Ratgeber Heimkino für Gaming: PC-Boxen und Surroundsetting mit AV-Receiver und Passivboxen
Bei uns geht es um Sound für Gaming mit einem Schwerpunkt auf Heimkino via AV-Receiver und passiven Hi-Fi-Boxen, aber auch um normale PC-Boxensets.
Nachdem wir euch in der letzten Woche rund um das Thema Kopfhörer und Headsets eine Kaufberatung präsentiert hatten, geht es heute mit den größeren Geschwistern weiter. Denn es geht um Lautsprecher, wobei wir dieses Mal den Schwerpunkt auf Heimkino-Settings mit AV-Receiver legen. Wir kümmern uns also um Situationen, bei denen ihr nicht direkt sehr nah am Monitor sitzt, zum Beispiel beim Zocken per PC oder Konsolen vom Sofa aus im Wohnzimmer.
Heimkino für Gaming
Der Kern unseres Specials sind Systeme, bei denen ihr passive Hi-Fi-Boxen über einen AV-Receiver anschließt - egal ob es nur um Stereo oder um Surroundsound geht. Starten wollen wir mit klassischen PC-Lautsprechern, fassen dabei aber nur die wichtigsten Kauftipps kompakt zusammen und verweisen für ausführliche Informationen auf unser letztes PC-Boxen-Special von Ende Februar diesen Jahres.
PC-Boxensets: Was ihr beachten solltet
Wer keinen besonders starken Sound braucht, kann schon mit einem Boxenset für 30 bis 40 Euro durchaus glücklich werden. Nach oben hin bietet der Markt aber auch Modelle über 200 Euro. Von Surround-Boxensets für ein Setting, bei dem ihr an einem Schreibtisch sitzt, raten wir ab. Nehmt lieber ein Stereoboxenset, das per Klinkenstecker hinten am PC eingesteckt wird. Manche solcher Sets haben auch einen USB-Stecker - in so einem Fall wird das Boxenset quasi zur neuen Soundkarte des PCs. Bei Stereo-Sets gibt es die Prinzipien 2.0 und 2.1, also zwei Boxen ohne oder mit Subwoofer. 2.1-Sets sind ehemals entstanden, um Platz auf dem Schreibtisch zu sparen: Der Sound geht vom PC zum Subwoofer, der sich den Bass aus dem Soundsignal schnappt und wiedergibt. Der Rest vom Sound wandert zu den vergleichsweise kleinen Boxen auf dem Tisch.
Quelle: Mackie
Rückseite der Mackie CR4BT - die Box links im Bild beinhaltet den Verstärker und die Anschlüsse
Ganz allgemein bekommt ihr aber bei einem ähnlichen Preis den deutlich klareren und differenzierteren Klang, wenn ihr auf einen Mörder-Wumms von 2.1-Systemen verzichtet und stattdessen zu 2.0 greift. Auch im 2.0-Stil gibt es bassstarke Modelle. Ein Tipp sind dabei die so genannten aktiven Nahfeldmonitore (auch Studiomonitore genannt), die vergleichsweise neutral klingen. Viele erschwingliche Modelle sind aber auch für Gaming, Musik hören und Filme bestens geeignet, da sie nicht zu puristisch tönen. Die Zahl, die meist im Modellnamen steht, gibt die Größe des Tieftöners an. Wir empfehlen 4 oder 5 Zoll, für genügend Bass. Hier sind fünf Beispiele mit Nahfeldmonitoren bis 259 Euro:
- Die M-Audio BX4BT gibt es bei Amazon für 116 Euro - inklusive Bluetooth zum Musikhören ohne PC kosten sie 5 Euro mehr.
- Stets ordentlich sind die Einsteigermodelle von Mackie wie das Mackie CR4-X für 129 Euro bei Galaxus.
- Ebenfalls bei Galaxus findet ihr die Pioneer DJ DM-40D - sie kosten 158 Euro.
- Große 5 Zoll-Tieftöner sowie Bluetooth hat das PreSonus Eris 5BT - es kostet 235 Euro bei Amazon oder auch bei Galaxus.
- Die Yamaha HS4 mit 4,5-Zoll-Mittentönern kosten bei Amazon 259 Euro
Wichtig zu wissen ist, dass unsere Auswahl jeweils aus zwei untereinander verbundenen Boxen besteht, von denen eine den Stromanschluss, den eingebauten Verstärker sowie einen gemeinsamen Volumeregler bietet. Es gibt aber auch autarke Nahfeldmonitore, die jeweils einen eigenen Stromanschluss und Verstärker haben und häufig einzeln verkauft werden, zum Beispiel die M-Audio BX5 D3 für 109 Euro bei Amazon. Nutzt ihr zwei autarke Boxen, braucht ihr einen separaten Volumeregler oder eine externe USB-Soundkarte, auch Audiointerface genannt, mit Volumeregler. Ein günstiges Audiointerface, an das die Boxen per Cinch-Stecker angeschlossen werden, kommt von der etablierten Firma ESI, und zwar das Nevo Uno für gut 57 Euro. In vielen Fällen müsst ihr das Anschlusskabel zum PC oder Audiointerface separat kaufen, da die Studiomonitor-Zielgruppe zu unterschiedliche Ansprüche an Kabellänge und Steckerformate hat. Achtet also auf den Lieferumfang.

Heimkino ist meine Leidenschaft- und schade, dass die Kombination AV Schaltzentrale inkl. begeisternder (und damit oft auch sichtbarer) Lautsprecher in der Gesellschaft abnimmt.
Heute hat man es lieber clean und mit virtuellem Atmos durch einen Soundbarriegel….
Ich verstehe, dass nicht alle meinen Anspruch an bestes Bild und besten Klang haben - aber freue mich, wenn es noch ein paar mehr da draußen gibt :)