus. Aber das ist jeder anders drauf. Ich lege auf ständige Erreichbarkeit absolut keinen Wert.
Was Lautsprecher betrifft, so stimme ich zu, dass ein gewisser Qualitätsanspruch bestehen sollte, wenn man diese Art von Ausgabe bevorzugt. Wer lieber über Headset spielt - und das wird wohl auf so ziemlich alle zutreffen, die vorwiegend Multiplayer Games spielen - die sollten eher darauf bedacht sein, deutlich mehr als besagte 50 oder 60 Euro in entsprechende Kopfhörer zu investieren, auch hinsichtlich der erheblichen Unterschiede in der Mikrofonqualität.
Ich selber bin nach wie vor mit meiner inzwischen beinahe 50 Jahre alten Stereoanlage von Roland mit Hyperion Boxen mehr als nur zufrieden. Zum reinen Musikhören, das ist meine Meinung, immer noch die beste Wahl, gegenüber Surroundanlagen.
Wenn ich spiele, dann vorwiegend mit einem ordentlichen Headset. Damit hört man dann auch Details in Spielen, die kein noch so gutes und teures Lautsprecher Set in dieser Präzision abbilden kann.