Ein Hoch auf Boxen-Sets: Warum jeder Gamer (gute) Lautsprecher haben sollte
Viele Gamer nutzen für den Sound nur ein Headset oder billige Lautsprecher - ich setze voll auf ein gutes Boxen-Set und kann dies jedem nur empfehlen.
Sound in Spielen ist wichtig, um in das Spiel einzutauchen und um Details herauszuhören. Viele Gamer nutzen - so ist zumindest mein Eindruck - für ihre Spiele ein Headset und haben ansonsten entweder gar keine oder nur eher günstige Lautsprecher. Für mich persönlich ist das aber keine generelle Option. Ich finde, dass ein gutes Boxenset unerlässlich ist, und zwar aus mehreren Gründen, die ich hier erläutern möchte.
Für meinen PC verwende ich ein Stereo-Boxenset von Yamaha, das in die Kategorie Studio- oder Nahfeld-Monitore fällt, nämlich die Yamaha HS5i für gut 300 Euro. Das Wort Monitor meint damit keinen Bildschirm, sondern hat mit dem englischen Begriff monitoring zu tun, der ausdrückt, dass man etwas überwachen oder kontrollieren will. Im Falle der Studio-Monitore geht es darum, dass diese für Nutzer gedacht sind, die mit Tonaufnahmen zu tun haben und den Klang möglichst (semi)professionell überwachen oder kontrollieren wollen. Im Vergleich zu normalen Multimedia-Boxen für Entertainmentzwecke haben diese Nahfeld-Monitore einen neutralen und detaillierten Klang, um Fehler im Sound klar darzustellen.
Gute Boxen machen Spaß
Mir geht es nicht darum, speziell die Nahfeld-Monitore zu bewerben. Ich verwende diese Lautsprecher-Art, da ich hobbymäßig ein wenig Musik mache, und sie taugen trotz des neutralen Klangs auch für Spiele, Filme und ein genussvolles Musikhören, da sie trotz fehlendem Subwoofer durchaus auch ausreichend Power für Actiongames haben. Klassische Multimedia-Lautsprecher lassen den Klang eher bombastischer erscheinen. Es ist aber, egal welche Sorte ihr als Lautsprecher verwendet, ganz einfach so, dass ihr ab einer gewissen Preisklasse eindeutig die Vorteile eines hochwertigeren Lautsprechers bemerken werdet, nämlich mehr Präzision und Brillanz im Klang. Ihr fühlt euch noch besser in das Spiel hereinversetzt und werdet auch kleine Details heraushören können, selbst bei einer eher kleinen Lautstärke. Meiner Einschätzung nach ist das ab etwa 150 Euro für ein Stereo-Set der Fall, bei Nahfeld-Monitoren eventuell auch ab 100 Euro - ein Beispiel ist das oben als Amazon-Link eingefügte Set von PreSonus. Wer mehr ausgibt, wird mit noch mehr Details und Klangfeinheiten belohnt.
Quelle: Yamaha
Anschlüsse einer Yamaha HS5 - es gibt hier keine Verbindungsoption zu einer zweiten Box, so dass man vorplanen muss, wie man beide Boxen regeln kann. Ich verwende dafür ein Audio-Interface für USB.
Lautsprecher unter 100 Euro? Rausgeworfenes Geld
Dass Nutzer einen ordentlichen Gaming-PC haben, aber dann nur ein 50 bis 60 Euro Boxenset mit Subwoofer nutzen, kann ich dabei nur schwer nachvollziehen. Denn diese günstigen, oft auch als Brüllwürfel diffamierten Lautsprechersets sind für ihren Preis zwar okay, schwächeln aber an vielen Stellen. Der Sound ist vergleichsweise dumpf und schluckt viele Details. Solche Sets dominieren den Markt - ein 2.1-Set für über 100 Euro zu finden, ist schwierig. Ich rate zu einem guten Stereo-Set ohne Subwoofer, dann aber eben eher 150 Euro aufwärts und mit ausreichend großen Boxen, um genug Bass zu erzeugen. Wer alle zwei, drei oder auch nur vier Jahre mehrere Hundert Euro für eine Grafikkarte oder CPU-Aufrüstung investiert und dafür nicht den letzten Cent umdrehen muss, sollte meiner Meinung nach irgendwann auch einmalig 150, 200 oder auch 300 Euro in die Hand nehmen, um sein Spieleerlebnis im Hinblick auf Klang der Leistung des PCs anzupassen. Ein solch gutes Boxenset behält man nämlich sicher eher 10 Jahre, sodass sich der Preis auch stark relativiert. Natürlich sind noch höhere Ausgaben möglich, aber ich will es nicht übertreiben. Manch eine alte, ausgediente Stereoanlage mit passiven Boxen, die direkt an einen Verstärker angeschlossen werden, kann hierbei übrigens eine clevere und nachhaltige Option sein. Auf der nächsten Seite gehe ich auch noch auf Headsets ein.

Heute bin ich alt und sitze in einer kleinen Ecke, da braucht es das nicht mehr. :D Zudem finde ich den billig Klang nicht so schlimm, wahrscheinlich höre ich nicht mehr so gut wie damals als ich jung war. :D Auch der Soundchip von den Mainboards ist deutlich besser geworden.
Aber im Grundsatz hat der Schreiber recht. Es macht schon was aus. Gerade wenn man noch gerne Musik hört, z.B. klassisch, dann ist das auch ein Mehrwert.
Mein Roland Verstärker, der schon keinen Geburtstag mehr hat, hat immer noch einen Klirrfaktor, da wären die meisten modernen Geräte froh, wenn sie auch nur in die Nähe kämen und preislich dann auch entsprechend.
Dann habe ich noch ein „Schätzchen“…an einer Heim-E-Orgel von Weltmeister habe ich immer noch einen Regent-30H Vollröhrenverstärker angeschlossen.
Nichts bringt einen so warmen, analogen Sound wie ein Röhrenverstärker.
Hoffe, der hält noch lange durch, Röhren sind schwer zu bekommen.
Prinzipiell…nein, das stimmt so nicht.
Es gibt inzwischen genügend Headsets, die lassen sich (Bluetooth am TV zum Beispiel vorausgesetzt), mit mehr als einer Quelle gleichzeitig verbinden. Mein Headset kann 3 gleichzeitige Verbindungen, also beispielsweise die Konsole, den TV und das Smartphone.
Wobei ich das so gut wie nie nutze. Wenn ich spiele, dann will ich mich auf das Spiel konzentrieren. Wenn das Telefon klingelt, dann klingelt es halt. Ich kann das gut ignorieren, bzw. beim zocken ist mein Handy sowieso stummgeschaltet und nach 20 Uhr abends prinzipiell im Flugmodus. Aber das ist jeder anders drauf. Ich lege auf ständige Erreichbarkeit absolut keinen Wert.
Was Lautsprecher betrifft, so stimme ich zu, dass ein gewisser Qualitätsanspruch bestehen sollte, wenn man diese Art von Ausgabe bevorzugt. Wer lieber über Headset spielt - und das wird wohl auf so ziemlich alle zutreffen, die vorwiegend Multiplayer Games spielen - die sollten eher darauf bedacht sein, deutlich mehr als besagte 50 oder 60 Euro in entsprechende Kopfhörer zu investieren, auch hinsichtlich der erheblichen Unterschiede in der Mikrofonqualität.
Ich selber bin nach wie vor mit meiner inzwischen beinahe 50 Jahre alten Stereoanlage von Roland mit Hyperion Boxen mehr als nur zufrieden. Zum reinen Musikhören, das ist meine Meinung, immer noch die beste Wahl, gegenüber Surroundanlagen.
Wenn ich spiele, dann vorwiegend mit einem ordentlichen Headset. Damit hört man dann auch Details in Spielen, die kein noch so gutes und teures Lautsprecher Set in dieser Präzision abbilden kann.